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Joker verlieren erstes Heimspiel gegen Freiburg

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Von: Thomas Schreiber

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Kaufbeuren Eishockey Mannschaft ESVK verlässt Spielfläche
Enttäuscht über die Niederlage verließen Trainer Tray Tuomie und sein Team mit hängenden Köpfen das Eis. © Thomas Schreiber

Kaufbeuren – Der ESV Kaufbeuren hat am Mittwochabend vor 1.561 Zuschauern das erste Heimspiel in der „Best-of-Three“-Serie gegen den EHC Freiburg mit 2:3 verloren. Damit stehen die Kaufbeurer vor dem nächsten Spiel am Freitag in Freiburg bereits unter Zugzwang, denn mit einer weiteren Niederlage wäre die Saison für die Joker damit beendet.

„Man spürte bereits in den ersten Aktionen beider Mannschaften, dass nun Play-Off-Eishockey stattfindet“, sagte Gäste-Trainer Robert Hoffmann in seinen ersten Worten. Die Checks wurden zu Ende gefahren und auch der eine oder andere verbale Austausch durfte dabei nicht fehlen.

Bei je einer Strafe für beide Teams hatten die Gäste nach dem ersten Drittel sogar ein leichtes Plus an Torabschlüssen. Mit Beginn des zweiten Drittels mussten Max Oswald und der Freiburger Simon Danner zum Rapport bei den Schiedsrichtern, die sich zuvor beim Gang in die Kabinen etwas in die Haare bekommen hatten. Leider hatte der Kaufbeurer Stürmer durch die deutlichen Worte der Schiedsrichter seine Aggressivität etwas verloren.

Dem Kaufbeurer Spiel tat dies jedoch keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Nach einer Strafe für Freiburg brachte Sami Blomqvist sein Team in der 27. Minute im Powerplay mit 1:0 in Führung. Keine zwei Minuten später waren Kapitän Tyler Spurgeon bei einem Konter nicht aufzuhalten und erzielte das 2:0 für den ESVK.

Die Joker hatten nun im Mitteldrittel ein deutliches Übergewicht und versäumten es, den Vorsprung auszubauen. „Wir hatten auch gleich mit Beginn des letzten Drittels in Überzahl die Möglichkeit auf 3:0 zu erhöhen, doch leider hat unser Powerplay in dieser Phase nicht funktioniert“, beschreibt Trainer Tray Tuomie die Situation.

Die Partie sollte dann einen Verlauf nehmen, den zu diesem Zeitpunkt wohl keiner der Zuschauer für möglich gehalten hätte. Während eine Strafe für Simon Schütz in der 48. Minute durchaus regelkonform war, brachte nur 14 Sekunden später ein angebliches Vergehen von Tyler Spurgeon hinter dem Freiburger Tor die Volksseele im Stadion zum Kochen.

Die Gäste ließen sich die Chance bei einer doppelten Überzahl nicht entgehen und erzielten zunächst durch Nicolas Linsenmaier den Anschlusstreffer zum 1:2. Die Kaufbeurer mussten weiter in Unterzahl agieren und nur 32 Sekunden später konnte Freiburg durch Simon Danner sogar zum 2:2 ausgleichen.

Spätestens jetzt mussten sich die Schiedsrichter auf dem Eis ein gellendes Pfeifkonzert verbunden mit „Schieber“-Rufen gefallen lassen. Während die Gäste nun die berühmte zweite Luft bekamen, war beim ESVK der Faden gerissen. Als man sich bereits auf eine Verlängerung eingestellt hatte, gelang dem EHC Freiburg in der 58. Minute durch Nicolas Linsenmaier der 3:2 Siegtreffer. Zwar versuchten die Kaufbeurer in der Schlussminute noch ohne Torhüter die Niederlage abzuwenden, doch der Ausgleich sollte nicht mehr gelingen. Die Enttäuschung darüber war der Mannschaft und den Fans zugleich im Gesicht abzulesen. „Es ist noch nichts verloren und auch nichts gewonnen, jetzt müssen wir die Serie am Freitag drehen. Das ist Play-Off-Eishockey“, sagt Tray Tuomie.

Somit ist der ESVK bereits am Freitag um 19.30 Uhr in Freiburg zum Siegen verdammt, sonst war dies bereits die letzte Partie in dieser Saison.

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