„Maßstäbe ändern sich“

CSU-Hauptversammlung Kaufbeuren: Es bleibt (fast) alles beim Alten

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Der neue CSU-Vorstand mit: Ulf Jäkel (v. li.), Gertrud Gellings, Julia Constance von Stillfried (3., 2. und 1. Stellvertreter), Stephan Stracke, Ulrike Seidl und Matthias Queisser (Schatzmeister).

Kaufbeuren – „Wir stehen vor einer Veränderung der Maßstäbe in der Politik und müssen schauen, was den Menschen nützt“, mahnte MdB Stephan Stracke als Ortsvorsitzender bei der jüngst stattgefundenen Jahreshauptversammlung der CSU. Er gab zudem einen Rückblick auf das vergangene Jahr und die Entwicklung der aktuellen Ereignisse auf Bundesebene. Oberbürgermeister Stefan Bosse informierte über aktuelle lokale Themen und Fraktionschef Dr. Thomas Jahn berichtete über die Arbeit aus dem Stadtrat. Bei den Neuwahlen gab es keine wesentlichen Veränderungen.

„Wir sind gut aufgestellt“, sagte Stracke eingangs seiner Ansprache. Das breite Angebot an diversen geselligen Veranstaltungen würde von den Mitgliedern ebenso geschätzt wie die Stadtgespräche zu ausgewählten Themen, die auch von außerhalb stehenden Bürgern gerne angenommen würden. Damit wolle man Kaufbeuren „noch lebenswerter“ machen. Dem OB und der Verwaltung bescheinigte er, „Themen in unglaublicher Dichte und hoher Taktgeschwindigkeit“ voranzutreiben, wobei die Familienfreundlichkeit einen hohen Stellenwert einnehme.

Er streifte die Bereiche B12- Ausbau bis Kempten („eine politische Entscheidung“) sowie die Bahnhofsproblematik und zeigte sich besonders erfreut über die Entwicklung des Defizits am Klinikverbund, wobei er auf die sich ändernde Kliniklandschaft verwies, welche eventuell zu Kooperationen mit dem Augsburger Klinikum führen könnte. Der Ortsvorsitzende informierte über den Sachstand „Bundeswehr-Standort“, dessen frühere Ausgangslage heute nicht mehr gelte und Kaufbeuren in einem Prozess neu betrachtet werde. Bei einem geplanten Besuch des Generalinspekteurs der Bundeswehr am Fliegerhorst soll dieser von den Qualitäten des Standortes überzeugt werden. „Wir stehen vor wichtigen Entscheidungen und müssen gemeinsam die richtigen Grundlagen legen“, schloss der Vorsitzende.

In einem Grußwort betonte Oberbürgermeister Bosse die Wichtigkeit von „Vernetzungen“ und die Tätigkeit der Abgeordneten in Bund und Land. Er streifte die aus den Bürgerversammlungen bekannten Themen und unterstrich, dass die Zuwendungen des Freistaates an die Stadt in Höhe von 24 Millionen Euro „mehr als berechtigt“ seien. „Der Wind weht uns ins Gesicht, aber wir haben in fünf Jahren Kurs gehalten“, sagte Dr. Thomas Jahn und beklagte, dass aus seiner Sicht „die Republik immer weiter nach links kippt“. Er wünsche sich „Mut, sich gegen den Zeitgeist zu stemmen“. Er zeigte sich erfreut, dass der Stadtrat dem Antrag der CSU einstimmig gefolgt sei, die alte Fläche des Eisstadions zur Hälfte gewinnbringend zu gestalten und die andere Hälfte dem Jordanpark zuzuschlagen.

Neuwahlen

Die Vorstandswahlen brachten keine Überraschung. Das Team mit Stephan Stracke als Vorsitzendem und seinen bisherigen Stellvertretern bleibt bestehen. Geschäftsführerin Ulrike Seidl folgte als Schriftführerin auf Dr. Julia Hullman und die Funktion der beiden bisherigen Kassenprüfer Ernst Schönhaar und Heinz Simon werden zukünftig durch Klaus Scheidl und Christian Demel wahrgenommen. Zu Beisitzern wurden Johannes Böckler, Gerhard Bucher, Sigrid Chmiel, Helmut Folter, Joachim Joanni, Gerhard Limmer, Sylwia Pohl, Ernst Schönhaar und Dr. Cordula von der Ropp gewählt. Auch jeweils 16 Delegierte und Ersatzdelegierte für die Kreisvertreterversammlung standen am Ende fest. Die Ehrungen etlicher Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft werden eigens in einem besonderen Rahmen durchgeführt.

von Wolfgang Becker

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