"Tiefer in die Tasche greifen"

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SVM-Vorstand Max Merkel.

Mauerstetten – Wenn am 20. Juni die Vorbereitungsphase bei den Volleyballerinnen des SV Mauerstetten beginnt, dann stehen mit Maresa Klimpel, Daniela Günter, Felicitas Dammer und Anja Feix vier aktive Spielerinnen aus der vergangenen Spielzeit nicht mehr zur Verfügung. Erfolgstrainer Peter Maiershofen bleibt dem Team erhalten.

Nach dem Aufstieg von der Bayernliga in die Regionalliga wird der Kader punktuell verstärkt. Dass der Verein bei der Suche nach adäquaten Spielerinnen den Geldbeutel aufmacht, kommt für Vorstand Max Merkel überhaupt nicht in Frage. Auch wenn die Saison in der Regionalliga-Südost – bedingt durch die langen Auswärtsfahren zum Teil nach Oberfranken – auch finanziell teurer werden wird. Mit dem SV Mauerstetten, TSV Obergünzburg und TSV Sonthofen sind drei Allgäuer Teams in dieser Klasse vertreten. Der Kreisbote sprach mit Vereinsboss Max Merkel.

Es war aus SVM-Sicht eine sensationelle Saison mit dem Gewinn der Bayernligameisterschaft. Was bedeutet der Schritt in die Regionalliga für den Verein?

Merkel: Wir müssen hier tiefer in die Tasche greifen. Die Schiedsrichterkosten, die Verbandsabgaben, da kommt einiges auf uns zu. Ich bin aber überzeugt, dass dies durch die Sponsorengelder abzudecken ist.

Gab es für den SVM ein positives Echo nach dem Aufstieg in die Regionalliga-Südost?

Merkel: Nachdem wir jetzt die vergangenen Jahre an der Spitze der Bayernliga standen, ist es wieder einmal gut, den nächsten Schritt geschafft zu haben. Im Umkehrschluss hätten wohl einige Spielerinnen aufgehört. Die Reaktion von den Sponsoren und Gönnern ist aber gut.

Ist also für Sie das Volleyballteam nicht nur Ansporn, sondern auch Zugpferd des Vereins zugleich?

Merkel: Kaufbeuren kennt man vom Eishockey und so verbindet man Mauerstetten mit dem Volleyballsport. Noch zu Bundesligazeiten war ich der einzige, der vieles zeitlich stemmen konnte. Wenn ich was verspreche, dann setze ich es auch in die Tat um.

Wie schaut der Fahrplan für die nächsten Wochen aus?

Merkel: Am 20. Juni startet die Vorbereitungsphase. Für Anfang August ist ein Trainingslager angesetzt. Die Spielerinnen selbst arbeiten schon fieberhaft im Hintergrund mit. Es macht unbändigen Spaß, wobei wir während der Vorbereitung schon vor einigen Problemen gestellt sind. Drei Spielerinnen werden uns nicht immer zur Verfügung stehen, da sie in der Bayernauswahl stehen und auch in der Nationalmannschaft eingesetzt werden. Das wird ein großer Balanceakt.

Freuen Sie sich auf die Allgäuer Duelle mit Sonthofen und Obergünzburg?

Merkel: Mit Sicherheit. Darüber hinaus fiebern wir auch schon den Partien mit den Spitzenteams in der Regionalliga entgegen.

Was zeichnet denn Ihrer Meinung den SV Mauerstetten aus?

Merkel: Ich denke, dass bei uns in Bayern die Welt noch in Ordnung ist. Beim SVM spielen alle Spielerinnen unentgeltlich. Wir haben eine große Kameradschaft im Verein und auch in den Abteilungen. Es herrscht eine Harmonie. Ich finde, dass ist auch einer unserer Stärken.

Sie sind ja Fußballer durch und durch. Was reizt Sie an Volleyball?

Merkel: Es macht mir schon beim Zuschauen sehr viel Spaß. Die Partien sind ganz toll. Alle halten zusammen. Das Team bietet einen klasse Sport. Was willst du mehr als Vorstand?

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Stefan Günter

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