Erfolge für Kaufbeurer Judoka bei Deutscher Meisterschaft U21

Heftiger Paukenschlag

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TVK-Judochef Dieter Zimmermann ist mächtig stolz auf die Medaillengewinner Lisa Dollinger und David Karle.

Kaufbeuren/Frankfurt (Oder) – Bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der U21 in Frankfurt/Oder haben sich die beiden Kaufbeurer Judoka David Karle und Lisa Dollinger aufs Treppchen gekämpft.

Dabei sorgten beide Athleten für einen Paukenschlag: Karle holte sich den Vizetitel und Dollinger sicherte sich nach ihrer langen Verletzungspause Rang drei. Ziel war es auch einen guten Eindruck bei den Nationaltrainern zu machen. Lisa Dollinger gewann gleich ihren Auftaktkampf gegen Pia Kampes (JC 1958 M’gladbach). 

In ihrem zweiten Duell stand sie Lisa Müller aus Leipzig gegenüber. Mit einer Innenschenkeltechnik (Uchi Mata) ging die Sächsin mit vier Punkten in Führung. Lisa Dollinger versuchte noch alles, um das Blatt zu wenden, doch musste diesen Kampf als verloren abhaken. 

Fortan ging es nun durch die Trostrunde, um den Traum von einer Medaille weiter realisieren zu können. Dank ihrer mentalen Stärke schaffte sie über Umwegen den Sprung ins kleine Finale. Larissa Timm (Hamburg), Sarah Gregor (Brandenburg) und Merle Wittekindt (Niedersachsen) spürten den Siegeswillen der Kaufbeurerin. 

Im Kampf um Bronze lag die 19-Jährige bereits mit zwei Verwarnungen wegen Passivität zurück, zwang aber nach einem Schulterwurf Johanna Blietz vom ausrichtenden Verein in die Matte, wo Dollinger gleich den Kampf im Boden suchte. Sie nahm die Lokalmatadorin in einen Haltegriff und sicherte sich somit kurz vor Ende der Begegnung ihre Bronzemedaille. „Ich wusste anfangs nicht, wie ich ins Turnier hineingehen sollte. Mir war klar, dass ich noch nicht soweit bin. Ich habe aber alles aus mir herausgeholt und bin natürlich froh, dass ich nun Dritte geworden bin“, so das erfreuliche Fazit von Lisa Dollinger. 

Unachtsam im Finale 

Mit dem Ziel, eine Medaille zu holen, demonstrierte David Karle von Beginn an den nötigen Kampfeswillen. In seinem ersten Kampf besiegte er den Niedersachsen Maik Dittrich. Hakob Latschinian (Hessen) war der Nächste, der den unbändigen Siegeswillen des Kaufbeurers zu spüren bekam. Mit vielen kleinen Techniken setzte er ihn so unter Druck, dass Karle am Ende mit 3:1 als Sieger von der Matte ging. Selbst Georg Siegemund (Olympiastützpunkt Berlin) fand keine Mittel. Der Gladbacher Maxime Junghänel stand gegen David Karle mit 0:10 ebenfalls auf verlorenem Posten. Eine Medaille hatte der Kaufbeurer nun sicher. 

Ein durchaus spannendes Duell lieferte sich der Nationalkämpfer gegen Philipp Leon Cedric (Schleswig-Holstein). Beide kennen sich in- und auswendig. Als David Karle seinen starken Hüftschwung ansetzte, konterte ihn der Norddeutsche mit Ura-Nage (Rückwärtswurf), was für den Kaufbeurer am Ende den zweiten Platz bedeutete. „Sicherlich bin ich stolz auf meine Leistung, wenngleich ich doch Erster werden wollte“, sei es für Karle ein guter Schritt gleich zu Saisonbeginn gewesen. Er habe nach intensiven Vorbereitungen zum richtigen Zeitpunkt seine Leistung abgerufen. 

Dass er im Finale nicht hochkonzentriert zu Werke ging, sei bitter für ihn und wurde von seinem Gegner eiskalt bestraft. „Mit einer Silber- und einer Bronzemedaille können die Landestrainer und ich sehr zufrieden sein. Umso mehr freut es mich, dass es bereits drei Medaillen sind, die Kaufbeurer Judokas in diesem Jahr bei Deutschen Meisterschaften erkämpfen konnten“, zieht auch TVK-Judochef Dieter Zimmermann ein mehr als positives Fazit. 

Derweil geht es für Dollinger und Karle sportlich weiter. Vom 20. bis 22. März stehen beide bei European-Cups auf der Matte. So können Dollinger in Bad Blankenburg (Thüringen) und Karle in Bremen wichtige Punkte für die Qualifikation zu den Europameisterschaften sammeln.

von Stefan Günter

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