Ganz oben auf dem Treppchen

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TVK-Abteilungsleiter Dieter Zimmermann, Nina Herb, Julia Lebsanft und Coach Ladislav Cerman.

Kaufbeuren/Kufstein – Beim 24. Internationalen Judoturnier im österreichischen Kufstein haben die Athleten des TV Kaufbeuren zwei Gold- und eine Bronzemedaille abgeräumt. Mit sieben Wettkämpfern stellten sich die Wertachstädter dem sportlich hohen Vergleich. Fünf Kaufbeurer gehören übrigens dem Bayernkader an. Am Ende standen Nina Herb und Julia Lebsanft ganz oben auf dem Treppchen.

In der Altersklasse U18 trat Nina Herb (48 Kilogramm) an. Schon zu Beginn setzte sie gegen die Saarländerin Linda Hartig ihren Stempel auf. Nach einer 6:0-Führung brachte Herb ihre Gegnerin in einen Halte­griff, aus dem ihre Kontrahentin nicht mehr entkommen konnte. Auch im zweiten Duell gegen die Niederländerin Clout Cill gelang der TVK-Athletin eine schnelle Führung, doch nach einer Kontertechnik büßte Herb ihren Vorsprung ein und ihre Gegnerin glich zum 6:6 aus. Im Golden Score behielt sie aber nach einem Hüftwurf die Oberhand. 

Im Halbfinale trat Michelle König vom Ujic Hohenems aufgrund einer Verletzung nicht an und so stand sie im Finale. Hier traf sie auf Magdalena Tebbe aus Freudenstadt. Nachdem sie ihre Kontrahentin in der Bodenlage in einem Haltegriff fixierte, war nach 20 Sekunden das Duell zu Gunsten von Nina Herb vorbei. 

Hochmotiviert zog Julia Lebsanft in die Arena von Kufstein ein. Dabei ließ sie den Niederländerinnen Reinartz und Assendelfi keine Chance. Im Finale traf sie dann auf Lara Wildemann, Süddeutsche Vizemeisterin und Fünftplatzierte der Deutschen Meisterschaft. Lebsanft stellte unter Beweis, dass sie von ihren Trainern top eingestellt wurde und machte innerhalb einer Minute den Sack zu. Mit zwei Waza-ari-Wertungen (10:0 Punkte) für Kontertechniken konnte die TVK-Athletin die Goldmedaille und den Siegerpokal in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm in Empfang nehmen. 

Bei den männlichen Judoka gingen in der Altersklasse U16 zwei Kaufbeurer auf die Matten. Im Pool A kämpfte sich Daniel Stogniev (60 Kilogramm) nach einem Freilos sowie einem Sieg über den Ingolstädter Darius Bock ins Viertelfinale vor. Dort unterlag er Jako Weisinger vom UJC Mühlviertel deutlich. In der Hoffnungsrunde warf er den Italiener Daniel Pisetta genauso aus dem Wettbewerb wie den Österreicher Bojan Sancaanin. 

Weil sein Gegner Salman Hitarov aus Berlin um Platz drei nicht antrat, ging die Bronzemedaille kampflos an Stogniev. Im anderen Pool platzierte sich sein Vereinskollege Lukas Mann mit einem Sieg und zwei Niederlagen auf Rang sieben. Nicolas Hartmann holte sich in der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm den fünften Platz. 

Vorzeitig aus dem Turniergeschehen mussten sich Carolin und Christina Lebsanft verabschieden. 

Allein 614 Judoka aus 111 Vereinen und zehn Nationen (Deutschland, Niederlande, Schweden, Italien, Ukraine, Schweiz, Moldawien Ungarn Tschechien und Österreich) nahmen insgesamt an diesem Spektakel teil. Bemerkenswert war das hohe Niveau der Judoka, die sich aus Nationalkämpfern und Kaderathleten aus den Landesverbänden ihrer jeweiligen Nationen rekrutierten. Über 2000 Zuschauer verfolgten die mitreißenden Duelle in der Kufstein-Arena.

von Stefan Günter

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