Kontakloser Sport für Kinder

Nicht nur die Fußballer freuen sich über Erlaubnis

Fußball Tor
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Dieses Bild gehört in Kürze der Vergangenheit an. Nachwuchskicker (U14) können schon wieder in Fünfer-Gruppen kontaktlos trainieren.

Ostallgäu/Kaufbeuren – Vereinen ist es nun offiziell erlaubt, Sport in Gruppen bis zu fünf Kindern unter 14 Jahren im Freien anzubieten. Wie schon vor einem Jahr bewegen wir uns damit wieder langsam in kleinen Schritten in die richtige Richtung oder zurück in die „neue“ Normalität. Allerdings sind die Hürden für Außensport hoch. 

Erschwerend kommt hinzu, dass Übungsleiter oder Betreuer bei einer Inzidenz über 100 stets einen PCR-Test, POC-Antigentest oder einen Selbsttest nachweisen müssen. Denn eine Kontrolle durch die Behörde oder die Polizei kann immer erfolgen. Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein. Der Bayerische Landessport-Verband (BLSV) weist in einer umfangreichen Erklärung an die Vereine hin, dass „feste Trainingsgruppen“ empfohlen werden. Der Trainingsbetrieb muss kontaktlos erfolgen. Ein Indoor-Training ist weiterhin nicht erlaubt.

Die Erleichterung, wieder kontaktfreien Sport anzubieten, ist besonders bei den Fußballern groß. In Kaufbeuren dürfen die Vereine seit vergangenem Donnerstag offiziell mit ihren Kindern trainieren. Die Schul- und Sportverwaltung hat die Clubs informiert. Von Seiten der Verwaltung heißt es, dass auch eine komplette Mannschaft gleichzeitig trainieren könne. Voraussetzung ist aber, dass die eingeteilten Fünfer-Gruppen auf großem Abstand sind und nicht durchgemischt werden. Kann der Trainer die nötige Distanz zu seinen Spielern im Freien nicht einhalten, ist eine Maske erforderlich. Auch der SVO Germaringen lotet gerade innerhalb der Abteilung den erneuten Re-Start aus und wie das Training gestaltet wird. „Wir planen die Einheiten am Freitag und Samstag durchzuführen“, so Jugendleiter Christian Gabler. Die Freude aufs Kicken sei bei den Kindern enorm. „Wer will es ihnen denn verdenken.“

Markus Lang vom Sugrib Gym Kaufbeuren bietet für seine Mitglieder Sport im Freien an. „Die Kids haben sich riesig gefreut“, hofft auch er auf weitere Lockerungen. „Wenn es wärmer wird, steht auch einem Training mit Erwachsenen dann nichts mehr im Wege“, so der 43-jährige Übungsleiter. Für die Einheiten legt er Gummimatten aus. Die Kinder, die nicht vor Ort teilnehmen dürfen, werden zugeschaltet. „Wir rollieren hier durch.“ Dass Sport im Freien wieder angeboten wird, ist für Lang längst überfällig.

Outdoortraining wird es vorerst beim Boxclub Kaufbeuren nicht geben. Zwar hätte es Vorstand und Trainer Roman Slobodyanikov liebend gerne, dass sich seine vier- bis sechsjährigen Kampfkatzen austoben, doch die Herausforderung ist ihm zu hoch. „Wir haben bessere Möglichkeiten, Training in der Halle anzubieten. Von daher müssen wir noch abwarten“, bittet er seine Mitglieder um Verständnis. Auch seien die Trainingsmaßnahmen im Freien natürlich wetterabhängig. „Du musst hier sehr flexibel sein und ständig improvisieren.“

Stefan Günter

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