Joker verschenken Punkte

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ESVK-Stürmer Daniel Oppolzer traf am Freitag zweimal, Martin Heider gelang am Sonntag der 2:2-Ausgleich.

Kaufbeuren – Nach der erwarteten Niederlage beim Favoriten in Frankfurt gab es am Sonntagabend beim Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht aus Heilbronn ein böses Erwachen. Mit 2:3 Toren unterlagen die Kaufbeurer Joker in der Verlängerung gegen willensstarke Gäste. Wieder einmal hatten die Joker genug Chancen erspielt, aber die gravierende Abschlussschwäche war hauptverantwortlich für diese doch überraschende sowie unnötige Heimniederlage.

Dennoch hält der ESVK Rang zehn mit 34 Punkten aus 24 Spielen in der DEL2. Allerdings vergrößerte sich einerseits der Abstand zu den davor liegenden Klubs und andererseits blieb der Vorsprung auf die Klubs aus Crimmitschau und Weißwasser.

In Frankfurt ordentlich verkauft 

Bis in die Schlusssekunden hielten die Kaufbeurer Joker am Freitagabend das Match in Frankfurt vor 3535 Zuschauern offen. Dann erst gelang den heimischen Löwen das alles entscheidende 5:3 ins leere Gehäuse der Joker. ESVK-Coach Mike Muller musste auf Versteeg, Baindl und Burnell verletzungsbedingt verzichten. Auch die gastgebenden Frankfurter Löwen waren durch einige Ausfälle gehandicapt. Dennoch bestimmten die Löwen von Anfang an das Geschehen, scheiterten aber immer wieder an ESVK-Torhüter Stefan Vajs. Ausgerechnet eine Überzahlgelegenheit der Kaufbeurer nutzten die Gastgeber zu einem Konter, den sie zur Führung nutzten. ESVK-Stürmer Daniel Oppolzer gelang mit einem Kunstschuss der überraschende Ausgleich noch vor der ersten Pause.

Das zweite Drittel verlief ähnlich dem Ersten, doch nun trafen die Löwen zweimal und wandelten so auch ihre optische Überlegenheit in numerischen Erfolg um. Wiederum hielt Daniel Oppolzer seine Farben im Rennen. Mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend brachte er noch einmal Spannung in die Partie. Ein Alleingang der Frankfurter führte zum 4:2-Zwischenstand. Das Match wurde nun härter und ruppiger. ESVK-Verteidiger Simon Schütz traf knapp drei Minuten vor Ende zum 3:4-Anschluss. Frankfurts Trainer Tim Kehler nahm eine Auszeit und die Joker nahmen den Torhüter vom Eis. Dies nutzten die Löwen zum 5:3-Endstand.

Verteidiger Simon Schütz machte nicht nur ein Tor, sondern auch sein vorerst letztes Spiel für die Joker. Nach dem Freitagspiel ging der Förderlizenzspieler des ERC Ingolstadt direkt zu dem Vorbereitungslehrgang zur Weltmeisterschaft der U20-Nationalmannschaft. Neben Verteidiger Stephan Kronthaler und Stürmer Marc Schmidpeter stürmte am Wochenende auch David Elsner erstmals für die Kaufbeurer. Ein Beispiel für die gute Kooperation mit dem ERC Ingolstadt.

Heilbronn ein ungeliebter Gegner 

Oft hatten es die Joker in den letzten zwei Jahren mit den Falken zu tun. Diese Saison reichte es auswärts nur zu einem Punktgewinn, nicht besser lief es beim Rückspiel am Nikolaustag. bei der 2:3-Niederlage blieb nur ein Punkt in Kaufbeuren. Die Mannen von Trainer Mike Muller waren vorgewarnt. Die Gäste haben momentan einen sportlichen Aufwärtstrend, wie fünf Punkte aus dem letzten Wochenende beweisen. Die Joker begannen schwungvoll, schon nach vier Minuten konnte Max Schmidle ein schnelles Break zur Führung nutzen.

Dann folgten viele Chancen der Gastgeber, anderseits hatten auch die Falken mit einem Pfostenschuss Pech. Kurz vor der ersten Pause dann scheinbar die Erlösung. Michael Fröhlich traf mit einem sehenswerten Schuss zum 2:0, doch HSR nahm seine erste Torentscheidung nach Protesten der Gästespieler wieder zurück und entschied auf „kein Tor“. Dies brachte die Kaufbeurer in der Folgezeit scheinbar dazu, nicht direkt den Torabschluss zu suchen, sondern mit einem übertriebenen Passspiel den perfekten Torschuss zu suchen.

Die Gäste, insbesondere ihr Kontingentstürmer Adam Brace, der gefühlte 55 Minuten Eiszeit hatte, erspielten sich immer wieder gute Gelegenheiten, die auch zu zwei Toren führten. Als acht Minuten vor dem Ende Martin Heider den erlösenden 2:2-Ausgleich vor 1713 Zuschauern erzielte, keimte wieder Hoffnung auf. Doch in der Overtime waren die Falken wieder einmal das glücklichere Team und nahmen durch ihren Siegtreffer zwei Punkte mit auf den Heimweg. Ab 20 Uhr spielen die Kaufbeurer Joker am kommenden Freitag beim Tabellendritten in Ravensburg.

DNL-Hockey Night entfiel 

Alles war für diesen Event vorbereitet. Doch ein schwerer Verkehrsunfall auf der B12 nahe Germaringen machte einen Strich durch die Rechnung. Der Bus des Gästeteams aus Landshut steckte im Stau fest und deshalb konnte der EVL nicht antreten. Das Match wurde dann um 20.30 endgültig abgesagt. Deshalb hatten die Kaufbeurer DNL-Akteure nur ein Spiel am Wochenende. Dabei unterlagen sie am Sonntag mit 3:6 Toren dem Tabellenersten aus Mannheim. Die Treffer für den ESVK erzielten vor 153 Zuschauern Julian Becher, Wayne Lucas und Jonas Wolter.

von Werner Mayr

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