ESVK verliert gegen Kassel und Weißwasser – Kontingentspieler in der Kritik

ESVK wartet weiter auf einen Sieg

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Der gut haltende ESVK-Torhüter Max Sigl hatte bei den Gegentreffern der Kassel Huskies kaum eine Chance.

Kaufbeuren – Kein Aufwärtstrend in Sicht! Auch nach der Länderspielpause rennen die Kaufbeurer Joker dem Erfolg hinterher. In jeweils beiden Spielen am Wochenende gingen die Joker in Führung, aber mit fortschreitender Spieldauer waren die Gegner dominierend. So auch am Sonntag bei der 1:6-Niederlage in Weißwasser.

Frustrierend war auch am Freitag die 2:5-Niederlage auf eigenem Eis gegen die Kassel Huskies. Während die jungen und auch die etablierten Spieler alles zu geben versuchten, führte vor allem das lasche Auftreten der Kontingentspieler erstmals in dieser Saison zu Unmutsäußerungen des völlig enttäuschten Publikums. Gerade ein Team wie der ESVK ist auf starke und spielbestimmende Kontingentspieler angewiesen. 

Doch diese Saison tauchen die Überseespieler geradezu unter oder sind mit dem Niveau der zweiten Liga einfach überfordert. Das planlose und uneffektive Angriffsspiel der Kaufbeurer brachte kaum Gefahr für die Gäste. Dabei hatten sich die Kaufbeurer viel vorgenommen und wollten endlich wieder punkten.

Anfangs lief es auch verheißungsvoll. Nach elf Spielminuten nutzte Max Schmidle in Überzahl einen Pass von Daniel Menge und traf zum 1:0 Führungstreffer. Dabei blieb es und zwei Minuten vor der ersten Pause folgte der Ausgleich. Das zweite Drittel war dann spielentscheidend. Treffer Nummer zwei und drei der Gäste folgten quasi im Doppelpack innerhalb einer Minute. Beide Male sah die Abwehr der Joker mehr als alt aus. Der gut haltende ESVK-Torhüter Max Sigl hatte kaum eine Chance, wobei dem dritten Gästetreffer ein klares Torraumabseits vorausging, das der Hauptschiedsrichter ignorierte. 

Ein klein wenig Hoffnung keimte auf, als Manuel Wiederer kurz vor der Pause mit einem Traumtor den Anschluss zum 2:4 gelang. Doch im letzten Abschnitt mühten sich die Joker vergebens und die Huskies taten nur noch das nötigste. In der 56. Spielminute dann der Treffer zum 2:5-Endergebnis vor 1303, größtenteils tief enttäuschten Zuschauern. 

1:6-Niederlage in Weißwasser 

Nach der Heimpleite am Freitag reisten die Kaufbeurer zu den heimstarken Lausitzer Füchsen. Diese untermauerten vor rund 2000 Zuschauern auch gegen den ESVK diese Stärke. Zwar konnten die Joker das erste Überzahlspiel in der dritten Minute mit dem Führungstreffer zum 0:1 durch Michael Kreitl abschließen, das war es dann aber auch schon mit der Kaufbeurer Offensive. Nach dem Ausgleich durch die Füchse schwammen im zweiten Drittel alle Felle davon. Gleich vier Tore der Gastgeber, davon zwei innerhalb von 31 Sekunden führten die Füchse zum Erfolg und die Kaufbeurer Joker handelten sich somit die 14. Niederlage in Folge ein. 

Freitag Heimspiel gegen Rote Teufel 

Am kommenden Freitag, 21. November, erwarten die Kaufbeurer Joker die Roten Teufel aus Bad Nauheim. Spielbeginn ist dann wieder um 19.30 Uhr in der Sparkassen Arena Kaufbeuren. Wie schon in letzter Zeit gewohnt, ist das Hoffen auf die Rückkehr des einen oder anderen Akteurs in den ESVK-Kader eine wichtige Komponente. Es wird sich aber erst nach dem Donnerstagstraining entscheiden. Aber mit oder ohne Rückkehrer ist endlich mal ein Punktgewinn anzuvisieren. Leichtere oder schwere Gegner gibt es in dieser Saison der DEL 2 kaum noch. 

Jedes Match erfordert die volle Konzentration und den Siegeswillen. Momentan belegen die Nauheimer Rang elf mit 25 Punkten. Da die Gäste aber eher als heimstark gelten, besteht doch eine gewisse Chance für die Joker. Auswärts haben die Nauheimer ihre Probleme, erst vier Punkte und dabei schon weit über 60 Gegentore, so lautet die Bilanz auf fremdem Eis. Erst einmal kreuzten beide Teams diese Saison die Schläger, dabei behielten die Hessen mit 4:2 die Oberhand. Topscorer der von Trainer Petri Kujala betreuten Mannschaft ist Vitalij Aab mit elf Toren und zwölf Vorlagen. Zudem kann Verteidiger Drew Paris mit bislang 16 Punkten aufwarten.

Im Team der Nauheimer stürmt noch der ehemalige Kaufbeurer Daniel Oppolzer. Eine Förderlizenz für die Nauheimer besitzt zudem noch der letztjährige und neu in Diensten der Düsseldorfer EG stehende Alexander Thiel. von Werner Mayr

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