0:5-Niederlage der Joker am Dienstagabend – Negativtrend setzt sich fort

ESVK chancenlos gegen Füchse

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ESVK-Trainer Juha Nokelainen erklärt zur Niederlage: „Wir waren vielleicht etwas übermotiviert und sind deshalb ins offene Messer gelaufen.”

Kaufbeuren – Nichts war es mit den ersten Punkten unter dem neuen Trainergespann Juha Nokelainen und Stefan Mayer. Mit 0:5-Toren blieben die Joker am Dienstagabend erneut punktlos und obendrein noch torlos. Dies war die Niederlage Nummer 18 in Folge.

Spielstarkes Gästeteam 

Schon im ersten Drittel zeigte sich die Dominanz des Teams aus Weißwasser. Durch ein aktives Forechecking der Gäste kamen die Joker nicht ins Spiel. Anhand diverser Umstellungen litt der Spielfluss in den Reihen der Kaufbeurer. So stürmte der zurzeit von Straubing ausgeliehene Marcel Brandt mit dem Kanadier Lunden und Richter, sowie Hadraschek mit Oppolzer und Thomas. In der ersten Reihe fungierte Kreitl zwischen Schmidle und Menge. 

Erstmals vor heimischer Kulisse gab Verteidigerneuzugang Matthias Bergmann sein Debüt. Nicht mit auf Bank waren die verletzten Fröhlich, Knackstedt und der erkrankte Lauterbacher. Stefan Vajs saß seit langem wieder auf der Auswechselbank. 

Der zwischen den Pfosten stehende Pasi Häkkinen konnte sich über zu wenig Arbeit nicht beklagen. Er hielt, was zu halten war, doch bei dem Getümmel in seinem Torraum beim ersten Treffer der Gäste konnte er dies nicht verhindern. Ebenso chancenlos war er beim nächsten Gegentor, ein satter Schuss aus nächster Nähe, freistehend vom gegnerischen Stürmer. Nicht genug, vor der Pause fiel noch das 0:3. 

Im zweiten Durchgang fiel zwar nur ein Lausitzer Treffer, doch die Joker boten ein ganz schwaches Drittel, dazu erhielt noch Torhüter Häkkinen eine zehnminütige Disziplinarstrafe vom umstrittenen Hauptschiedsrichter Hascher aufgebrummt. Da dies schon seine dritte große Strafe ist, konnte Häkkinen am Freitag, 6. Februar, im Heimspiel gegen Riessersee nicht auflaufen. 

Das 0:5 fiel in der 48. Minute, damit hatten auch die Füchse genug und die 863 Zuschauer, soweit sie nicht zu den von weit angereisten Gästefans zählten, sehnten das Spielende herbei. 

Zufriedener Gästetrainer 

Klar war Gästetrainer Dirk Rohrbach mit dem Sieg zufrieden. Seine Mannschaft habe weitgehend taktisch diszipliniert und clever gespielt und dabei den Puck gut laufen lassen. 

Weniger zufrieden war natürlich ESVK-Trainer Juha Nokelainen: „Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, das Konterspiel von Weißwasser zu unterbinden, was uns im ersten Drittel überhaupt nicht gelungen ist. Da waren wir vielleicht etwas übermotiviert und sind deshalb ins offene Messer gelaufen. Der zweite Durchgang war diesbezüglich etwas besser, allerdings konnten wir unsere Torchancen nicht nutzen. Selbst im letzten Drittel haben wir noch alles versucht, Weißwasser hat aber clever gespielt und deshalb natürlich verdient gewonnen.“ 

Sonntag in Frankfurt 

Alles andere als einfach ist das kommende Auswärtsmatch der Joker. Der Gastgeber, der Tabellenfünfte Frankfurt Lions, hat genau dreimal so viel Punkte wie der ESVK in der laufenden Saison erspielt. Zuletzt fegten sie die Ravensburger Towerstars glatt mit 8:2-Toren vom Eis. 

Die Kaufbeurer treten als klarer Außenseiter in Hessen an. Hier wird vor allem auf die Defensive und letztendlich auf den Torhüter einiges an Arbeit zukommen. Für die Joker geht es in den restlichen sieben Hauptrundenspielen in erster Linie darum, sich optimal für die danach anstehenden Play-Down-Serien einzuspielen und durch eventuelle zwischenzeitliche Erfolge auch den Optimismus nicht zu verlieren. von Werner Mayr

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