Kein Glück für BSK

Futsal: Neugablonz patzt bei Vorrunde und scheitert im Halbfinale

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Der SV Steinheim löst sich sensationell das Ticket für die Endrunde in Günzburg.

Marktoberdorf/Kaufbeuren – Es ist eine faustdicke Überraschung, was sich in der Marktoberdorfer Sporthalle abgespielt hat. Nicht der BSK Olympia Neugablonz setzte sich als großer Favorit durch, sondern ein Underdog. Der Kreisklassen-Vertreter SV Steinheim löste beim Vorrundenturnier zur Schwäbischen Futsal-Hallenmeisterschaft das begehrte Ticket.

Vier Jahre lang standen die Schmuckstädter jedes Mal in der Endrunde in Günzburg auf dem Parkett. Diesmal wurde ihnen der Schneid abgekauft. Nicht in Bestbesetzung trat der BSK in der Kreisstadt an. Doch es reichte, um die beiden Gruppenspiele erfolgreich zu bestreiten.

Gewann Neugablonz noch gegen den TSV Betzigau mit 2:0, so verlief das zweite Duell gegen den FSV Marktoberdorf etwas knapper. Nach einem 1:2-Rückstand drehte der Favorit die Partie und gewann am Ende mit 3:2. In der anderen Gruppe setzte sich Bezirksligist VfB Durach durch. Die Oberallgäuer trennten sich von Steinheim mit 1:1, während sie im zweiten Gruppenspiel den FC Bad Wörishofen mit 5:1 bezwangen.

Neugablonz traf im Halbfinale auf den SV Steinheim. Das Team aus Memmingen versteckte sich überhaupt nicht, ging sogar mit 1:0 in Führung, ehe Benjamin Maier den verdienten Ausgleich erzielte. Doch letztendlich war der Wille beim Kreisklassen-Vertreter stärker, der mit 2:1 in Führung ging und das Spiel über die Zeit brachte. „Unsere Enttäuschung ist riesengroß. Wir waren der große Favorit, aber so ist eben Futsal“, bilanziert Trainer Alexander Lang und macht deutlich: „Uns fehlte der letzte Pass. Gegen Steinheim haben wir zahlreiche Möglichkeiten nicht verwertet, dann wirst du halt bestraft.“

Im anderen Halbfinale setzte sich der VfB Durach gegen den FSV Marktoberdorf mit 2:0 durch. „Durch das vorzeitige Ausscheiden des FSV und BSK haben leider nur noch wenige Zuschauer das Finale verfolgt“, bedauert Ingo Weber, Organisationschef der Schiedsrichtergruppe Ostallgäu. Völlig überraschend gewann Steinheim das Endspiel gegen Durach mit 2:1. „Dieses Team hatte wohl keiner auf dem Schirm“, sagt Weber und zieht als Ausrichter dann doch ein positives Fazit.

200 Zuschauer sahen sich die Vorrunde in Marktoberdorf an. Geleitet wurden die Partien von Patrick Krettek, Patrick Höpfler, Barbara Karmann (alle Schiedsrichtergruppe Neuburg/Donau) und Karin Weber (Schiedsrichtergruppe Ostallgäu). Derweil wurden Bezirksligist FC Thalhofen und der Vizemeister der Ostallgäuer Hallenrunde 2018, der SV Eggenthal, schmerzlich vermisst. Weil beide Teams keine Futsalmannschaft meldeten, vielleicht auch die Anmeldung übersahen, wurden sie dadurch nicht im Teilnehmerfeld berücksichtigt. Diese beide Mannschaften hätten dieses Turnier mit Sicherheit bereichert.

von Stefan Günter

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