Niederlage gegen Schlusslicht

ESVK verliert Heimspiel gegen Bayreuth und unterliegt in Freiburg

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Markus Lillich traf für den ESVK zweimal, dennoch verloren die Joker gegen Bayreuth.

Kaufbeuren – Es bleibt sehr spannend im oberen Tabellendrittel der DEL2. Nicht nur die Joker gaben Punkte ab, sondern auch die Konkurrenz gab sich Blößen. Nach dem 44. Spieltag sind nun die Frankfurter Löwen an der Spitze, der ESVK ist nach den letzten zwei Niederlagen auf Rang Fünf gerutscht.

ESVK arg geschwächt

Mit den angeschlagenen Spielern konnte ESVK-Coach Andreas Brockmann gerade noch zehn Stürmer und sechs Verteidiger aufbieten. Es fehlten neben Sebastian Osterloh und Julian Eichinger auch Simon Schütz, Jere Laaksonen, Fabian Koziol, Florian Thomas, Joey Lewis und Torhüter Stefan Vajs. Die krankheitsbedingt unter der Woche nicht trainierenden Denis Pfaffengut und Daniel Oppolzer stellten sich in den Dienst der Mannschaft.

Bayreuth entführt erneut Punkte

In Bezug auf die Erfolgsquote sind die Bayreuth Tigers kein gern gesehener Gast in Kaufbeu­ren. Zum zweiten Mal schon in dieser Saison entführten die Franken schon Punkte aus der erdgas schwaben arena. Diesmal nach dem 3:4 Erfolg sogar deren Drei.

Der ESVK ging nach sechs Minuten durch Markus Lillich, der einen Schuss abfälschte, in Führung. Die nachfolgenden Chancen der Joker machte der gut positionierte Bayreuther Torhüter Timo Herden zunichte. Im zweiten Drittel folgte der Ausgleich durch den früheren Joker Martin Heider. Das 1:2 fiel fünf Minuten später und von da ab mussten die Joker ständig einem Tor nachlaufen. Der Ausgleich durch den stark spielenden Markus Lillich hielt nur fünf Minuten, ehe die Tigers den nächsten Treffer erzielten.

In der 47. Minute kamen die Kaufbeurer in Überzahl durch Florin Ketterer zum lang ersehnten Ausgleich. Die Hoffnung der 2663 Zuschauer, zumal es Kaufbeurer Fans waren, ruhte auf den nächsten Treffer und zu einem Arbeitssieg des ESVK. Doch umsonst, wieder in Unterzahl fingen sich die Joker vier Minuten vor dem Ende den Treffer zum 3:4 ein. Es folgte vergebenes Bemühen auf den Ausgleich.

Freiburg nicht zu bezwingen

Mit der gleichen Minibesetzung wie am Freitag reisten die Kaufbeu­rer am Sonntag in den Breisgau. Diesmal stürmte Oppolzer an der Seite von Sami Blomqvist und Branden Gracel im ersten Sturm. Die Freiburger dagegen mit drei Neuzugängen vor 1479 Zuschauern.

Zweimal überstanden die Joker schon Strafzeiten, aber nach fünfzehn Minuten gelang den Wölfen dann im Spiel Fünf gegen Fünf der Führungstreffer. Sekunden vor den Ende des ersten Spielabschnittes gab es noch mehrere Chancen für die Joker, doch die Gastgeber retteten sich in die Pause.

Mit viel Power kamen die Joker aus der Kabine und wollten den Ausgleich. Doch eine weitere Strafe gegen die Kaufbeurer brachte den Sturmlauf ins Stocken und die Wölfe bestimmten das Geschehen, doch Marc-Michael Henne im Tor des ESVK bot eine fabelhafte Leistung. Aber die nächste Strafzeit gegen die Kaufbeurer brachte den nächsten Freiburger Treffer. Nach 44 Minuten fiel das 3:0. Zwar konnte Ossi Saarinen nur 44 Sekunden später den ersten Treffer für die Joker erzielen, doch zwei Minuten darauf kamen die Freiburger dank Überzahl zum 4:1. Das war es dann schon, die Joker konnten an diesem Abend dem Tabellenletzten nichts mehr entgegensetzen und verloren völlig verdient. ESVK-Trainer Brockmann: „Freiburg hat viel mehr investiert, hat unsere Schüsse geblockt. Wir haben hinten zu viele Fehler gemacht, deshalb verdient verloren!“

Freitag Heimspiel gegen Bad Tölz

Am Freitag folgt das bayerische Derby gegen die Tölzer Löwen. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr in der erdgas schwaben arena. Die Löwen kämpfen als Tabellenzwölfter mit allen legalen Mitteln noch um den begehrten zehnten Tabellenrang, um nicht in die Abstiegsspiele zu geraten. Dazu übernahm der Italo-Kanadier Scott Beattie vor zwei Wochen das Traineramt von dem abgesetzten Trainer Markus Berwanger. Auf dem Spielersektor reagierte die Klubführung ebenfalls: Für den auf unbestimmte Zeit verletzt fehlenden Topscorer Kyle Beach wurde Tyler Gron aus Kassel verpflichtet. Ebenfalls von den Huskies wechselte mit Florian Kraus ein junger deutscher Verteidiger an die Isar und soll somit den relativ kleinen Kader erweitern. Bisher konnten die Kaufbeurer Joker alle drei Punktspiele diese Saison für sich entscheiden.

von Werner Mayr

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