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Licht und Schatten beim ESVK

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Von: Thomas Schreiber

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Dieter Geidl im Tor des ESVK
Nachwuchstorwart Dieter Geidl zeigte im Heimspiel gegen Bayreuth eine starke Leistung und wurde Spieler des Abends beim ESVK. © Schreiber

Kaufbeuren – Der ESV Kaufbeuren zeigte am vergangenen Wochenende zwei komplett unterschiedliche Gesichter. Der undiskutablen 1:7-Pleite bei den Lausitzer Füchsen, ließ das Team von Trainer Tray Tuomie am Sonntag im Heimspiel gegen die Bayreuth Tigers einen knappen 5:4-Sieg nach Verlängerung folgen. 

Nicht nur das deutliche Ergebnis, sondern auch die Art und Weise, wie sich der ESVK beim Auswärtsspiel in Weißwasser am Freitagabend präsentierte, sorgte für Verwunderung unter den Fans. Die deutliche Kritik in den sozialen Netzwerken begann somit auch unmittelbar nach Spielende.

Dabei hatte Geschäftsführer Michael Kreitl unter der Woche noch einmal auf die Bedeutung der nächsten Spiele hingewiesen. Scheinbar sind seine Worte nicht in der Kabine angekommen. Trainer Tray Tuomie fand nach der Partie klare Worte und versuchte dabei nichts schönzureden. „Weißwasser war einfach besser und hat auch härter dafür gearbeitet. Sie haben gezeigt, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollen“, sagte der Coach.

An den oft zitierten Busbeinen angesichts der langen Fahrt in die Lausitz dürfte es nicht gelegen haben, denn die Joker hatten im Startdrittel noch ihre beste Phase und gingen lediglich mit einem knappen 0:1-Rückstand in die erste Pause. Eine Strafe für den ESVK sorgte dann im Mitteldrittel für das 2:0 und als die Lausitzer Füchse noch im gleichen Abschnitt auf 3:0 erhöhten, war praktisch schon eine Vorentscheidung gefallen.

Zu harmlos waren die Kaufbeurer in ihren Offensivbemühungen. Stattdessen sorgte Roope Mäkitalo mit vier Treffern im letzten Drittel für einen lupenreinen Hattrick und bescherte dem ESVK eine unerwartet deutliche 1:7-Niederlage.

Kleines Trostpflaster

Zumindest vom Ergebnis her konnten sich die Joker gegen Bayreuth durch den knappen Erfolg nach Verlängerung rehabilitieren. Jedoch gab es schon vor Spielbeginn einen Denkzettel von den Fans, denn statt den zugelassenen 1.550 Zuschauern wollten lediglich 1.015 Anhänger am Sonntag das Heimspiel gegen die Tigers verfolgen.

Die Gäste erwischten auch den besseren Start und gingen in der zehnten Minute durch Goldhelm Ville Järveläinen mit 1:0 in Führung. Doch die Joker zeigten sich davon wenig beeindruckt und drehten die Partie noch im ersten Drittel durch Tore von Markus Lillich und Tobias Echtler zu einer 2:1-Führung nach dem ersten Drittel.

Im Mittelabschnitt sahen die Zuschauer ein Hin und Her, dass dem ESVK nach dem 2:2-Ausgleich für die Gäste zunächst eine scheinbar beruhigende 4:2-Führung bescherte. Doch Bayreuth ließ nicht locker und konnte noch vor der zweiten Pause zum 4:4 ausgleichen. Wegen einer Fünf-Minuten-Strafe für Christian Kretschmann hatten die Joker im dritten Abschnitt reichlich Zeit einen weiteren Überzahltreffer zu erzielen, doch dieser wollte nicht gelingen. Stattdessen wurden die Gäste zum Ende hin immer gefährlicher. Ein starker Dieter Geidl im Tor, sowie das Glück des Tüchtigen bescherte beiden Teams nach 60 Spielminuten zunächst einen Punkt, sowie eine zusätzliche Verlängerung. Gerade einmal 17 Sekunden waren in der Overtime gespielt, da erzielte Mikko Lehtonen jedoch den 5:4-Siegtreffer für den ESVK.

Bereits am Dienstag um 19.30 Uhr steht für den ESV Kaufbeuren das nächste wichtige Heimspiel auf dem Programm. Zu Gast ist dann der EHC Freiburg. Den aktuellen Spielbericht dazu gibt es wie immer unter www.kreisbote.de.

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