SVK momentan auf einem Relegationsplatz

Krise oder Durchhänger?

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Maximilian Ebert verpasste in der elten Minute die Chance auf die Führung.

Kaufbeuren – „Wir haben keine Krise, nur eher einen Durchhänger“, sagte SVK-Akteur Matthias Vetter nach der 0:3-Heimniederlage gegen Türkspor Augsburg. Gegen den Aufsteiger konnte die SVK zwar im ersten Durchgang das Spiel noch offen gestalten, allerdings war gegen die spielerisch besseren Gästekicker im zweiten Durchgang kein Kraut gewachsen.

Dabei hatte Coach Norbert Schmidbauer im Vorfeld kein gutes Gefühl. Der 58-jährige Übungsleiter durfte recht behalten. Neben Dominik Zinner und Lukas Zink (beide verletzt), fehlte urlaubsbedingt noch Alexander Schmidbauer. 

Dabei begann das Spiel gegen den Liga-Neuling mit einer Chance durch Michael Uhrmann. In der elften Spielminute hatte Kaufbeurens Maximilian Ebert erneut die Möglichkeit zur Führung, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Der Gastgeber operierte mit langen Bällen, doch Augsburg demonstrierte seine Stärke im Defensivverbund. 

Türkspor erspielte sich leichte Feldvorteile und konnte in der 31. Minute zum ersten Mal jubeln. Weil sich zwei Kaufbeurer Abwehrspieler selbst behinderten, nutzte Yildirim Dömnez das Durcheinander, lief alleine auf Torwart Bernd Grund zu und überwand ihn zur 1:0-Führung. Noch vor der Pause knallte Aldin Medara aus rund vier Metern die Kugel an den Pfosten. 

Die Gäste kamen nach dem Wiederanpfiff besser ins Spiel. Nach drei Minuten klingelte es erneut im Kaufbeurer Kasten. Nach einem etwa 30 Meter getretenen Steilpass auf Patrick Wurm lief er alleine auf Bernd Grund zu. Mit einem Außenrissschlenzer beförderte er die Kugel am SVK-Schlussmann vorbei zum 2:0 (48.). 

Die Gäste kontrollierten daraufhin die Partie. Grund war es zu verdanken, dass Türkspor seine Führung nicht ausbaute. Kaufbeuren zeigte sich zwar bemüht, konnte sich aber keine weitere Torchance herausspielen. 

Augsburg blieb mit seinem Konterspiel gefährlich. In der 67. Minute sorgte erneut Yildirim Dömnez für die Entscheidung, als er nach einem Kopfballduell den Ball dankend annahm und zum 3:0 vollendete. (67.). Daraufhin gingen die Gäste auch etwas fahrlässig mit ihren Torchancen um, als in der 75. Minute ein Türkspor-Akteur aus kurzer Distanz den Ball ans Lattenkreuz donnerte. Die SVK hatte zwar noch die Möglichkeit, das Ergebnis zu korrigieren, doch eine Kopfballchance durch Maximilian Ebert konnte Gästetorwart Christoph Heckert ohne Probleme parieren. 

Für Kaufbeuren war es die sechste Niederlage. Was auch bedeutet, dass die SVK jetzt wohl definitiv andere Ansprüche stellen muss. „Wir werden wohl auch in den kommenden Spielen gegen Kissing und Meitingen nicht konkurrenzfähig sein“, hofft Coach Norbert Schmidbauer bald auf die Rückkehr seiner Offensivkräfte Zink und Zinner. Doch wie seine Spieler, will auch er von einer Krise nichts wissen. „Die verletzten Spieler, die wir wieder zurückkommen, brauchen die Zeit, um an ihre Leistung, an ihr Niveau heranzukommen“. 

Matthias Vetter ist sich bewusst, dass man sich nur gemeinsam aus dem kleinen Tief heraus kämpfen müsse. Die Zuversicht in Person ist auch Maximilian Ebert: „Wir werden die nächsten Spieler wieder positiver gestalten“. Momentan ist die SV Kaufbeuren auf einen Relegationsplatz abgerutscht. Da Kaufbeuren am kommenden Wochenende spielfrei hat, könnten die Wertachstädter allerdings auf den letzten Platz durchgereicht werden.

von Stefan Günter

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