Test- und Freundschaftsspiele

Mehraufwand wegen Corona: Wie die Fußball-Teams die große Hürde meistern

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Viel Arbeit gibt es bei der Durchführung von Freundschaftsspielen für die Fußballvereine: Hier laufen die beiden BSK-Spieler Dennis Starowoit und Maximilian Nieberle (#17) im abgesperrten Bereich.

Kaufbeuren/Ostallgäu – Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat sich für den Re-Start enorm eingesetzt. Nachdem die Politik grünes Licht dafür gab, waren nun die Vereine am Zug. Die Partien am vergangenen Wochenende und die künftig angesetzten Test- und Freundschaftsspiele werden erst einmal ohne Zuschauer über die Bühne gehen.

Die Wiederaufnahme hat in Neugablonz und Germaringen ohne Probleme geklappt. „Respekt an den SV Stöttwang. Die Spieler sind aufgrund der kurzen Entfernung sogar schon umgezogen angereist“, so Oliver Baumann, sportlicher Leiter und Hygienebeauftragter des SVO Germaringen. Alles habe hervorragend funktioniert. Auf der Tribüne saßen die Auswechselspieler beider Mannschaften. Sonst war es sehr still im weiten Rund des Sportparks. Ein ähnliches Bild bot sich in Neugablonz. Für die Spieler gab es sogar einen extra Spielereingang. Bis auf die Gäste der Waldstub’n, die auf der Gaststättenterrasse im Waldstadion einen guten Blick auf das Spielfeld haben, war auch hier im weiten Rund keiner zugelassen. „Wir müssen die momentanen Regeln akzeptieren und auch annehmen“, so BSK-Trainer Rrust Miroci.

Fabian Härle leitete die Partie des BSK Olympia gegen den FC Memmingen. Auch für ihn sei es ein tolles Gefühl gewesen, nach so langer Zeit wieder auf dem Platz zu stehen. Härle, stellvertretender Obmann der Schiedsrichtergruppe Ostallgäu, muss sich als Referee ebenfalls an gewisse Spielregeln halten. Außerhalb des Platzes, also vorwiegend im Kabinengang, ist ein Mund-Nasen-Schutz Pflicht. Der elektronische Spielberichtsbogen wird nach dem Spiel daheim eingetragen. „Wir haben einen Leitfaden erhalten, an den wir uns natürlich halten müssen.“ Bis auf Weiteres werden die Testspiele nur von einem Schiedsrichter geleitet, auf Gespanne soll möglichst verzichtet werden.

Was den künftigen Verlauf von Freundschaftsspielen angeht, will Oliver Baumann kein Risiko eingehen. „Wir haben die Gesamtsituation nicht in der Hand. Wir müssen abwarten, wie sich die kommenden Wochen entscheiden.“ Ein etwas düstereres Bild zeichnet dagegen Thomas Göttle vom FC Buchloe: „Ich hoffe einfach nur, dass wir nicht wieder in die Schranken verwiesen werden.“ Der Trainer des FC Buchloe hat nach dem ersten Testspiel trotzdem etwas Bauchschmerzen. „Ganz ehrlich, ich habe momentan einfach kein gutes Gefühl.“

von Stefan Günter

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