Was der Spieler derzeit besonders vermisst

Kaufbeurer Maximilian Dropmann ist wichtige Stütze beim EV Füssen

Maximilian Dropmann
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Der Kaufbeurer Maximilian Dropmann ist eine wichtige Stütze im Team des EV Füssen.

Füssen/Kaufbeuren – Es ist eine Erfolgsgeschichte, die der EV Füssen die vergangenen Jahre geschrieben hat. Nach dem Neuanfang in der Bezirksliga kämpfte sich der Traditionsverein und 16-malige Deutsche Meister aus der Lechstadt wieder zurück in die Eishockey-Oberliga. Seit zwei Jahren gehört der EVF nun der dritthöchsten deutschen Spielklasse an. Zum Erfolg der Füssener tragen auch viele Kaufbeurer bei.

Mit Markus Schweiger, David Diebolder, Jannik Burghart, Phillip Kraus, Tobias Baader, Nikita Naumann und Tobias Echtler stehen allein sieben ESVK-Cracks, die eine Förderlizenz beim EV Füssen unterschrieben haben, im erweiterten Kader. Auch Headcoach Andreas Becherer, jetzt in seiner dritten Spielzeit, schnürte sich in jungen Jahren bereits die Schlittschuhe für die Wertachstädter. Hinzu kommen noch drei weitere Ex-Kaufbeurer: Verteidiger Stefan Rott, Stürmer Vinzent Wiedemann, der seit dem Neubeginn in der Bezirksliga ununterbrochen dabei ist, und Maximilian Dropmann. „Wir haben die drei Spieler nicht umsonst ausgesucht. Sie bringen uns weiter und erfüllen unsere Erwartungen“, so Sportdirektor Thomas Zellhuber. Mittlerweile wohnt Wiedemann in Füssen. Dropmann und Rott fahren mit den Förderlizenzspielern aus Kaufbeuren zum gemeinsamen Training und zum Spiel nach Füssen. „Wir haben in Füssen ein recht intaktes und homogenes Mannschaftsgefüge. Alle Lizenzspieler sind vom Charakter her wirklich top und voll integriert“, ergänzt Coach Andreas Becherer.

Maximilian Dropmann ist durch seine Größe und Präsenz auf dem Eis eine wichtige Stütze für sein Team. „Er hat einen starken Offensivdrang. Als Teamplayer setzt er sich für die Mannschaft ein. Das ist auch der Grund, warum wir zweimal mit ihm verlängert haben“, so der 42-jährige Übungsleiter. Auch Dropmann fühlt sich pudelwohl beim EV Füssen. Weil ihn das Konzept überzeugt habe, entschied sich der 27-jährige Kaufbeurer für das Engagement in der Lechstadt. „Wir haben keine Stars in der Mannschaft. Alle Spieler sind auf Augenhöhe. Jeder von uns ist ein Leistungsträger und kann ein Match entscheiden. Von daher gewinnen und verlieren wir gemeinsam als Team“, hebt der Defensivspieler hervor. Maximilian Dropmann ist kein Eishockey-Profi. Seinen Hauptjob hat der Diplom-Ingenieur bei der Forma Grob in Mindelheim. Alle Spieler beim EVF seien sehr bodenständig. „Das Team bringt einen in die richtige Richtung.“

Dropmann spielte schon in der Ersten Mannschaft des ESV Kaufbeuren in der DEL 2. Dass der EVF sportlich gesehen mit den Wertachstädtern nicht mithalten kann, ist nicht von der Hand zu weisen. Trotzdem sucht das Team von Andreas Becherer in der Oberliga den sportlichen Erfolg. Nach vier Niederlagen in Folge gelang ihnen am vergangenen Freitag der ersehnte Heimerfolg über Deggendorf. Der Aufsteigerbonus aus dem Vorjahr ist weg. „Es gibt kein Team, das uns noch unterschätzt.“ Was Dropmann besonders imponiert, ist die Tatsache, dass die Zuschauer und Fans hinter der Mannschaft stehen. Einige haben sogar das Vereinslogo des EVF auf einer Stelle des Körpers tätowiert.

Doch gerade in Corona-Zeiten sind es die Fans und Anhänger, die schmerzlich fehlen. „Gerade sie können auf den Rängen ein Feuer entfachen. Es ist, als würden sie einen Brandbeschleuniger über das Plexiglas werfen“, beschreibt er die Anfeuerungsrufe. Dropmann ist überzeugt: „Die Spiele, die wir jetzt jüngst knapp verloren haben, hätten wir wohl unter Zuschauern nicht abgegeben.“ Viele seiner Mitspieler leiden schon sehr darunter, vor leeren Rängen spielen zu müssen. „Da sieht man, wie wertvoll unsere Fans wirklich sind.

von Stefan Günter

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