Die Anspannung wird größer

+
Die beiden verantwortlichen Trainer in dieser Saison: Christian Stühle (Freistil) und Klaus Prestele (Griechisch-römischer Stil).

Westendorf – Es geht wieder los: Die Ringer des TSV Westendorf starten am Wochenende mit einem Heimkampf in die neue Wettkampfzeit. Dabei stehen die Ostallgäuer insgesamt vor interessanten Aufgaben: Mit Hallbergmoos, Burghausen, Anger, Nürnberg, Bindlach und dem TSV sind allein sechs bayerische Teams in der 2. Bundesliga-Süd vertreten. Komplettiert wird das Neunerfeld durch die drei badischen Vereine Urloffen, Freiburg und Bundesliga-Absteiger Triberg.

Westendorf erwartet zum Auftakt im Bürgerhaus Alpenblick am Samstag (5. September, 19.15 Uhr) den Vorjahresmeister Johannis Nürnberg. Der Kreisbote hat sich im Vorfeld mit den beiden verantwortlichen Trainern Klaus Prestele und Christian Stühle unterhalten. 

Wie verlief aus Ihrer Sicht die Vorbereitung? 

Stühle: Ich bin sehr zufrieden. Wir waren im Trainingslager in Anger. Das tat uns sehr gut. Zum Ende der Testphase sind jetzt alle richtig heiß. Jetzt wollen wir endlich starten. 

Prestele: Wir haben über die ganze Zeit praktisch jeden Tag eine Einheit angeboten. Es wurde von den Sportlern genutzt. Das stimmt mich sehr positiv. 

Welche Schwerpunkte wurden in der Vorbereitung gesetzt? 

Prestele: Wir haben vorwiegend die Bereiche Ausdauer, Kondition und Trainingskämpfe trainiert. 

Also wird es Zeit, dass es endlich losgeht? 

Prestele: Die Anspannung wird von Tag zu Tag größer. Nicht nur die Trainer, sondern die ganze Mannschaft ist jetzt heiß auf den ersten Saisonkampf. Wir werden alles daran setzen, um das Duell gegen Nürnberg zu gewinnen. 

Die 2. Bundesliga-Süd besteht aus neun Mannschaften mit sechs bayerischen Teams. Da sind doch jedes Wochenende Derbys vorprogrammiert? 

Prestele: Für uns ist das eine super Sache, insbesondere freut es mich, mit Hallbergmoos einen bayerischen Aufsteiger aus der Oberliga in der Südstaffel zu haben. Es gibt einige Duelle, die die Fans mit Sicherheit auch an frühere Zeiten erinnern. Es bedeutet eine Attraktivität für die gesamte Liga. 

Welche Rolle spielen die badischen Teams? 

Stühle: Mit Sicherheit gehört Absteiger Triberg zum Favoritenkreis. Auch Urloffen und Freiburg dürfen wir nicht unterschätzen. 

Und was trauen Sie Ihren Jungs zu? 

Prestele: Wir werden in jedem Kampf, sofern es möglich ist, die bestmögliche Mannschaft aufstellen. Natürlich sind wir nicht vor Verletzungen gefeit. Welchen Tabellenplatz wir am Ende einnehmen werden, hängt ganz stark davon ab, wie oft wir es schaffen, die stärkste Truppe zu haben. Insgeheim schätze ich die Liga aber stärker ein als noch in der vergangenen Saison. Die Meisterschaft wird nur über Triberg gehen. Mit Hallbergmoos kommt ein langjähriger und ehemaliger ambitionierter Bundesligist wieder in die 2. Liga zurück. Sie haben sich auch auf vielen Positionen gut verstärkt. Selbst die anderen Teams konnten aufrüsten. 

Auf was kommt es beim ersten Heimkampf gegen den amtierenden Meister Johannis Nürnberg an? 

Stühle: Wir müssen von der ersten Sekunde an wachsam sein. Wir müssen es schaffen, dass wir aus dem Trainingsrhythmus herauskommen, um dann im Kampf präsent zu sein. Wir sind komplett und vollzählig. Wir sind bereit für den Auftakt. 

Und das Publikum haben die Ringer ja auch noch im Rücken

Prestele: Das ist ein wichtiger Aspekt. Die Atmosphäre wie hier in Westendorf findest du in ganz Ringer-Deutschland kein zweites Mal. Wir brauchen die Unterstützung von unseren Fans. Sie sind uns enorm wichtig. 

Das Interview führte Stefan Günter

Auch interessant

Meistgelesen

Im Ironman-Fieber
Im Ironman-Fieber
ESVK bezwingt Vizemeister
ESVK bezwingt Vizemeister
Zwei Siege
Zwei Siege
Zu wenig getan
Zu wenig getan

Kommentare