Ist die Luft schon heraus?

SVK verliert zum dritten Mal hintereinander

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Beim dritten Treffer der Gäste war der Torwart der SVK, Frank Schmitt, chancenlos.

Kaufbeuren – Die derzeitige Situation bei der SpVgg Kaufbeuren macht Mannschaftskapitän Benjamin Kleiner doch etwas nachdenklich. Die 1:3-Niederlage am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen Türkspor Augsburg war die dritte Pleite in Folge. Zum ersten Mal in dieser Saison ist von einer Negativserie zu sprechen.

„Wir haben nicht schlecht Fußball gespielt, doch wir bringen es einfach nicht auf dem Platz“, hat für den 32-jährigen Abwehrchef die SVK die klar besseren Möglichkeiten im ersten Durchgang vergeben. „Der Gegner kommt gefühlt nur zweimal vor das Tor und macht zwei Treffer.“ Moustapha Salifou sah in der 33. Minute, dass Torwart Frank Schmitt zu weit vor dem Tor war, sein Distanzschuss aus rund 30 Meter schlug hinter dem Schlussmann ein. Die SVK kam trotzdem zu Möglichkeiten. Bora Imamogullari (36.) vergab ebenso eine Chance wie Stefan Meisel (37.) und Benjamin Kleiner (43.). Die Türken dagegen waren hier präziser. Dominic Robinson köpfte drei Minuten vor dem Seitenwechsel die Kugel zur 2:0-Führung ins Netz.

Hoffnung keimte nach dem Wiederanpfiff auf, als der torgefährlichste Spieler der Landesliga-Südwest, Stefan Meisel, zum 20. Mal die Kugel im Netz versenkte. Sein Kopfballtor in Minute 64 sollte eigentlich die SVK mobilisieren. Doch fünf Minuten später machte Ivan Ristovski per Kopf das 3:1 für Türkspor.

Die Luft sei raus, macht Kleiner unmissverständlich deutlich. Der Klassenerhalt war schon längst in trockenen Tüchern. Doch anstatt nochmals anzugreifen und ein besseres Ergebnis zu landen, klebt auch noch das Pech an den Schuhen der Spieler. „Der Kopf ist leider nicht mehr bei der Sache. Ich hoffe, dass in den letzten drei ausstehenden Punktspielen noch ein Ruck durch die Mannschaft geht und wir den einstelligen Tabellenplatz erreichen“, sagt Möller. Mit 40 Punkten liegt die SVK derzeit auf dem zwölften Rang.

Ligaprimus kommt

Ausgerechnet jetzt, wo es nicht so optimal läuft, kommt am Mittwoch, 9. Mai zum letzten Nachholspiel in dieser Saison der Tabellenführer TSV 1861 Nördlingen ins Parkstadion. Um 18.30 Uhr gibt sich der Meister und künftige Bayernliga-Aufsteiger die Ehre. Im Hinspiel trotzte Kaufbeuren den Riesern einen Punkt beim 1:1-Remis ab. „Ich bin dennoch guter Hoffnung, weil die Mannschaft intakt ist. Wir verlieren nicht mit Absicht“, müsse sich laut Kleiner die Mannschaft das Glück wieder arbeiten, dann könne auch nichts Schlimmeres passieren.

Etwas ratlos ist dagegen Cheftrainer Christian Möller, der weiterhin an seine Truppe glaubt. „Es wäre sehr schade, wenn wir unser gestecktes Ziel nicht erfüllen können.“ Für die SVK ist noch alles möglich. Nach Nördlingen geht es zum letzten Auswärtsspiel nach Gilching, ehe zum Saisonfinale der SC Oberweikertshofen zu Gast ist.

von Stefan Günter

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