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Noch viel Arbeit

Ringer Christopher Kraemer scheidet beim Großen Preis vorzeitig aus

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Geschafft: Christopher Kraemer (re.) gewinnt das nationale Duell gegen Etienne Kinsinger.

Westendorf/Dortmund – „Ich bin einerseits auf dem richtigen Weg, anderseits weiß ich auch, woran ich noch an mir arbeiten muss“, so die Erkenntnis von Christopher Kraemer nach dem Großen Preis von Deutschland. Zwei Tage lang kämpften über 200 nationale und internationale Spitzenringer in Dortmund um Gold, Silber und Bronze. Kraemer ging im Limit bis 60 Kilogramm auf die Matte, schied allerdings vorzeitig aus.

Gleich in der Qualifikation kam es zum Duell gegen seinen größten Widersacher. Der Saarländer Etienne Kinsinger gewann vor zwei Monaten den letzten großen Vergleich, als er sich in Burghausen den deutschen Meistertitel sicherte. Doch diesmal konnte der 22-jährige Westendorfer das knappe Duell für sich entscheiden. Beim 1:1 gegen den Köllerbacher erzielte der DRB-Kaderathlet aus dem Allgäu die letzte Wertung. „Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Dass keine richtigen Aktionen zu sehen waren, liegt daran, dass wir uns eben sehr gut kennen“, erzählt Kraemer. Beide Ringer ließen überhaupt nichts zu. Die wenigen Ansätze wurden schon im Keim erstickt. Daher kam es zu keiner technischen Wertung. „Ich fand es nicht schlecht, dass sich Kinsinger und Kraemer bereits in der Qualifikation gegenüberstanden. Für Chris war es schön, das nationale Duell knapp für sich entschieden zu haben“, freut sich Bundestrainer Michael Carl für den Ostallgäuer.

Doch schon im nächsten Kampf gegen den Schweden Ardit Fazljija war Endstation. Mit 0:5 verlor Kraemer das Duell. „Ich habe mich richtig gut gefühlt, wollte einen Griff ziehen und wurde daraufhin ausgekontert“, sagt Kraemer über die Viererwertung des Schweden. „Es war eine ausschlaggebende Aktion“, bedauert der Westendorfer sein vorzeitiges Aus. Es sei schon ärgerlich und bitter, wenn man auf diese Weise verliert. „Mir ist es wichtig, dass ich wieder den Anschluss gefunden habe. Dennoch muss ich weiter und härter an mir arbeiten“, so der Bundesliga-Ringer.

Ob sich Kraemer bei Bundestrainer Michael Carl nun für die vom 20. bis 28. Oktober stattfindende Weltmeisterschaft in Ungarn empfehlen konnte, wollte der DRB-Coach noch nicht beantworten. „Was die Nominierungen WM und U23-WM angeht, darüber muss ich mir erst meine Gedanken machen. Entscheidend ist nicht nur der gesamte Jahresverlauf, sondern auch was für den jeweiligen Athleten besser ist.“ Bis zum kommenden Wochenende wird Christopher Kraemer an einem Lehrgang in Saarbrücken teilnehmen. Es ist die letzte Maßnahme vor Saisonbeginn. Denn am 8. September startet schon die neue DRB-Bundesliga-Runde für den TSV Westendorf.

sg/kb

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