Einsatz und Leidenschaft

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Oberste Priorität für ESVK-Trainer Mike Muller hat in der kommenden Spielzeit, die am Freitag startet, der Klassenerhalt.

Kaufbeuren – Mit einem Sieg und einer Niederlage wenige Tage vor dem Punktspielstart in der DEL 2 hat der ESV Kaufbeuren seine Vorbereitungsphase für die neue Spielzeit 2015/2016 abgeschlossen. Die Joker konnten am Samstag beim EC Peiting zwar mit 6:4 gewinnen, einen Tag später verloren sie aber die Generalprobe in Füssen gegen den ERC Sonthofen mit 5:7.

Verzichten mussten die Wer-tachstädter weiter auf Daniel Oppolzer und Gregor Stein. Wegen eines Magendarminfekts hütete Goali Stefan Vajs diesmal sein Bett. Die Vorbereitungsphase ist nun passé: Bei insgesamt acht Partien gingen die Joker nur dreimal als Sieger vom Eis. Am Freitag geht es wieder um Tore und Punkte. Der Kreisbote hat sich mit Headcoach Mike Muller unterhalten. 

Wie groß ist Ihre Nervosität und Anspannung vor dem Start am Freitag gegen die Dresdner Eislöwen? 

Muller: Die Anspannung steigt natürlich täglich. Wir freuen uns auf den Start der DEL2 am Freitag und arbeiten nun seit vier Wochen jeden Tag sehr hart dafür. Die Jungs brennen auch schon darauf, dass es endlich los geht. 

Welche Erkenntnisse ziehen Sie aus der Vorbereitungsphase und den absolvierten Testspielen? 

Muller: Wir können gutes und schnelles Eishockey spielen. Dazu müssen wir aber in jeder Sekunde auf dem Eis hart dafür arbeiten. Wenn wir auch nur ein Stück nachlassen, haben wir es schwer. Wir können also nur Punkten, wenn wir immer voller Konzentration und mit 100 Prozent Einsatz und Leidenschaft dabei sind. 

Sie haben vereinzelte Spieler wegen ihrer zum Teil mangelnden Einstellung kritisiert. Sind Durchhänger in einer Testphase normal? 

Muller: In dieser Phase der Vorbereitung kann das durchaus vorkommen. Am Anfang sind alle heiß auf die ersten Spiele. Das hat man bei den Testspielen zu Hause und auswärts gegen Rosenheim und auch beim Heimspiel gegen Ingolstadt klar gesehen, als wir ein sehr hohes Tempo gegangen sind. Später in der Vorbereitung fiebern alle dem Saisonstart entgegen und sind dann manchmal, gerade in den Testspielen gegen Clubs aus der Oberliga, eben nicht immer mit 100 Prozent bei der Sache. 

Können Sie mit einem kompletten Team in die neue Spielzeit gehen oder gibt es angeschlagene und verletzte Spieler? 

Muller: Aktuell sind mit Daniel Oppolzer und Gregor Stein zwei wichtige Spieler angeschlagen. Daniel Oppolzer laboriert an einer Entzündung im Handgelenk, Gregor Stein hat Probleme mit den Adduktoren. Ich erwarte aber beide bald wieder im Mannschaftstraining zurück und hoffe, dass beide am kommenden Wochenende auch wieder einsatzfähig sind. 

Wie stufen Sie die neue DEL 2-Spielzeit ein? Wer gehört Ihrer Meinung nach zum Favoritenkreis? 

Muller: Meister Bietigheim und Vizemeister Bremerhaven sowie Frankfurt und Kassel zähle ich zu den Top-Favoriten. Dresden, das sich sehr gut verstärkt hat, und Ravensburg werden sicherlich auch ein Wörtchen bei der Vergabe um dem Titel mitsprechen. 

Welches sportliche Ziel haben Sie für die kommende Spielzeit, was ist realistisch mit der jungen Truppe? 

Muller: Das ist richtig, wir haben eine sehr junge, aber auch eine sehr lernfähige Mannschaft. Das Erreichen des Klassenerhalts in der DEL 2 hat bei uns natürlich die oberste Priorität. Wir hätten aber selbstverständlich nichts dagegen, wenn wir den Klassenerhalt vorzeitig durch das Erreichen der Pre-Playoffs oder gar der Playoffs feiern könnten. Unabhängig von einem bestimmten Tabellenplatz wollen wir die komplette Saison über konkurrenzfähig sein, uns stets weiterentwickeln und den Zuschauern am heimischen Berliner Platz wieder mehr Freude bereiten als in der Vergangenheit. 

Wie wichtig sind die Fans für die Mannschaft? 

Muller: Keine Frage. Die Fans hier in Kaufbeuren sind ein sehr wichtiger Faktor. Wir haben bei den Heimspielen gegen Rosenheim und Ingolstadt schon ansatzweise gemerkt, was für eine tolle Stimmung in der Sparkassen Arena herrschen kann. Wir sind in der Liga ein klarer Underdog, aber mit unseren fantastischen Fans im Rücken können wir gerade in den Heimspielen, dem einen oder anderen Favoriten gemeinsam ein Bein stellen. 

Das Interview führte Stefan Günter 


Neuer Einlauftrailer 

Wie in den vergangenen Jahren schon, hat der ESV Kaufbeuren auch für die kommenden DEL 2-Spielzeit wieder einen Einlauftrailer, produziert von der Kaufbeurer Werbe- und Marketingagentur Ilumy Design, zur Verfügung gestellt bekommen. Der Trailer wird vor allen Heimspielen auf den vier Leinwänden in der Sparkassen Arena präsentiert und soll die Spannung vor dem Einlauf der Joker auf den Höhepunkt treiben und gleichermaßen den Zusammenhalt zwischen Mannschaft und Fans repräsentieren.

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