Nicht nur starke Jungs

Bei den Bezirksmeisterschaften im Bankdrücken in Kaufbeuren treten auch Frauen an

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Dominic Niemietz aus Neugablonz gerade beim Bankdrücken. Der 20-Jährige trainiert mehrmals die Woche.

Kaufbeuren – Die Disziplin ist eine der wichtigsten Fitness-Übungen. Für eine starke Brustpartie und den gesamten Oberkörper kommt man am Bankdrücken nicht vorbei. Jetzt am Samstag, 21. April ermitteln in Kaufbeuren in der alten Turnhalle am Jakob-Brucker-Gymnasium eben die besten schwäbischen Athleten genau im Bankdrücken ihre Meister.

Der Athletik-Club Kaufbeuren, der die Bezirksmeisterschaften im Rahmen des Allgäu-Cups ausrichtet, stellt sieben Teilnehmer in den unterschiedlichen Alters- und Gewichtsklassen.

„Es würde uns natürlich sehr freuen, wenn wir den einen oder anderen Titel gewinnen könnten“, sagt ACK-Vereinsboss Manfred Huf. Seit Wochen und Monaten wird auf dieses Datum hintrainiert, um auf den Punkt fit zu sein. Die Athleten des ACK erwarten ein starkes Teilnehmerfeld. Aktive aus Ebenhofen, Burgau und Kempten wollen es genauso wissen wie Stefanie Strauß aus Peiting. Für sie ist es ihre Premiere. „Ich habe überhaupt keine Erwartungshaltung“, wenn gleich sie vor dem Wettkampf schon supernervös ist. Kraft und die anzubringende Technik seien hier ausschlaggebend für Erfolg und Misserfolg. „Wichtig ist mir aber der Spaß“. Sie ist übrigens die einzige weibliche Teilnehmerin des ACK.

Dominic Niemietz aus Neugablonz startet in der Juniorenklasse. Der 20-Jährige hatte eine sehr intensive Vorbereitung. Neben dem Faktor Spaß will er eines, nämlich gewinnen. „Mein gestecktes Ziel bei der Schwäbischen sind 125 Kilogramm“. Mit 70 Jahren gehört Hans-Werner Kössl zu den Urgesteinen des ACK. In der Seniorenklasse startet er im Limit bis 93 Kilogramm. Nach einem privaten Schicksalsschlag in der Familie gibt ihm der Sport und der Zusammenhalt innerhalb des Vereins wieder sehr viel Kraft. „Bei mir macht das Bankdrücken den Kopf frei. Ich denke dabei an nichts anderes als mein Gewicht, das ich stemmen muss“, fühlt sich Kössl zwar noch nicht ganz hundertprozentig fit, doch will auch er am Ende alles geben.

Schon am Freitagabend wird für die Meisterschaften aufgebaut, damit die Zuschauer und die rund 60 Teilnehmer am Samstag dann ein passendes Umfeld vorfinden.

von Stefan Günter

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