Es geht wieder los

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Geht es nach SG-Vorstand Stefan Schaub, so ist ein direkter Wiederaufstieg kein Muss.

Biessenhofen/Marktoberdorf – Einige Wochen sind bereits für die Handballer der Spielgemeinschaft Biessenhofen/Marktoberdorf seit dem Abstieg aus der Bezirksoberliga ins Land gezogen. Während die Erste den bitteren Gang in die Bezirksliga antreten musste, konnte das Landesliga-Frauenteam der SG mit Platz vier einen starken Saisonabschluss verzeichnen. Die von David Schmoldt trainierte Truppe steckt noch in der Pause. Derweil haben die Herren die Vorbereitungsphase wieder begonnen. Der Kreisbote sprach mit Stefan Schaub, Vorstand der SG Biessenhofen/Marktoberdorf.

Herr Schaub, bleibt das Team nach dem Abstieg zusammen?

Schaub: Wir haben nur zwei Abgänge zu verkraften. Mit Hannes Sauter und Max Nuscheler haben zwei Spieler ihre Karriere beendet. Sonst stehen wir zum jetzigen Zeitpunkt mit dem gleichen Team da wie in der vergangenen Saison.

Wie sieht es mit Neuzugängen aus? Ist hier schon etwas spruchreif?

Schaub: Wir bekommen zwei Spieler aus Buchloe und einen aus Baden-Württemberg. Wir werben keine Spieler ab. Diejenigen, die zu uns kommen wollen, die bei uns in die Mannschaft passen, sind herzlich willkommen.

Spricht das für die homogene Truppe, dass sie trotz des Abstiegs zusammengeblieben ist?

Schaub: Der Abstieg ist bitter, ja sogar sehr unglücklich gewesen. Das hätte es sportlich nicht gebraucht. Wir waren deutlich besser und stärker. Warum es dann so doch so gekommen ist, steht in den Sternen. Grundsätzlich spricht es schon dafür, dass wir eine eingeschworene Mannschaft haben. Die Jungs haben einen Teamspirit, den gilt es jetzt herauszukitzeln für die neue Spielzeit.

Was ist mit Trainer Michael Borghesi?

Schaub: Er macht weiter, das halten wir ihm zugute, allerdings nur in zweiter Position. Er wird als Co-Trainer fungieren. Mit Mario Scheffler konnten wir einen Trainer wieder gewinnen, der in Biessenhofen kein Unbekannter ist.

Es gibt aber keine Kritik an Borghesi?

Schaub: Ganz und gar nicht. Wir haben in der drittniedrigsten Liga gespielt. Ich werde es mir nicht herausnehmen, dem Trainer die Schuld in die Schuhe zu schieben, nur weil wir jetzt abgestiegen sind. Das kann man im Leistungshandball machen, aber nicht auf der Ebene, wo wir uns befinden. Wir stehen hinter unseren Trainern und deren Arbeit. Deshalb war es uns wichtig, dass es weiter geht.

Gibt es schon ein Ziel für die neue Spielzeit?

Schaub: Wir haben der Mannschaft jetzt kein Ziel gegeben, dass wir den direkten Wiederaufstieg anpeilen. Wehren werden wir uns nicht dagegen, wenn es dazu kommen sollte. Die Mannschaft muss sich finden. Wichtig ist, dass sie einen attraktiven Handball zeigt.

Als Absteiger gehört die SG theoretisch gleich wieder zu den Favoriten.

Schaub: Das ist möglich. Mit dem Kader könnten wir mit Sicherheit eine Favoritenrolle einnehmen. Aber wenn es jetzt nicht gleich im ersten Jahr mit dem Wiederaufstieg klappen sollte, dann ist es halt so.

Bedeutet ein Abstieg auch einen gewissen Neuanfang?

Schaub: Sicherlich muss man sich überlegen, was anders gemacht werden sollte. Es gilt auch unsere Jugendarbeit mit einzubauen. Wir haben acht Nachwuchsteams im Spielbetrieb. Schlussendlich müssen wir die Gesamtsituation sehen. Die SG Biessenhofen/Marktoberdorf besteht ja nicht nur aus der ersten Herrenmannschaft, wir haben ein erfolgreiches Frauenteam, das in der Landesliga für Furore gesorgt hat. Ich werde jetzt deshalb nicht nur auf eine Mannschaft schauen.

Sind dann die Frauen das Aushängeschild der SG?

Schaub: Sie haben ohne Zweifel mit dem vierten Rang eine grandiose Teamleistung geschafft. Das ist aller Ehren wert. Unsere Frauen spielen in der zweithöchsten bayerischen Liga.

In der kommenden Spielzeit gibt es dann wieder in der neuen Wertachsporthalle Handball satt?

Schaub: Genau. Unser Anspruch ist, dass wir einen kompletten Spieltag mit allen Mannschaften hier in der Halle ausrichten. Angefangen von unseren Minis bis zu den Senioren, dann sind wir ein ganzes Wochenende lang beschäftigt. Die Herren und die Frauen werden am Samstagabend zur Primetime spielen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Interview: Stefan Günter

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