Der nächste Torhüter ist verletzt

Nach Vajs müssen Joker auf Neuzugang Meier verzichten – ESVK verpflichtet Hötzinger

Torhüter Jan Dalgic
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Nach den Verletzungen von Stefan Vajs und Maxi Meier rückt neben dem neu verpflichteten Benedikt Hötzinger auch Torhüter Jan Dalgic (Foto) wieder in den Fokus.

Kaufbeuren – Vom Pech verfolgt waren die Joker, was verletzungsbedingte Ausfälle betraf. Neben Torhüter Stefan Vajs und seinem Vertreter Maximilian Meier fehlten Stürmer Markus Schweiger und Verteidiger Alexander Thiel. Von der Bank aus mussten sie die Niederlage gegen die Tölzer Löwen beobachten (wir berichteten online unter www.kreisbote.de). Bei diesem Spiel verletzte sich auch noch Max Lukes.

Der ESV Kaufbeuren wird in dieser Saison vom Verletzungspech seiner Torleute regelrecht gebeutelt. Nachdem sich Stammtorhüter Vajs kurz vor Jahresende verletzt hatte, folgte ihm nun Maxi Meier. Der 21-jährige Keeper verletzte sich bereits beim Aufwärmen am vergangenen Sonntag beim Auswärtsspiel in Freiburg und wurde dann von Jan Dalgic vertreten. Nach ersten Einschätzungen des Vereins rechnet man mit einer Ausfalldauer bis zu sechs Wochen. Gute Prognosen gibt es dagegen bei Vajs, der bereits wieder mit dem Training auf dem Eis begonnen hat. Dennoch ist der Verein noch vorsichtig optimistisch und rechnet erst mit einer Rückkehr zum Heimspiel gegen die Bayreuth Tigers am 26. Februar. Nicht umsonst wird beim Eishockey der Torhüter als wichtigster Spieler bezeichnet.

Diese Erfahrung mussten die Joker auch am Dienstag beim Auswärtsspiel in Bad Tölz erleben. Zwei frühe Tore für die Löwen sorgten dabei nicht unbedingt für Sicherheit in der Defensive und so kam es bereits nach den ersten 20 Spielminuten zu einer ungewöhnlichen Torhüter-Rochade. Bereits zur Hälfte des ersten Drittels musste Dalgic Platz machen für Nachwuchstorhüter Dominic Guran und durfte dann zu Beginn des zweiten Drittels wieder zwischen die Pfosten. Aber auch diese Maßnahme konnte die klare 3:7-Niederlage nicht verhindern.

Zwar waren die Tölzer nur mit 14 Feldspielern angetreten, doch die besitzen die Qualität, die man in der DEL 2 ganz oben ansiedeln muss. Seit der Verpflichtung von Trainer Kevin Gaudet wird dort lieber auf Qualität gesetzt und auf Quantität verzichtet. Was allerdings zu Lasten des dortigen Nachwuchses fällt.

Ein breit aufgestellter Kader sollte nun Vorteile mit sich bringen, denn die Joker sind nach wie vor im Dauereinsatz. Beim EC Bad Nauheim, wo die Kaufbeurer am Samstagabend gastieren, musste diese Woche der finnische Übungsleiter Hannu Järvenpää seinen Hut nehmen und wurde durch seinen Co-Trainer Harry Lange ersetzt. Den bisher einzigen Saisonvergleich hatten die Joker im eigenen Stadion knapp mit 3:2 gewonnen. Neben Vajs und Meier muss der ESVK auch weiterhin auf Markus Schweiger verzichten, dessen Ausfalldauer mit rund sechs Wochen beziffert wurde. Zudem hatte sich auch Max Lukes beim Spiel in Bad Tölz verletzt und wird wohl eine kürzere Pause in Anspruch nehmen müssen.

Neu im Team: Benedikt Hötzinger

Der ESVK hat mit Benedikt Hötzinger einen weiteren Torhüter unter Vertrag genommen. Damit reagieren die Joker auf den verletzungsbedingten Ausfall von Maximilian Meier. Benedikt Hötzinger ist 23 Jahre alt und hat alle Nachwuchsmannschaften des EV Füssen durchlaufen und auch seit dem Neubeginn des Altmeisters von der Bezirks- bis zur Oberliga in der ersten Mannschaft gespielt. Dabei entwickelte sich der Linksfänger zu einem der besten Torhüter in der Oberliga. Er wird beim ESVK in Zukunft das Trikot mit der Nummer 29 tragen und sollte schon am Donnerstag beim Heimspiel gegen die Löwen Frankfurt im Kader der Joker stehen.

„Schon über der Belastungsgrenze“

Das Mammutprogramm der Joker mit sieben Spielen in zwölf Tagen findet dann mit einer weiteren Heimpartie am Montag um 19.30 Uhr gegen die Lausitzer Füchse sein vorläufiges Ende. „Wir sind jetzt schon über die Belastungsgrenzen der Spieler hinaus“, sagt Mannschaftsarzt Dr. Peter Gleichsner, der den aktuellen Spielemarathon sehr kritisch beäugt.

Die aktuellen Ergebnisse, Infos und Stimmen zu den Spielen gibt es immer zeitnah unter www.kreisbote.de. Alle Spiele werden weiterhin auch über Sprade TV übertragen.

Thomas Schreiber

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