Zwölf Niederlagen in Folge: ESVK-Coach Uli Egen im Kreisboten-Interview zur aktuellen Lage

Wieder an die eigene Stärke glauben

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ESVK-Coach Uli Egen: „Wir müssen viele Gespräche führen”.

Kaufbeuren – Die sportliche Leitung des ESV Kaufbeuren hat auf die gravierende Verletzungsmisere reagiert. Mit sofortiger Wirkung kehrt Michael Kreitl zum ESVK zurück.

Kreitl spielte diese Saison bei seinem Heimatklub EC Peiting in der Oberliga Süd. ESVK-Vorstand Andreas Settele: „Wir möchten uns auf diesem Wege beim EC Peiting und dessen Geschäftsführer Peter Gast herzlich bedanken. Sie haben Michael und dem ESVK keine Steine in den Weg gelegt und den Wechsel nach Kaufbeuren, trotz eines bestehenden Vertragsverhältnisses, kurzfristig möglich gemacht.“ Auf Seiten des Tabellenletzten der DEL 2 sei man überzeugt, dass man mit dem erfahrenen Mittelstürmer genau den richtigen Spielertypen gefunden habe. 

Schon im Heimspiel gegen die Kassel Huskies wird Kreitl im Trikot des ESV auflaufen. Coach Uli Egen freut sich über einen Spieler, der dem Team in dieser geraden wichtigen Situation nur weiterhelfen kann: „Mit Kreitl bekommen wir einen Spieler, der am Bullypunkt seine Stärken hat und der im Über- und vor allem auch im Unterzahlspiel ein wichtiger Faktor sein kann. Dazu ist er mit seiner langjährigen Profi-Erfahrung geradezu prädestiniert dafür, junge Spieler zu führen“.

DerKreisbote nutzte die kurze Pause in der DEL 2, um bei Headcoach Uli Egen nachzufragen. 

Kommt Ihnen die momentane Lage so vor wie in einem schlechten Film? 

Egen: „Es ist für uns eine sehr schwierige Situation. Zudem ist es bitter, dass 50 Prozent aller Spieler verletzt sind. Wir können jetzt nur abwarten, dass der eine oder andere Spieler wieder zurückkommt. Allerdings müssen wir weiterhin improvisieren“. 

Zwölf Spiele in Folge nicht gewonnen. Das klingt hart und ist Realität. 

Egen: „Wir haben ja nicht schlecht gespielt. Nur können wir derzeit keine Akzente setzen. Das stimmt mich schon etwas traurig. Wenn du nur elf oder zwölf Spieler im Training hast, musst du aus dieser Situation eben das Beste machen. Wir haben uns ja nicht abschlachten lassen, trotz des eben kleinen Kaders, den wir haben“. 

Wie gehen Sie mit dem Druck um? 

Egen: „Natürlich gibt es von Seiten des Vorstandes Druck. Aber den gibt es überall. Wir haben ja am Anfang der Saison komplett gespielt. Da waren wir konkurrenzfähig. Jetzt muss ich trotz der Ausfälle mit dem Material, welches mir momentan zur Verfügung steht, weiterarbeiten“. 

Welches Ziel kann sich der ESVK für die nächste Zeit stecken? 

Egen: „Wir können und erst einmal keine Ziele stecken, da der Kader nicht komplett ist. Unsere Priorität ist erst einmal, dass wir wieder gewinnen. Das ist Fakt. Wir sind spielerisch nicht weit weg. Allerdings lassen bei den Spielern die Kraft und die Konzentration nach“. 

Jetzt am Freitag kommt Kassel, am Sonntag geht die Reise in die Lausitz. Gibt es da wieder etwas Licht am Ende des Tunnels? 

Egen: „Wenn wir zum Wochenende wieder einige Spieler dazu bekommen, sieht die Sache wieder etwas rosiger aus. Doch momentan ist es wichtig, dass wir viele Gespräche mit den Cracks führen. Wir wollen sie dadurch wieder motivieren. Sie sollen wieder an ihre Stärken glauben“. 

von Stefan Günter

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