Neue Herausforderung

Westendorfer Ringer Christopher Kraemer wechselt zu Red Devils Heilbronn

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Devils-Coach Patric Nuding (links) begrüßt Christopher Kraemer (Mitte) in seinem Team. Mit im Bild ist TSV-Vorstand Robert Zech.

Westendorf – Es hat sich abgezeichnet: Nach dem Abstieg des TSV Westendorf von der Bundesliga in die höchste bayerische Oberliga war es lange nicht gewiss, ob Publikumsliebling und Aushängeschild Christopher Kraemer auch in der kommenden Saison den Ostallgäuern die Treue halten würde. Doch der 23-jährige Kaderathlet des Deutschen Ringer-Bundes wird in der Wettkampfzeit 2019/2020 seine Ringerstiefel für die Red Devils Heilbronn schnüren.

„Ich habe ihn schon mehrere Jahre beobachtet. Chris ist für mich eines der größten Talente in Deutschland“, sagt der neue Headcoach der Heilbronner, Patric Nuding. Kraemer gebe auf der Matte immer sein Bestes und sei charakterlich stark. Schluss­endlich sei er froh, den Westendorfer für die Devils gewonnen zu haben. Damit gesellt sich Christopher Kraemer zu seinen Nationalmannschaftskollegen Pascal Eisele, Jan Zirn, Eduard Popp und Dreifach-Weltmeister Frank Stäbler. „Ich will mich weiterentwickeln. Mit dem Wechsel nach Heilbronn setze ich somit für meine sportliche Laufbahn das i-Tüpfelchen“, macht Kraemer deutlich. „Hätte man mich vor fünf oder sechs Jahren gefragt, ob ich Westendorf jemals verlassen werde, dann hätte ich sofort nein gesagt.“ Dadurch, dass sein Heimatteam in der vergangenen Bundesliga-Saison abstieg, fiel ihm die Entscheidung dann doch etwas leichter, wenngleich Vorstand Robert Zech klarmacht: „Chris wäre auch bei uns in Westendorf geblieben“. Doch er wollte ihm keine Steine in den Weg legen. Auch Abteilungsleiter Thomas Stechele akzeptiert den Schritt Kraemers: „Chris ist der einzige Ringer bei uns, der das Top-Niveau hat, Bundesliga zu ringen.“ Daher könne er den Schritt nachvollziehen, „weil er als deutscher Spitzenringer heiß begehrt ist.“

Zu jeder Zeit unterstützte die Vereinsführung des TSV Westendorf den 23-Jährigen. „Wir wurden auch immer in sämtliche Entscheidungen eingebunden“, erklärt Stechele. „Wir hatten zwei Vereine zur Auswahl. Letztendlich war es Chris, der sich dann, nach einigen Beratungen für die Devils entschieden hat“, so Vereinschef Robert Zech. Kraemer wird beim amtierenden Deutschen Vize-Mannschaftsmeister im Limit bis 66 Kilo im griechisch-römischen Stil auf die Matte gehen. Er selbst freue sich auf seine neue sportliche Herausforderung in Heilbronn. Vorwiegend wird sein Trainingsplan über Bundestrainer Michael Carl abgestimmt. Daher wird Kraemer auch immer wieder in seiner Heimstätte in Westendorf trainieren. So auch jetzt. Nächstes großes Highlight für ihn sind die eigenen Titelkämpfe Ende Mai in der Eisarena in Kaufbeuren. Hier wird er im Dress des TSV auf die Matte gehen.

sg/kb

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