Handballer der SG Kaufbeuren-Neugablonz müssen Abgänge verkraften

Mihaly More macht weiter

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Coach Mihaly More geht mit seinem Team in die dritte Saison. Hier ist er im Bild mit Abteilungsleiter Werner Schenk (re.).

Kaufbeuren – Die Spielgemeinschaft Kaufbeuren-Neugablonz und Mihaly More gehen gemeinsam in die dritte Handball-Saison. Nachdem die SG in den vergangenen beiden Jahren die Bezirksoberliga-Runde jeweils mit Platz drei abgeschlossen hat, hält Abteilungsleiter Werner Schenk auch weiterhin an More fest. „Er ist zuverlässig und Fachmann genug, um so ein Team zu leiten“, freut sich der Handball-Chef auf eine weitere Zusammenarbeit.

Seit einer Woche stecken die SG’ler in der Vorbereitungsphase. Anders als noch in der Vorsaison fehlen Leistungsträger. Konstantin Balkow, der in der abgelaufenen BOL-Runde 132 Tore warf, zieht es zum Studium nach Wien. Auch Patrick Spitschan kehrt den Kaufbeurern den Rücken. „Er hat sich entschieden für die HSG Dietmannsried/Altusried in der kommenden Saison aufzulaufen. Patrick studiert in Kempten und Dietmannsried spielt Landesliga mit Blick Richtung Landesliga Aufstieg. Von daher ist die Entscheidung nachvollziehbar", betont Schenk. Für More sei der Weggang von Spitschan ein großer Verlust. Dabei hatte er schon die Spielzeiten davor Angebote von anderen Vereinen ausgeschlagen. Mit Roman Graf und Florian Bartelt fehlen weitere zwei Spieler aufgrund ihres Studiums. 

Allerdings gibt es auch gute Nachrichten. Christian Heil wird die Spielgemeinschaft in der kommenden Saison als Neuzugang auf der Links­außenposition verstärken, genauso wie Florian Brath, der bereits in der Jugend für die SG aufs Parkett ging. Langzeitverletzte wie David Sobl und Manuel Reckziegel stehen ebenfalls wieder zur Verfügung. Zurück an Bord ist auch wieder Jakub Mrklas, der von der SG Kempten/Kottern zurückkehrt.

Visionen vor Augen

Derweil verfolgen die Verantwortlichen der Spielgemeinschaft trotz der Abgänge einzelner Leistungsträger weiterhin ihre Visionen. „Natürlich ist der Aufstieg in die Landesliga unser langfristiges Ziel“. Doch die Umstände ließen es nicht immer zu. In der kommenden Saison werden wir uns wohl mehr im Mittelfeld orientieren, betont Schenk.

Bis zum Saisonstart Ende September stehen zahlreiche Einheiten auf dem Programm. Im Sommermonat August wird die Vorbereitungsphase für zwei Wochen unterbrochen. Konnte die SG im vergangenen Jahr noch den Molton-Cup für Testspiele nutzen, so zog sie heuer ein Freilos in Runde eins. „Deswegen haben wir uns auch angemeldet, um uns gegen starke Teams zu messen“, legt More nun den Fokus auf weitere Freundschaftsspiele. Bis Ende Oktober gibt es Umbauarbeiten in der Dreifachturnhalle in Neugablonz, die Spielstätte der Handballer. Da die Tribüne nicht zur Verfügung steht, gibt es auch keine Einnahmequelle. Die ersten Saisonspiele werden dann wohl auswärts ausgetragen, ehe mit Fertigstellung der Halle dann die SG wieder in ihr eigenes Wohnzimmer zurückkehren kann.

von Stefan Günter

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