Vom Ringer nun zum Fußballer

Georg Steiner ist neuer BSK-Vorstand und hat viel vor

Georg Steiner ist jetzt neuer BSK-Vorstand.
+
Georg Steiner ist jetzt neuer BSK-Vorstand.
  • Stefan Günter
    VonStefan Günter
    schließen

Kaufbeuren-Neugablonz – Der Name Georg Steiner ist in Ringerkreisen ein Begriff. Jahrelang war der 55-Jährige Abteilungsleiter beim TSV Westendorf und führte auch den Gesamtverein an. Jetzt steht er dem BSK Olympia Neugablonz vor. Bei der Generalversammlung wurde er von den Mitgliedern einstimmig zum neuen BSK-Chef gewählt. Er löst damit nach 32 Jahren Peter Seidel ab, der dem Verein in vielen Positionen - zuletzt als Vorstand - zur Verfügung stand. Der Kreisbote hat sich mit Georg Steiner unterhalten.

Herr Steiner, Sie waren viele Jahre lang stets mit dem Ringkampfsport verbunden. Nun sind Sie Vorstand des BSK Olympia. Wie kam es dazu?

Steiner: Vor vielen Jahren bin ich schon auf den Fußballplatz gegangen, habe immer wieder die Spiele des BSK verfolgt. Im Waldstadion wurde und wird meiner Meinung nach der technisch beste Fußball gespielt. Mir hat es immer viel Freude bereitet, dort zuzuschauen. Ich bin dann auch zum Stadionsprecher geworden. Diese Aufgabe übe ich nun auch schon seit drei Jahren aus. Dadurch bin ich auch mit Peter Seidel in Kontakt gekommen, der eines Tages sagte, ich könnte doch sein Nachfolger werden. Ich habe mir bewusst sehr viel Zeit mit der entscheidung gelassen, weil ich nach der deutschen Meisterschaft 2019 mit den Ringern ausgebrannt war. Ich legte eine Pause ein und habe signalisiert, erst nach zwei Jahren dieses Amt übernehmen zu wollen.

Sie haben den TSV Westendorf in seiner Hochzeit in der Bundesliga geleitet. Nun führen Sie die Geschicke des BSK. Was spornt Sie an?

Steiner: Das Gute ist, dass wir beim BSK Neugablonz viel bewegen können. Wir werden die Jugend noch besser unterstützen. Nur geschultes Personal darf die Kinder trainieren. Wir haben hier im Verein hervorragende Jugendtrainer. Unsere Jugendlichen sollten für Neugablonz in den höheren Ligen spielen, damit sie nicht zu anderen Vereinen wechseln müssen.

Ich höre schon jetzt einen gewissen Stolz bei Ihnen heraus.

Steiner: Ja, es ist toll einen Traditionsverein mitgestalten zu dürfen. Ich wohne nun seit über einem Jahr in Neugablonz. Mit der Personalie Dragan Lazic haben wir einen engagierten Mann, der etwas bewegen kann und will. Er ist immer bereit für ein Training, auch für die Schichtarbeiter gibt es zusätzliche Einheiten. Dragan ist bereit, Jugendspieler aufzubauen. Das ist für uns ein sehr wichtiges Ziel für die Zukunft.

Welche Visionen verfolgen Sie noch?

Steiner: Wenn wir es schaffen, neben dem Waldstadion einen Trainingsplatz zu bekommen, haben wir nicht nur sehr viel erreicht, sondern auch eine Mammutaufgabe mit Bravour gemeistert. Wir haben leider ein zerpflücktes Trainingswesen. Das ist nervig und sehr zeitaufwendig für alle Mannschaften des BSK. Das ist kein Zustand. Ich kenne Dorfvereine, die solche Trainingsverhältnisse haben wie wir. Ein Vereinsheim sollte in unmittelbarer Nähe zu einem Sport- und Trainingsplatz sein. Wir werden mit der Gemeinde Germaringen und der Stadt Kaufbeuren darüber sprechen.

Mit Dennis Starowoit, Thomas Glüder und Raimund Hiemer gibt es drei Urgesteine des Vereins, die ebenfalls im Vorstand sind. Sie kennen den Verein wie ihre Westentasche. Wie wichtig ist Ihnen das Trio?

Steiner: Für mich war es primär eine Voraussetzung, sie mit im Boot zu haben. Sonst hätte ich dieses Amt auch nicht bekleidet. Ich brauche Menschen um mich herum, denen ich vertrauen kann, wie auch Stefan Günter als meinen Stellvertreter. Es ist ganz wichtig, dass Dennis, Thomas und Raimund dabei sind. Sie kennen den Verein, weil sie für den BSK stehen. Es sind wichtige Persönlichkeiten.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Daniel Oppolzer sagt dem ESVK Servus
Kaufbeuren
Daniel Oppolzer sagt dem ESVK Servus
Daniel Oppolzer sagt dem ESVK Servus
Personelle Veränderungen bei den SG-Handballern aus Biessenhofen und Marktoberdorf
Kaufbeuren
Personelle Veränderungen bei den SG-Handballern aus Biessenhofen und Marktoberdorf
Personelle Veränderungen bei den SG-Handballern aus Biessenhofen und Marktoberdorf

Kommentare