Neuer Trainerposten

Kaufbeurer Marco Schmitt folgt auf Daniel Deli beim TSV Bernbeuren

Marco Schmitt TSV Bernbeuren
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Marco Schmitt steht künftig für das Kreisliga-Team des TSV Bernbeuren an der Seitenlinie.

Kaufbeuren/Landkreis – Der 39-jährige Marco Schmitt bleibt weiterhin dem Fußball treu. Der Kaufbeurer ist der neue Trainer beim Kreisligisten TSV Bernbeuren. Damit löst er Daniel Deli ab, der für die Oberbayern sechs Jahre lang an der Seitenlinie stand. Wann Schmitt seine neue Mannschaft trifft, ist aufgrund der aktuellen Situation jedoch noch nicht klar.

Dass der TSV Bernbeuren Marco Schmitt überhaupt verpflichten konnte, geht auch auf die Hartnäckigkeit von einigen Protagonisten des oberbayerischen Vereins zurück. Den ersten Kontakt erhielt Schmitt nämlich von Roman Lerchenmüller. Der Verteidiger kickte einst für den TSV Marktoberdorf und auch für die SpVgg Kaufbeu­ren. Caner Schmitt, der jüngere Bruder von Marco, und Lerchenmüller spielten bereits in der Jugend zusammen. Papa Ludwig war deren Trainer. Doch eigentlich wollte Schmitt nach seinem Engagement beim SV Stöttwang ein Sabbatjahr einlegen. „Sie haben mich mehrmals kontaktiert, auch Roman ließ einfach nicht locker“, erzählte Schmitt unserer Zeitung. Dann kam der Punkt, bei dem sie ihn vollends überzeugten. „Wenn sich Menschen so sehr um einen bemühen, dann fällt es schwer, nein zu sagen. Das ehrt mich schon.“ Dennoch holte sich Schmitt vor der eigentlichen Zusage grünes Licht von seiner Familie.

Aus Bernbeurer Sicht passt der Kaufbeurer genau ins Profil. „Wir haben nach einem Trainer gesucht, der auch schon höherklassig gespielt hat, zwischen 30 und 50 Jahre alt ist und natürlich zur Verfügung steht“, so Abteilungsleiter Felix Lindauer, der bei den über Wochen lang andauernden Verhandlungen Geduld zeigte und sich nun freuen kann, erneut einen Trainer aus Kaufbeuren in der oberbayerischen Gemeinde im Landkreis Weilheim-Schongau begrüßen zu dürfen. Denn sechs Jahre lang war Daniel Deli verantwortlicher Trainer. Er schaffte sogar mit der Mannschaft den Aufstieg in die Kreisliga Zugspitze. Aus beruflichen Gründen kann Deli beim TSV Bernbeuren nicht mehr weitermachen.

Die vergangenen Jahre in Stöttwang waren dagegen bei Marco Schmitt von Erfolg gekrönt. Zweimal schaffte er zusammen mit dem Team den Aufstieg: 2016/17 in die Kreisliga-Süd, zwei Jahre später ging es sogar rauf in die schwäbische Bezirksliga-Süd. „Ich bin die ganze Zeit in Stöttwang stets an mein Maximum gegangen“, sagte der 39-Jährige. Coronabedingt und dem daraus resultierenden Saisonabbruch konnte er sich nicht einmal von den Jungs verabschieden. „Stöttwang ist nun abgeschlossen. Dort habe ich tolle und einmalige Erinnerungen geschenkt bekommen. Es sind auch Freundschaften fürs Leben entstanden“, blickt er mit Freude zurück.

Nun schlägt Schmitt in Bernbeu­ren ein neues Kapitel in seiner Trainerlaufbahn auf. Bis jetzt steht der Trainings- und Vorbereitungsstart nicht fest. Schmitt, der im Juli seinen 40. Geburtstag feiert, wird ebenfalls die Vorbereitung durchziehen. „Ich muss nicht zwingend spielen. In Stöttwang habe ich das Geschehen auch auf der Bank verfolgt. Wenn die Mannschaft mich künftig braucht, ich auch das Gefühl habe, ihr im Spiel helfen zu können, dann werde ich natürlich auflaufen.“ Mit der Kreisliga Zugspitze wartet auf ihn auch eine völlig neue unbekannte Liga. Hinzu kommen ein neuer Verein, eine neue Mannschaft und ein neues Dorf. Sobald ein Termin für den Start feststeht, wird er sich dem Team vorstellen. Und freut sich darauf: „Wenn ich dort zum ersten Mal aufschlage, möchte ich mit der Mannschaft gleich auf dem Platz loslegen.“

Mit Roman Lerchenmüller und Patrick Landes sind dem neuen Übungsleiter zumindest zwei Gesichter schon bekannt. „Wir lechzen danach, dass es endlich wieder losgeht“, sagte Felix Lindauer. Jeder Spieler müsse und könne sich wieder unter dem neuen Trainer beweisen. Von daher sind die Voraussetzungen schon im Vorfeld optimal. Jetzt muss nur noch der Ball wieder rollen.

Stefan Günter

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