Torspektakel im Waldstadion

SV Kaufbeuren triumphiert mit 5:3 beim BSK Neugablonz

Die SpVgg Kaufbeuren feierte ihren Sieg ausgelassen im Waldstadion.
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Die SpVgg Kaufbeuren feierte ihren Sieg ausgelassen im Waldstadion. Der BSK Olympia Neugablonz hatte das Nachsehen.
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Kaufbeuren – Vier Jahrzehnte hat es gedauert: Nun standen sich wieder in einem Punktspiel der BSK Olympia Neugablonz und die SpVgg Kaufbeuren gegenüber. Die knapp 300 Zuschauer im Waldstadion – coronabedingt waren nicht mehr zugelassen – sahen ein wahres Torspektakel. Doch am Ende jubelte nur die SVK, die mit 5:3 siegreich hervorging.

Hängende Köpfe beim Gastgeber, fröhliche Gesichter bei der Spielvereinigung nach dem Schlusspfiff – das Ende dieses Derbys konnte bei beiden Teams nicht unterschiedlicher sein. Schon der Beginn dieses Gipfeltreffens war fulminant. Camara Paboy traf bereits in der fünften Spielminute für die SVK. Doch Neugablonz blieb davon unbeeindruckt. Ein sehenswerter Treffer von Mathias Franke (12.) und ein verwandelter Foulelfmeter durch Benjamin Maier (15.) brachte die Hausherren mit 2:1 in Front. Beide Teams agierten offensiv, zur Freude der Zuschauer. Johannes Martin glich erneut aus (22.). Benjamin Maier sorgte mit seinem zweiten Treffer in diesem Spiel für die erneute Führung des BSK. Es sollte der letzte Vorsprung sein. In der 32. Minute klingelte es abermals, allerdings im Tor des Gastgebers. Robin Conrad erzielte das zwischenzeitliche 3:3. Das ganze Spektakel konnte SVK-Coach Mahmut Kabak nicht verfolgen, weil er einen Schwächeanfall während der Partie erlitt. Nach Wiederanpfiff dominierte nur noch eine Mannschaft. Die SpVgg Kaufbeuren machte mit zwei Kontertoren durch Robin Conrad (57.) und Johannes Martin (65.) den Deckel drauf.

Von einem hitzigen Duell war überhaupt nichts zu sehen. Schiedsrichter Andreas Hummel hatte die Partie von Beginn an im Griff, strahlte Ruhe, Routine und Souveränität aus.

Während die SVK nach dem Schlusspfiff jubelte, hingen die Köpfe beim BSK tief. „Kaufbeuren hat alles gegeben, sie wollten einfach mehr. Sie haben auch mehr Willen gezeigt“, zeigte sich Coach Dragan Lazic sehr enttäuscht. Mahmut Kabak, der sich zwischenzeitlich wieder erholt hatte, konnte zwar die gesamte Atmosphäre nicht genießen, „trotzdem bin ich echt stolz auf diese Mannschaft.“

Spieler Bora Imamogullari freute sich riesig über drei Punkte. „Diesen Sieg schenken wir unserem Coach.“ Für den 30-Jährigen sei die SVK einfach besser gewesen, weshalb man verdient gewonnen habe. In die gleiche Kerbe schlägt auch der zweifache Torschütze Robin Conrad. „Wir haben nach der Pause nichts mehr zugelassen. Die Gier nach dem Sieg war enorm, weil wir uns gegenseitig gepusht haben. Wille schlug heute Talent“, so sein Fazit. Verletzungsbedingt musste SVK-Abwehrspieler Maximilian Nieberle kurz vor dem Pausenpfiff ausgewechselt werden. Drei Jahre kickte er für den BSK. „Vor dem Spiel war ich schon etwas nervös. Wir haben eine gestandene Mannschaft bezwungen. Alle haben an einem Strang gezogen.“

Das wiederum kann Mathias Franke nicht behaupten. Auch für den 30-jährigen Spielmacher des BSK war es unterm Strich eine verdiente Niederlage. „Zuhause darfst du keine fünf Gegentore kassieren. Wir haben zu viele Fehler gemacht und zu wenig miteinander gesprochen“, wirkte Franke sichtlich zerknirscht. BSK-Chef Georg Steiner gratulierte nach dem Spiel SVK-Sportvorstand Thomas Neumann: „Kauf­beuren war aggressiver. Wir sind nach der Pause nicht mehr ins Spiel gekommen.“ Neumann ergänzte: „Es war ein verdienter Sieg für uns“. Dieses Stadtduell zog selbst Stefan Bosse in den Bann: „Als OB habe ich mir natürlich eine gleichmäßige Verteilung der Tore gewünscht, das Ergebnis geht aber absolut in Ordnung“, sah er ein packendes Derby mit dem besseren Ende für die SVK.

kb

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