Knapp unterlegen

Kaufbeurer Boxer Oleg Fertig verliert Ausscheidungskampf zur U22-EM in Italien

Oleg Fertich mit Bundestrainer David Hoppstock in Köln
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Oleg Fertich (rechts im Bild) mit Bundestrainer David Hoppstock in Köln.

Kaufbeuren – Medaillengewinner von Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften haben sich beim Kölner Weltcup die Klinke in die Hand gegeben. 94 Männer und Frauen aus 14 Ländern kamen in der Rheinmetropole zusammen. Auch der Kaufbeurer Boxer Oleg Fertich war geladen, wenngleich es für den 19-Jährigen bei einem Ausscheidungskampf gegen Turpal Hutaev um die Qualifikation zur U22-EM in Italien ging.

Es war nicht das erste Mal, dass sich beide Kontrahenten gegenüberstanden. Diesmal war der Kampf ausgeglichener. Trotzdem musste sich der Kaufbeurer, der seit wenigen Wochen im Bundesstützpunkt Frankfurt (Oder) ist, seinem Gegenüber knapp geschlagen geben. „Hutaev war in der letzten Runde konsequenter, ist meistens in den Clinch gekommen und hat den Kampf clever nach Hause gebracht“, ärgert sich Fertich trotzdem als Linksausleger gegen den Rechtsausleger verloren zu haben. Zuschauer waren im Rahmen des Weltcups der Boxer sowieso nicht zugelassen. Von daher kämpften Fertich und Hutaev alleine im weiten Rund. Etwas Besonderes hatte dieser Fight trotzdem für den Kaufbeurer: Zum ersten Mal boxte er mit Profiban­dagen, die ihm vor dem Kampf getapt wurden. Sein Kampf begann erst um 21 Uhr. Waage und Arzttermin waren eine Stunde zuvor.

Nach diesem Ausscheidungskampf kann sich Oleg Fertich nun wieder ganz seiner sportlichen Weiterentwicklung widmen. Neben Wechselunterricht wartet tägliches Boxtraining. Zudem steht in Kürze ein Laktattest auf dem Programm. Ein Fitness- und Ernährungsplan wird danach ebenfalls erstellt. „Alles was sich in den nächsten Wochen und Monaten an Turnieren ergibt, werde ich natürlich mitnehmen“, hat Fertich bisher nur die Deutschen Meisterschaften im Oktober im Fokus. Trotzdem muss er sich fit halten, um auch vorbereitet zu sein, falls er für die U22-EM in Italien nachrücken muss. Hinzu kommt, dass der Kaufbeurer als Sparringspartner zur Verfügung steht, wenn sich die deutsche Nationalmannschaft auf die Olympischen Spiele in Tokio vorbereitet.

Unsichere Planung

Durch die Teilabsage des Kaufbeurer Tänzelfestes für 2021 schwinden auch bei Roman Slobodyanikov die Hoffnungen auf eine Durchführung des traditionellen Boxens. „Etwas Hoffnung habe ich schon, dass wir die Veranstaltung durchführen werden können.“ Allerdings habe er zum jetzigen Zeitpunkt die Planungen dafür ausgesetzt. Würde das Event stattfinden, reichen dem BCK-Vorstand vier Wochen für die Vorbereitung. Derweil hält er am Ziel des Sportleraustausches mit russischen Athleten fest. „Momentan hänge ich aber noch in der Luft“, so Slobodyanikov, der weiterhin Kontakt zu den Sportkameraden in Russland hält.

von Stefan Günter

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