Die Statistiken täuschen nicht

Vier Niederlagen in Folge: Formkurve des ESVK zeigt nach unten

John Lammers  ESVK
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Mit acht Toren und elf Vorlagen führt John Lammers die interne Skorer-Wertung beim ESV Kaufbeuren an.

Kaufbeuren – Nicht nur die aktuelle Verletzten-Liste und coronabedingten Ausfälle beschäftigt derzeit die Fans des ESV Kauf­beuren, sondern auch die auffälligen Leistungsschwankungen der Mannschaft in dieser Spielzeit. Waren die Joker zunächst noch unter der Regie von Rob Pallin mit vier Niederlagen in die neue Saison gestartet, so konnte der ESVK nach der Übernahme von Tray Tuomie als neuer Trainer fünf Siege am Stück feiern. Doch aus den vergangenen sieben Spielen musste der ESVK mit Ausnahme des Heimsieges gegen Landshut erneut sechsmal als Verlierer vom Eis gehen.

Es wirkt manchmal so als suchen Trainer und Mannschaft gemeinsam noch nach dem Schlüssel zum Erfolg. Während dem Team in den letzten Spielen die Leichtigkeit immer mehr abhandengekommen ist, sucht Coach Tuomie durch ständige Wechselrochaden noch nach den perfekten Formationen für den Angriff. Zwar war durch die vorsichtigere Kader-Planung von Anfang an klar, dass sich die Last des Toreschießen in erster Linie auf die beiden ersten Sturmreihen verteilen wird, doch inzwischen klafft in dieser Wertung teamintern eine große Lücke. Insbesondere die engagiert spielenden Youngsters um Markus Schweiger und Philipp Krauß warten noch auf den ersten persönlichen Torerfolg, der ihnen mit Sicherheit einen Schub für die nächsten Aufgaben geben würde.

Die interne Skorer-Wertung wird auch in dieser Saison wieder von John Lammers mit aktuell acht Toren und weiteren elf Vorlagen angeführt. Es folgen Tyler Spurgeon mit 18 und Sami Blomqvist mit 16 Punkten.

Weiter Ausbaufähig sind die Leistungen in den Special-Teams. Während sich die Joker beim Überzahlspiel mit einem Erfolgswert von 16,9 Prozent etwas verbessern konnte, liegen die ESV-Spieler beim Penalty-Killing weiter auf dem letzten Platz der Liga. Erschwerend kommt nun dazu, dass der ESV Kaufbeuren zu den Heimspielen auf die stimmgewaltige Unterstützung seiner Fans weitgehend verzichten muss. „Aktuell sind 775 Zuschauer zugelassen, doch dies kann sich Abhängig politischer Entscheidungen täglich ändern“, sagte Pressesprecher Philippe Bader Mitte der Woche. Auch ein kompletter Lockdown im Stadion sei nicht mehr abwegig.

Die Situation um den Stadionbesuch mit all seinen Vorschriften hinterlässt auch bei den Fans seine Spuren. Die Zuschauerzahlen in der DEL und DEL2 sind inzwischen weit von der zugelassenen Kapazität entfernt. „Es geht einfach die Freunde am Sport verloren und auch die Übertragungen bei Sprade TV können den Stadionbesuch mit seiner Atmosphäre einfach nicht ersetzen“, sagte Joker-Fan Stefan „Humpa“ Kleinheinz.

Personell zeichnet sich für die Spiele am Wochenende gegen Freiburg und in Heilbronn leichte Entspannung an. Branden Gracel hatte bereits in Weißwasser wieder die ersten Schritte nach seiner Verletzung gemacht und auch bei Alexander Thiel könnte es wieder für einen Einsatz reichen.

Sorge macht sich breit

Inzwischen fürchten die Verantwortlichen bei der DNL-Mannschaft, dass die Saison – wie im Vorjahr auch – vorzeitig abgebrochen werden könnte. Verletzungen aber auch Ausfälle die mit dem Corona-Status zusammenhängen, haben vergangenes Wochenende dazu geführt, dass Trainer Daniel Jun zu den beiden Auswärtsspielen in Krefeld gerade einmal zwei Torleute und zwölf Feldspieler zur Verfügung hatte. Dabei war Jun bereits gezwungen, aus dem jüngeren Jahrgang Verstärkung holen. Musste man sich am Samstag noch mit 0:3 geschlagen geben, so gab es tags darauf mit dem Rumpfkader einen eindrucksvollen 10:0-Sieg. Bereits an diesem Wochenende müssen die Jung-Joker erneut ins Rheinland fahren, dann geht es in zwei Spielen gegen die Düsseldorfer EG.

Thomas Schreiber

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