Benefiz

Legendenspiel für den guten Zweck: ESVK trifft auf den EV Landshut

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Hockey for Hope-Vorstand Alexander Uhrle.

Kaufbeuren – Wer im Eishockey an brisante und hitzige Duelle denkt, kommt am ewigen Schlager ESV Kaufbeuren gegen EV Landshut nicht vorbei. „Landswut gegen Raufbeuren“ war wohl die bekannteste Schlagzeile in den 1980er Jahren. Der Verein „Hockey for Hope e.V.“ wird am kommenden Samstag, 30. März um 19 Uhr einige Erinnerungen an alte Zeiten wiederaufleben lassen. Beide Kontrahenten stehen sich bei einem Benefiz-Legendenspiel in der Kaufbeurer erdgas schwaben arena gegenüber.

In diesem wohl einzigartigen Duell sollen Spenden für drei Organisationen eingesammelt werden: für die Weihnachtsbeihilfe der Stadt Kaufbeuren, das Caritas Waisenhaus in Landshut und die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Biberburg in Pforzen.

Große Namen haben sich angekündigt, die zu ihrer aktiven Zeit herausragende Cracks auf dem Eis waren. Die Rede ist beispielsweise von Dieter Medicus, Beppo Riefler, Manfred Schuster, Didi Hegen und Horst Heckelsmüller auf Kaufbeurer, Eric Dylla, die Wagner-Brüder, Mike Smazal oder Bernd Truntschka auf Landshuter Seite. Mit dem Kult-Referee Pompeo Ondertoller leitet eine echte Schiedsrichterlegende diese Partie. Der mittlerweile 75-Jährige wurde im Jahr 2013 in die deutsche „Hall of ­Fame“ aufgenommen. Das Rahmenprogramm kann sich ebenfalls sehen lassen: So werden Artistica Anam Cara, der Eiskunstlaufverein Bad Wörishofen und die Cheerleader „Elements“ der Footballer der Allgäu Comets aus Kempten die Zuschauer unterhalten. Übrigens wird auch Schirmherr Basti Schwele seine Schlittschuhe schnüren. Der gebürtige Buchloer stand zu seiner aktiven Zeit auch für den ESVK auf dem Eis.

Da der Eintritt frei ist, werden jedoch Spenden für den guten Zweck erbeten. Sämtliche Erlöse fließen in die drei Projekte. Die Trikots aus dem Legendenspiel werden im Nachgang auf der ebay-Auktionsplattform ersteigert.

Nachgefragt bei Vorstand Alexander Uhrle

Ist es für Sie etwas Besonderes, dass es für einen guten Zweck nun zu diesem Legenden-Spiel kommt?

Uhrle: Es ist schön, ehemalige Spieler wieder auf dem Eis zu sehen und hautnah zu erleben. Das werden wir in dieser Form wohl nicht mehr zu Gesicht bekommen. Im Sport gibt es viele Namen, die kommen und gehen, aber es gibt nur wenige Namen, die dauerhaft bleiben. Ich habe gerade dies für mich Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre bewusst wahrgenommen. Für mich ist das persönlich sehr toll und aufregend, die Stars von einst zu sehen.

Also haben Sie auch eine gewisse Vorfreude?

Uhrle: Ja, aber ich bin überzeugt, dass auch viele Zuschauer das toll finden, sich wieder etwas jünger zu fühlen. Sie sehen einige Spieler aus ihrer damaligen Zeit. Damit werden gewisse Erinnerungen wieder wach. Letztendlich haben wir mit dem Rahmenprogramm und dem Benefizspiel ein Gesamterlebnis für den guten Zweck.

Wie viel Arbeit steckte in den Vorbereitungen zum Legendenspiel?

Uhrle: Bei dem Benefizspiel habe ich es schon etwas unterschätzt. Es war deutlich mehr Arbeit als gedacht, besonders bei den Auflagen habe ich es gespürt. Dafür ist während des Spiels jetzt dann weniger zu tun als beispielsweise bei einem Turnier. Jetzt beim Legendenspiel werden wir besonders von Externen unterstützt, da greifen viel mehr Rädchen ineinander. Das hilft uns sehr weiter.

Hockey for Hope steht heuer ja noch das große Benefizturnier bevor. Sie haben also viel zu tun.

Uhrle: Neben dem Benefizturnier mit der deutschen Nationalmannschaft kommt vielleicht sogar noch eine dritte Veranstaltung dazu. Hier sind wir gerade erst am Anfang der Planungen. Die Mitglieder investieren nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld. Bei den Benefizveranstaltungen oder jetzt auch bei dem Legendenspiel ist unser Ziel, dass die Spenden­summen relativ hoch sind. Die typischen Verwaltungskosten, die bei einem Verein anfallen, werden komplett von den Mitgliedern gestemmt, also auch vom Vorstand. Wir wollen für jede Veranstaltung das Maximum herausholen.

Welche Erwartungen haben Sie persönlich an das Legendenspiel zwischen dem ESVK und EV Landshut?

Uhrle: Ich wünsche mir natürlich eine große Kulisse, weil damit den Spielern und auch den Künstlern, die auftreten, und auch den Spendenempfängern, also den bedürftigen Organisationen, am meisten geholfen ist. Zudem erhoffe ich mir auch eine gute Stimmung bei diesem Spiel.

von Stefan Günter

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