Internationale Bodenseemeisterschaften für der Altersklasse U16

Internationaler Prüfstein

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TVK-Judochef Dieter Zimmermann freute sich über die tollen Platzierungen von Nicolas Hartmann (Mitte) und Roman Moltschanov (rechts).

Kaufbeuren/Bregenz – Mit einem ersten und einem zweiten Platz sind die Kaufbeurer Judoka aus Bregenz zurückgekehrt. Dort fanden zum 42. Mal die Internationalen Bodenseemeisterschaften für der Altersklasse U16 statt. Insgesamt waren 35 Vereine aus Liechtenstein, Deutschland, Österreich und der Schweiz am Start. Der frischgebackene Süddeutsche Meister, Nicolas Hartmann, nutzte dieses Turnier zur Vorbereitung für die kommende Saison.

Hartmann wird künftig in der neuen Altersklasse U18 kämpfen. In der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm startete er mit Siegen in der Vorrunde über die beiden Österreicher Movsar Kurbannov (JZ Innsbruck) und Mathias Frick (Judo-Union Feldkirch). Selbst im Finale war er nicht zu stoppen: Ein Ipponsieg für seinen Spezialwurf Uchi mata brachte ihm Platz eins. „Nicolas hat die taktischen Anweisungen perfekt umgesetzt. Damit konnte er sich vorzeitig alle Kämpfe ohne auch einen Punkt abzugeben sichern“, lobte ihn Betreuer und TVK-Judochef Dieter Zimmermann.

Eine beeindruckende Leistung zeigte auch Roman Moltschanov. Er ging im Limit plus 60 Kilogramm auf die Matte. Mit dem Innsbrucker Adrian Senn hatte der TVK‘ler zu Beginn zwar leichte Probleme, doch durch einen Schulterwurf machte er in der ersten Runde gleich den Deckel drauf. Als nächsten Gegner stand ihm der Liechtensteiner Max Mehser gegenüber. Moltschanov überraschte mit einem schnell angesetzten O uchi gari, zwang ihn auf den Rücken und bekam dafür zehn Punkte zugesprochen, was auch den vorzeitigen Sieg bedeutete. Gegen Philipp Mitterer-Egger fand der Kaufbeurer Athlet nicht die richtige Technik. Weil er ihm aber drei Verwarnungen aufdrückte und gleichzeitig nach dem Kampf sechs Unterbewertungspunkte gut geschrieben bekam, zog er ins Finale ein.

Sein Gegner Bathkuyag Khang brachte 20 Kilogramm mehr Gewicht auf die Waage. Nur durch eine taktische Variante würde Moltschanov das Duell siegreich bestehen. „Den Gegner mit viel Tempo ständig unter Druck setzen und ihn somit zu Fehlern zwingen“, war es für Dieter Zimmermann die richtige Marschroute. Dabei schaffte er es, seinem Gegenüber drei Verwarnungen aufzudrücken. Bei der vierten wäre Khang disqualifiziert worden. Doch zum Ende wurde Moltschanov mit einem Schulterwurf auf die Seite geworfen, was somit eine hauchdünne 6:7-Niederlage bedeutete.

Diese Platzierungen sind dennoch eine gute Ausgangsposition für die am Sonntag, 4. Dezember stattfindenden schwäbischen Einzelmeisterschaften, die zeitlich vorgezogen in Waltenhofen über die Bühne gehen.

von Stefan Günter

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