Ein ambitionierter Neuzugang

Markus Lillich möchte beim ESVK weiter nach oben

Die ESVK-Legenden hat sich auch Neuzugang Markus Lillich als Vorbild genommen.
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Die ESVK-Legenden hat sich auch Neuzugang Markus Lillich als Vorbild genommen.

Kaufbeuren – Willkommen zurück in der Heimat. Nach zwei erfolgreichen Spielzeiten bei den Bayreuth Tigers in der DEL2 hat Markus Lillich nun wieder beim ESV Kaufbeuren angeheuert.

Eigentlich wollte man den talentierten Angreifer seiner Zeit gar nicht ziehen lassen, doch das Kaufbeurer Eigengewächs hatte sich damals für eine neue sportliche Herausforderung entschieden. „Ich wollte für mich einen Tapetenwechsel, der mir im Nachhinein betrachtet sehr gut getan hat“, beschreibt der Stürmer seine Zeit im Frankenland. Zwar sei der Eishockeystandort Bayreuth nicht so professionell aufgestellt wie der ESVK, doch man tue im Rahmen der Möglichkeiten auch alles dafür, dass sich die Spieler wohlfühlen. „Bayreuth ist eine gute Anlaufstation für junge Spieler. Wir hatten in dieser Zeit einen kleinen Kader, deshalb hatte ich auch viel Eiszeiten und bekam das Vertrauen des Trainers“, sagt Markus Lillich. Für seine persönliche Entwicklung sei dies förderlich gewesen. Er möchte jedoch nun beim ESVK den nächsten sportlichen Schritt machen.

Dass sich Geschäftsführer Michael Kreitl bereits zu Beginn des Jahres um ihn bemüht hat, gab dem jungen Sportler ein gutes Gefühl für eine Rückkehr nach Kaufbeuren. „Auch Trainer Rob Pallin hat sich bei mir gemeldet, dass er mich für die neue Saison gerne in seinem Team hätte“, beschreibt Lillich die Wertschätzung des Vereins. Trotz weiterer Angebote, unter anderem auch aus der DEL, hat er sich wieder für seinen Heimatverein entschieden. „Ich sehe hier in Kaufbeuren das beste Umfeld um mich persönlich weiter zu entwickeln“, sagt der 22-Jährige. Während seiner Zeit in Bayreuth durfte er mit einer Förderlizenz ausgestattet zwölf Spiele für die Nürnberg Ice-Tigers in der höchsten deutschen Spielklasse absolvieren. „Die Geschwindigkeit aber auch die taktische Disziplin aller Spieler sind schon brutal. Doch gerade das Tempo konnte ich gut mitnehmen und ich habe mich in den beiden Jahren läuferisch noch einmal verbessert“, beschreibt er seine Erfahrungen aus den Einsätzen in der DEL.

„Ich konnte ich beweisen.“

Seine persönliche Rolle im Team sieht der ambitionierte Spieler mit seiner Rückkehr etwas anders. „Ich bin nicht mehr der Nachwuchsspieler von früher, sondern ich konnte mich auch in einem anderen Verein bereits beweisen“, sagt Lillich. Auf das Wiedersehen mit den ehemaligen Mitspielern habe er sich gefreut. „Mit dem Max Oswald, den ich schon ewig kenne, stand ich immer im Kontakt und wir haben auch Teile des Sommertrainings zusammen absolviert. Aber auch mit vielen anderen stand ich schon zusammen in einem Team“, sagt Lillich. Er glaubt keine große Eingewöhnungsphase bei seinem neuen Arbeitgeber zu brauchen. Das Trikot mit der Nummer 28 ist wieder für ihn reserviert. „Die Nummer wurde mir mal in der Jugend zugeteilt, seitdem ist sie mir geblieben, sie hat aber für mich keine spezielle Bedeutung“, erzählt der Stürmer. Und mit ihr möchte er seinen Betrag dazu leisten, dass die Joker auch in diesem Jahr wieder in die Play-Offs einziehen.

Welche Rolle Lillich in der Mannschaft einnehmen wird, werden die kommenden Wochen in der Vorbereitung zeigen. Er selbst beschreibt sich jedoch als einen harten Arbeiter mit einem guten Schuss der immer 100 Prozent Einsatz gibt. Auch ihm fehlten die Fans im Stadion, die den Sportlern noch den letzten Push geben. „Das war schon alles sehr ungewohnt. Man kam sich vor wie bei einem Schülerspiel, doch da waren wenigsten noch die Eltern auf der Tribüne“, sagt Lillich mit einem Schuss Ironie und hofft diesbezüglich auf bessere Zeiten.

Nächster Test am Sonntag

Nach dem ersten Vorbereitungsspiel zu Hause gegen die Heilbronner Falken steht am morgigen Sonntag, 12. September, beim EV Füssen der nächste Testspielvergleich auf dem Programm der Joker.

Thomas Schreiber

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