"Mit der Elf hätten wir die drei Punkte holen können“

Fast ersten Saisonsieg geschafft

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Keine Chance hatte SVK-Torwart Bernd Grund beim 0:1 durch den Raistinger Florian Breitenmoser.

Kaufbeuren – Die SpVgg Kaufbeuren hat dem Bayernliga-Absteiger SV Raisting zu Hause einen Punkt abgetrotzt. Die Wertachstädter holten gegen die Oberbayern am Ende ein 1:1-Unentschieden, hätten aber aufgrund der besseren zweiten Hälfte und der Chancen auch den ersten Saisonsieg feiern können.

„Die Leistung war von allen super. Mit der Elf hätten wir die drei Punkte holen können“, so das Fazit von SVK-Stürmer Dominik Zinner nach dem Schlusspfiff gegen die Oberbayern. 

Nach einer viertel Stunde passierte überhaupt nichts im Parkstadion, ehe dann doch die Gäste mehr vom Spiel hatten. Manuel Blatt scheiterte in der 23. Minute knapp an SVK-Schlussmann Bernd Grund. Der Bayernliga-Absteiger war nun mehr am Drücker, Kaufbeuren verteidigte gut und ließ weiterhin nichts zu. 

Doch die Oberbayern kamen immer besser ins Spiel. Ludwig Huber scheiterte im Fünfmeterraum am gut postierten Bernd Grund, der den Ball noch abwehren konnte. Doch fünf Minuten vor der Pause nutzte Florian Breitenmoser einen Abpraller zur 1:0-Führung für die Gäste. 

Glück für Kaufbeuren in der 44. Minute: Ludwig Huber fiel zwar im SVK-Strafraum, doch Schiedsrichter Tobias Schulte ließ weiterspielen. „Wir hätten im ersten Durchgang mehr Druck machen können. Wir waren besser im Spiel, konnten aber daraus keinen Profit schlagen oder Chancen kreieren. Wir standen zu oft im Abseits. Mitte der ersten Halbzeit war Raisting schon überlegen“, bilanziert SVK-Abwehrspieler Emanuel Richter. 

Kaufbeuren kam mit mehr Elan und Willensstärke aus der Pause. Durch die Einwechslung von Maximilian Moll wirkte die gesamte Mannschaft explosiver. Binnen einer Minute hatte allein Patrick Zinner zwei Tormöglichkeiten (55./56.). Kaufbeuren war am Drücker. In der 65. Minute zeigte Maximilian Moll eindrucksvoll seine Qualitäten. Nach einem Konter konnte er den Raistinger Schlussmann Urban Schaidhauf mit einem schönen Heber zum 1:1 überlisten. Doch die Gäste gaben sich längst nicht geschlagen. Kevin Enzi kam in der 71. Minute freistehend zum Kopfball, doch war dies keine Gefahr für SVK-Torhüter Bernd Grund. 

Mit dem jungen A-Jugendspieler Michael Uhrmann wechselte Schmidbauer nicht nur einen talentierten, sondern auch pfeilschnellen Spieler ein (77.), der ein ums andere Mal seine Qualitäten aufblitzen ließ. Ludwig Huber und Michael Stoßberger hätten für Raisting noch das Ding zu ihren Gunsten entscheiden können. Den Schlusspunkt einer besseren zweiten Hälfte aus Sicht der SVK setzte Lukas Göttle, der nach einem Distanzschuss nochmals Urban Schaidhauf prüfte. 

Stürmer Dominik Zinner: „Wir haben abgesehen von der ersten, dann aber in der zweiten Halbzeit gut gespielt. Der letzte Pass in die Schnittstelle hat heute gefehlt. Wenn hier etwas mehr Druck dahinter gewesen wäre, dann hätten wir die Chancen auch machen können. Einziges Manko waren die Konterchancen, die wir nicht genutzt haben. Die würden zum Sieg reichen“. Ihm mache dies nach drei Spieltagen überhaupt keinen Druck: „Es sind bis jetzt zwei Punkte. Der Knoten wird platzen“. 

Mit Benjamin Kleiner (Sperre), Maximilian Ebert, Lukas Zink, Mathias Vetter (alle verletzt) und Johannes Schmidbauer fehlten dem Trainergespann Kress/Schmidbauer fünf Stammkräfte. Schon am kommenden Samstag, 1. August kommt es zum ersten Allgäu-Derby bei der Regionalliga-Reserve des FC Memmingen.

von Stefan Günter

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