Torjäger der SVK macht beide Tore beim 2:0-Heimsieg über Mering

Es Meiselte wieder

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Kaum vom Ball zu trennen ist SVK-Offensivspieler Stefan Meisel (blaues Trikot), der gegen Mering zweimal traf.

Kaufbeuren – „Wir haben völlig verdient gewonnen.“ Für Cheftrainer Christian Möller waren die Sorgenfalten aufgrund der angespannten Personallage am Ende wie weggeblasen. Der 2:0-Sieg im Heimspiel gegen den SV Mering war nicht nur wichtig, sondern zeigt auch, dass mit der SpVgg Kaufbeuren immer zu rechnen ist. Auch wenn mit Torwart Frank Schmitt, Emanuel Richter und Patrick Eckers drei Stammspieler fehlten.

Von Anfang an präsentierte sich der Gastgeber hochkonzentriert. Nach einer schönen Kombination hatte Michael Uhrmann bereits die 1:0-Führung auf dem Fuß, doch sein Schuss war zu zentral, was Schlussmann Adrian Wolf keine Probleme bereitete. Immer wieder versuchte der SVM seinen gefährlichen Stürmer, Markus Gärtner, mit langen Bällen bei Laune zu halten und ins Spiel zu bringen. Das klappte nicht immer. Nach einer überragenden Passstafette lief Lukas Greif Richtung gegnerisches Tor und wurde im Strafraum gelegt. Stefan Meisel verwandelte in der 26. Minute eiskalt zur 1:0-Führung für die Hausherren. Zehn Minuten später trug Kaufbeuren einen schnellen Konter vor, Meisel bekam die Kugel erneut vor die Füße und setzte sich im Spiel eins gegen eins mehrmals durch und schaffte es noch in brillanter Manier Schlussmann Wolf ein zweites Mal zu bezwingen. „Da hat er in unglaublicher Torjägermanier den Ball über ihn drüber gelupft. Das war ein sehenswerter Treffer“, freut sich Coach Möller über die Saisontore 17 und 18.

In der Folge probierte es Mering immer wieder und wieder, doch das von Stefan Wiedemann angeführte Team scheiterte stets an der gegnerischen Abwehr der Kaufbeurer. Über Standardsituationen blieben die Gäste aber stets gefährlich. Noch vor der Pause hatte Stefan Meisel die Möglichkeit auf einen Hattrick, seine Volleyabnahme aus rund 20 Metern ging nur knapp am Tor vorbei. „Hätten wir nach dem Seitenwechsel das 3:0 erzielt, wäre das Spiel vorzeitig gelaufen“, so der 44-jährige Übungsleiter. Dabei freute er sich über das starke Zweikampfverhalten seiner Jungs im ersten Durchgang. „So stelle ich mir das vor.“

Mering brachte neue Kräfte ins Spiel. War das Konterspiel in den ersten 45 Minuten noch erfrischend, so wurde zu leichtfertig nach dem Seitenwechsel der Ball nach vorne geschlagen. Die Folge waren überflüssige Ballverluste, die Mering dankend annahm. Kaufbeu­ren beschränkte sich in dann auf seine Defensivarbeit. Markus Gärtner versemmelte in der 70. Minute eine große Möglichkeit für die Gäste, doch die Innenverteidiger Benjamin Kleiner und Michael Stahl ließen genauso nichts anbrennen wie Schlussmann Daniel Baltzer. Etwas hitzig ging es noch in der Schlussphase zu: Maximilian Süli flog nach einem wiederholten Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz. Markus Gärtner packte der ganze Frust, als er nach einer Beleidigung in Richtung SVK vom gut leitenden Unparteiischen mit der Roten Karte bestraft wurde. „Das war eine Beleidigung unter die Gürtellinie“, so Christian Möller, der im Nachgang nicht mehr darauf eingehen wollte.

Für SVK-Spieler Simon Ried war die geschlossene Mannschaftsleistung Erfolg für die drei Punkte. „Wir haben läuferisch und kämpferisch dagegengehalten. Selbst Domenik Bachmann freut sich: „Es war von Beginn an ein Kampfspiel und wir hatten heute einen Stefan Meisel, der die beiden wichtigen Tore erzielt hat.“ Der 32-jährige Offensivspieler hat unterdessen die Führung in der Torjägerliste übernommen. Mit seinen 18 Treffern liegt er derzeit vor Ramon Adofo (17, TSV Gilching) und Philipp Buser (16, TSV 1861 Nördlingen).

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