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Trotz Niederlage Grund zur Freude

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Von: Thomas Schreiber

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Mikko Lehtonen Eishockey
Der ESVK hofft im Spiel gegen Freiburg auf die Rückkehr das Neuzugang Mikko Lehtonen, der in Selb noch angeschlagen pausieren musste. © Thomas Schreiber

Kaufbeuren – Spannender hätte der letzte Hauptrundenspieltag für den ESV Kaufbeu­ren nicht verlaufen können. Zwar gab es für die Joker am Samstagabend in Selb noch eine knappe 2:3-Niederlage, da jedoch auch der unmittelbare Konkurrent aus Freiburg in Bad Nauheim keine Punkte holen konnte, dürfen sich die Kaufbeurer nun über den begehrten achten Platz freuen, der ihnen das zusätzliche Heimrecht beschert.

Bereits vor dem letzten Spieltag war klar, dass es in den Pre-Play-Off-Spielen zu einem Vergleich zwischen dem ESV Kaufbeuren und dem EHC Freiburg kommen wird. Da beide Teams bei gleicher Anzahl von Spielen den gleichen Punktestand auf ihrem Konto hatten, musste quasi der letzte Spieltag entscheiden. Während die Joker auf Grund des besseren Torverhältnisses und dem direkten Vergleich knapp die Nase vorn hatten, waren die Freiburger mehr oder weniger auf einen Ausrutscher angewiesen. Kaufbeuren war dabei mit einem Rumpfkader von nur sechs Verteidigern und neun Stürmern nach Selb gefahren, da man Johannes Krauß und David Diebolder für die DNL-Mannschaft abgestellt hatte, die zeitgleich in Berlin antreten musste. Für den angeschlagenen Mikko Lehtonen stand diesmal wieder Thomas Höneckl zwischen den Pfosten. Für den ESVK verlief die Partie beim Tabellenschlusslicht zunächst nach Plan. Mit einem deutlichen Übergewicht an Torchancen war die 2:0-Führung zur ersten Pause nicht unverdient. Sami Blomqvist und Philipp Krauß hatten die Joker mit einem Doppelschlag zum Ende des ersten Drittels in Front gebracht. „Wir sind wirklich gut gestartet, doch leider haben wir im Anschluss zu viele Strafen genommen“, urteilte Trainer Tray Tuomie. Eine dieser Hinausstellungen nutzte Neuzugang Daniel Leavens in der 27. Minute zum 1:2 für die Selber Wölfe. Auch beim 2:2-Ausgleich nach nur 28 Sekunden im letzten Drittel saß ein Kaufbeurer Spieler auf der Strafbank. Bei einem Pfostenschuss von Sami Blomqvist hatte der ESVK noch die beste Möglichkeit. Ansonsten lief bei den Allgäuern im finalen Abschnitt nicht mehr viel zusammen. So war der Siegtreffer für Selb zwei Minuten vor dem Ende die logische Konsequenz daraus.

Spannend bis zum Schluss war auch die Partie in Bad Nauheim, wo der EHC Freiburg nach einer zwischenzeitlichen Führung mit 3:4 im Rückstand gelegen hatte. Als die Breisgauer kurz vor dem Ende auf Alles oder Nichts spielten, gelang den Kurstädtern der Treffer zum 5:3 und somit war auch dem ESVK der achte Platzt nicht mehr zunehmen.

Am Mittwoch,9. März, um 19.30 Uhr steigt nun in der Erdgas-Schwaben-Arena Spiel eins gegen den EHC Freiburg. Weiter geht es am Freitag in Freiburg und, sofern in der „Best-of-Three“ Serie ein entscheidendes drittes Spiel von Nöten ist, findet dies am Sonntag erneut in Kaufbeu­ren statt. „Ich erwarte ein gutes und schnelles Eishockey von beiden Mannschaften, bei dem Kleinigkeiten entscheiden werden“, so die persönliche Prognose von Tray Tuomie. Der direkte Vergleich in dieser Saison geht knapp an den ESVK, der beide Heimspiele und auch die erste Auswärtspartie in Freiburg gewinnen konnte. Ein Plus für die Joker ergibt sich auch aus der Tordifferenz. 182 erzielte Treffer zu 173 Gegentoren ergibt ein Plus von neun in dieser Wertung. 164:182 schlägt dagegen beim Gegner zu Buche. Gefährlichster Angreifer ist Tyson McLellan, der es auf 21 Tore und 39 Vorlagen gebracht hat. Lediglich einen Punkt besser ist Goldhelm John Lammers auf der Kaufbeurer Seite. Kurz vor Ende der Transferfrist haben sich die Freiburger noch einmal mit Angreifer Timotej Sille und Verteidiger Jakub Ferenc zusätzliche Qualität in den Kader geholt.

DNL-Mannschaft verliert in Berlin

Pech hatte die DNL-Mannschaft des ESVK die im Spiel eins der Halbfinalserie bei den Eisbären Juniors in Berlin antreten musste. In der Verlängerung musste sich das Team von Trainer Daniel Jun knapp mit 3:4 geschlagen geben. Am kommenden Samstag kommt es zum Rückspiel in Kaufbeuren.

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