Vom Neckar an den Main

Westendorfer Christopher Kraemer ringt für Bundesligisten Kleinostheim

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Vom Neckar in Heilbronn geht es für Christopher Kraemer künftig nach Kleinostheim an den Main.

Westendorf – Christopher Kraemer vom TSV Westendorf ist nach dem coronabedingten Aus der Red Devils Heilbronn bei einem neuen Verein fündig geworden. Der 24-jährige DRB-Kaderathlet wird nicht für seinen Heimatclub in der Oberliga starten, sondern schließt sich in der wohl kommenden ungewöhnlichen Bundesliga-Runde dem SC Siegfried Kleinostheim an.

Weil Nationalmannschaftskollege Jan Zirn aus einer Laune heraus Vorstand Thomas Sokolowski via WhatsApp anschrieb, ob noch Platz im Team sei, zieht sich der Ostallgäuer nun das Trikot der Unterfranken über. „Wir sind uns schnell einig geworden“, erzählt Kraemer, der Kleinostheim ein Angebot machte, das der Vereinsvorsitzende nicht ausschlug. „Als Verein denken wir einen Schritt weiter, nämlich auch über 2020 hinaus“, hofft Sokolowski den deutschen Meister von 2019 längerfristig binden zu können. In der Tat könne sich selbst Kraemer durchaus vorstellen, hier länger zu bleiben. „Ich selbst brauche ein Team um mich herum, wo ich das Gefühl habe, dass es läuft.“ Der Ostallgäuer kennt schon die halbe Mannschaft persönlich. Besonders freut ihn, zusammen mit dem Westendorfer Niklas Stechele in einem Team zu sein.

Heiß begehrt

Nicht nur wegen der angespannten coronabedingten Situation sind deutsche Ringer derzeit mehr als lukrativ. „Auf der einen Seite sind wir natürlich gefragt, allerdings können wir auch nicht das verlangen, was sonst so üblich ist“, so der 24-jährige Kraemer. Viele Vereine müssen situationsbedingt den Gürtel enger schnallen als üblich. Hinzu kommt die Frage, ob ab Oktober überhaupt ausländische Legionäre nach Deutschland einreisen dürfen. Das kann Christopher Kraemer egal sein. Nach seinem Kreuzbandriss und dem optimalen Heilungsprozess kann er in dieser Saison ganz ohne Druck aufringen. Das hat ihm Klein­ostheims Vereinsspitze deutlich gemacht. Dem DRB-Kaderathleten wurde eine gewisse Anzahl an Kämpfen im Limit bis 66 Kilogramm versprochen. Spätestens mit Beginn der Rückrunde im November kommt Kraemer zum Einsatz.

von Stefan Günter

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