Saisonbeginn im Herbst?

ESV Kaufbeuren hofft – Antworten während der Corona-Krise

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Die Planungen für die neue Saison laufen beim ESVK trotz Corona-Krise.

Kaufbeuren – Trotz der aktuellen Situation um das Coronavirus laufen beim DEL2-Verein ESV Kaufbeuren die Planungen für die neue Saison. Nachwuchstalent Markus Schweiger hat derweil bei den Wertachstädtern einen Kontrakt über drei Jahre unterschrieben.

Allerdings weiß noch keiner, ob im Herbst die Scheiben übers Eis schlittern, die Zuschauer und Fans ihren Jokern bei Heim- und Auswärtsspielen die Daumen drücken können. Obwohl die sportlichen Aussichten derzeit nicht überschaubar sind, hat ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl gegenüber dem Kreisbote einige Fragen beantwortet.

Wirtschaftlich gesehen wird der ESVK die vergangene und nicht zu Ende gebrachte Spielzeit „einigermaßen im Soll“ beenden. Allerdings fehlen dem Verein die Einnahmen aus den beiden sicheren Play-Off-Heimspielen gegen die Kassel Huskies. „Auch wenn es derzeit schwierig ist, versuchen wir mit vielen Sponsoren und Partnern ins Gespräch zu kommen“, betont Kreitl. 

Dabei sollen auch mögliche Szenarien für eine Unterstützung beleuchtet werden. Dennoch: Trotz der Corona-Krise bekommt der ESVK auch positive Rückmeldungen, wenngleich auch einige negative Nachrichten ins Gewicht fallen. „Wir müssen bedenken, dass zwei von vier ESVK-Gesellschaftern ihr Geld in der Gastronomie verdienen“, so Kreitl. Besonders diese Branche sei momentan am meisten betroffen.

Kein Verkauf

Obwohl es gerade Anfragen gibt, wird der ESV Kaufbeuren für die angedachte Saison 2020/2021 erst einmal keine Dauerkarten verkaufen. Hintergrund ist die Ungewissheit, wann die Spielzeit in welcher Form auch immer startet. Doch zeigt sich Kreitl zum jetzigen Stand zuversichtlich: „Es wird derzeit über viele mögliche Szenarien gesprochen. Aktuell gehen wir noch von einem Saisonstart im September aus, solange dies von der Regierung nicht ausgeschlossen wird“.

Was den Kader für die neue Spielzeit angeht, sind bereits neun Cracks sicher unter Vertrag. Die Verantwortlichen des ESVK warten allerdings auf die sogenannte Corona-Klausel der DEL2. Erst danach sollen Verträge fixiert werden. „Wir wollen noch einige Spieler halten und auch vermehrt den einen oder anderen aus der U20-Mannschaft in den Kader integrieren“, so Kreitl, dessen Aufgabe es ist, sich fast täglich mit dem neuen Headcoach Rob Pallin auszutauschen. Schließlich müssen noch die Lücken der offenen Kontingentpositionen geschlossen werden.

Langfristiger Vertrag

Inzwischen haben die Joker vermeldet, mit Markus Schweiger ein großes Nachwuchstalent langfristig an den Verein binden zu wollen. Der erst 17-jährige Stürmer agierte sowohl im DEL2-Team als auch in der U20-Mannschaft des ESVK. Der U18-Nationalspieler erzielte dabei in 19 Spielen sechs Tore und bereitete 28 Treffer für seine Mitspieler vor. Schweiger soll in der Saison 2020/2021 weiter an die Profis herangeführt werden und auch für das U20-Team das Trikot überziehen. Er besitzt einen Profivertrag, ab der Spielzeit 2021/2022 einen zweijährigen U21-Fördervertrag. 

„Markus ist ein sehr talentierter Spieler. Er ist für einen 2002er Jahrgang schon sehr weit in seiner Entwicklung. Er hat auch letztes Jahr schon bewiesen, dass er sich trotz seiner kleineren Körpergröße in der DEL2 durchsetzen kann“, freut sich Geschäftsführer Michael Kreitl bereits darauf, Schweigers weitere Entwicklung hier in Kaufbeuren begleiten zu können.

Ausgerechnet in der wohl schwersten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg wird der ESVK in der kommenden Spielzeit 75 Jahre alt. „Ich merke immer wieder, wie viele Emotionen und Leidenschaft in unserem Club stecken“, bedankt sich Kreitl bei allen Fans und Partnern des ESVK, die aktuell wie eine Eins hinter ihrem Verein stünden. Anfang Mai will der ESVK übrigens mit neuen Ideen seine Fans unterrichten.

Stefan Günter

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