Neun Niederlagen in Folge

Joker stürzen weiter ab

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ESVK-Strümern Josh Burnell schoss eines der drei Tore am Freitag.

Kaufbeuren – Sportlich läuft beim ESVK überhaupt nichts mehr. Die Niederlagenserie ist nun schon auf neun in Folge verlorene Spiele angewachsen. Zuletzt gab es am Freitag zuhause ein 3:4 gegen Rosenheim und beim 3:0 in Crimmitschau blieb man gar torlos.

Die Joker verloren in dieser Phase damit gegen Crimmitschau, Weißwasser, Heilbronn und Freiburg, alles Teams, die noch vor den Feiertagen hinter dem ESVK platziert sind oder waren. Der ESVK ist nun schon vier Punkte hinter Crimmitschau und noch drei vor Weißwasser. Bei den beiden Wochenendspielen mussten die Kaufbeurer erneut auf ihren Top-Scorer Chris St. Jacques verzichten, der aufgrund von Leistenproblemen zum Zuschauen verurteilt ist.

Norbert Pascha neuer Co-Trainer 

Ab sofort unterstützt der Dresdner Norbert Pascha den ESVK-Coach Mike Muller bei der Arbeit. Der 34-jährige ehemalige Torhüter der Eislöwen war zuletzt in der Oberliga Nord bei den Saale Bulls in Halle beschäftigt.

Heimniederlage gegen Rosenheim 

Eigentlich sollten schon beim Heimspiel am Freitag gegen die Starbulls aus Rosenheim die ersten Punkte nach der wochenlangen Durststrecke eingefahren werden. Die Chance dazu war da, denn die Starbulls entfalteten bei weitem nicht die Spielstärke vergangener Jahre. Der Wille der Joker war zweifelsohne vorhanden, doch es läuft zurzeit einfach nicht mehr. Die herausgespielten Chancen werden nicht genutzt, ein Torjäger fehlt.

Bis zur 23. Minute dauerte es, ehe Marc Schmidpeter die Führung erzielte. In Unterzahl bekamen die Joker den Ausgleich, doch kurz darauf verwandelte Josh Burnell einen Konter nach einem Sahnepass von Simon Schütz. Wieder gelang den Gästen der Ausgleich. Die Führung der Starbulls zu Beginn des letzten Drittels konnte Lee Baldwin zum 3:3 ausgleichen. Es sah schon fast nach einer Verlängerung aus, da handelten sich die Kaufbeurer kurz vor Ende fast zeitgleich noch zwei Strafen ein. Da ließen sich die Starbulls nicht lange bitten und nutzten ihr Überzahlspiel zum entscheidenden Siegtor vor 1799 Zuschauern aus. ESVK-Coach Mike Muller haderte nach eigener Aussage mit der Disziplin und unnötigen Strafzeiten seines Teams, die den Ausschlag gaben.

Crimmitschau gewinnt Ligaduell 

Ein sogenanntes „Sechs-Punkte-Spiel fand am Sonntagabend im Sahnpark in Crimmitschau statt. Zudem trafen zwei Verlierer von den Freitagspielen aufeinander. Während die Kaufbeurer die Punkte aus dem Heimspiel an die Starbulls abgaben, kamen die Eispiraten gar mit einer 14:3-Schlappe aus Kassel zurück. Somit lautete die Frage: Wer hat seine Freitagsniederlage besser verdaut? Dem Resultat nach die Eispiraten, denn nach 60 Minuten heimsten sie ganz wertvolle drei Punkte ein, während die Joker wieder einmal mit leeren Händen da standen.

Das Ergebnis täuscht etwas, denn bis zur Hälfte der Partie fielen keine Tore. Dann nutzten die Gastgeber eine Strafe gegen den ESVK zur Führung aus. Weiterhin verlief das Match vor 2057 Zuschauern sehr spannend, wenn auch die Westsachsen 30 Prozent mehr Torschüsse verbuchen konnten als die Allgäuer.

In der Schlussphase drehten die Eispiraten noch einmal auf und kamen durch zwei Tore zum 3:0 Heimsieg über die Joker. Freitag nach Dresden Das nächste Match führt die Joker am Freitag nach Dresden. Die Eislöwen haben erst kürzlich den Trainer gewechselt, für Thomas Popiesch steht nun Bill Stewart hinter der Bande. Aktuell befinden sie sich auf Rang Acht.

DNL-Team ohne Chance 

Zweimal musste die Kaufbeu­rer DNL-Mannschaft letztes Wochenende beim Tabellenführer in Mannheim antreten. Durch krankheitsbedingte Ausfälle konnte Trainer Juha Nokelainen auf keinen der drei etatmäßigen Torhüter seiner DNL-Mannschaft zurückgreifen. Deshalb hütete der erst 16-jährige Roman Steiger aus dem Schülerteam das Gehäuse. Gleich beim ersten Aufeinandertreffen am Samstag erhielt er 53 Schüsse auf sein Tor, am Ende hieß es 8:1 für den Favoriten aus Mannheim. Den Ehren-und Führungstreffer erzielte Simon Weingartner gleich zu Beginn.

Am Sonntag war das Match in der SAP-Arena ausgeglichener, doch auch hier siegten die Gastgeber mit 5:3 Toren. Diesmal führten die Kaufbeurer durch Markus Lillich und Timo Schirrmacher gar mit 0:2, ehe die Jungadler kurz vor der ersten Pause zum Anschlusstreffer kamen. Das zweite Drittel ging anfangs klar an die Gastgeber, aber Tim Wohlgemut machte die Partie anhand seines Überzahltreffers noch einmal spannend. Fünf Minuten vor Ende folgte die endgültige Entscheidung zum 5:3.

Durch diese beiden Niederlagen haben sich die Kaufbeurer aus dem Spitzentrio verabschiedet und befinden sich noch auf einem vierten Rang, wenngleich sie auch schon zwei Spiele mehr als die direkten Verfolger absolviert haben.

von Werner Mayr

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