Obergünzburger Volleyballerinnen verlieren Heimspiel gegen Friedberg – Mauerstetten greift auch daneben

Unnötige Patzer

+
Enttäuschte Gesichter bei den Spielerinnen des TSV Obergünzburg nach der Niederlage gegen den TSV Friedberg.

Obergünzburg/Mauerstetten – Mit einer faustdicken Überraschung ist das Auftaktspiel der Obergünzburger Volleyballerinnen nach der Weihnachtspause in der Regionalliga-Südost zu Ende gegangen. Der Tabellenzweite musste sich daheim dem TSV Friedberg in fünf Sätzen geschlagen geben. Auch Liga-Kontrahent Mauerstetten erwischte keinen optimalen Start ins neue Spieljahr 2018. Das Team verlor ihr Auswärtsspiel in Bamberg mit 1:3.

Die Enttäuschung war ihnen buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Nach rund zwei Stunden stand die dritte Saisonniederlage fest. Dass es bereits die zweite Pleite vor heimischem Publikum war, wurde zur Nebensache. „Wir wissen doch, was wir können, haben es aber nicht abgerufen“, zeigt sich Miriam Amann konsterniert. Kopfschüttelnd und bedient war Cheftrainer Juraj Misik. Für ihn sei es unbegreiflich, warum sein Team dieses Spiel aus der Hand gab.

Zuversichtlich gingen die Günztalerinnen vor heimischen Publikum aufs Parkett. Durchgang eins wurde mit 25:17 gewonnen, allerdings drehte der TSV Friedberg den Spieß im zweiten Satz herum. Hier konnte der Tabellenvorletzte mit 25:21 überzeugen. „Friedberg war im Gegensatz zu uns hochmotiviert. Sie haben sich nie aufgegeben“, bilanziert Mannschaftsführerin Amann. Selbst im dritten Satz lief man permanent einem Rückstand hinterher. Friedberg zog bereits auf neun Punkte weg, ehe bei Obergünzburg beim Stande von 18:22 doch noch etwas Hoffnung aufkeimte, diesen so für die Psyche wichtigen dritten Durchgang noch zu entscheiden Doch Friedberg pushte sich immer wieder nach vorne und gewann diesen mit 25:20. „Wir haben einfach zu viele individuelle Fehler produziert und unsere Aufschläge kamen nicht. Uns ist es nicht gelungen, hier konsequenter aufzutreten“, fasst Amann diesen Satz aus ihrer Sicht zusammen. Es hätte noch bitter kommen können, als Obergünzburg im Abschnitt vier schon wieder beim Spielstand von 5:9 einem Rückstand hinterlaufen musste. Nach einem Timeout fing sich die Mannschaft wieder und drehte die Partie zu ihren Gunsten. Der TSV rettete sich nach dem 25:19 in den Tie-Break. Hier wollten die Günztalerinnen zumindest den Zusatzpunkt holen. Sie gingen zwar immer in Führung, doch Friedberg egalisierte den Vorsprung und zeigte zum Ende des Matches den stärkeren Siegeswillen. Die Gäste führten 12:9 und ließen sich das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen. „Wir müssen aus dieser Niederlage lernen und es im nächsten Spiel besser machen“, geht für Amann der Blick dennoch nach vorne. Dagegen ist für Coach Juraj Misik die Partie noch längst nicht abgehakt. „Wir hätten den Gegner mehr unter Druck setzen müssen. Friedberg war motivierter als wir“, kann der Slowake aus der Niederlage überhaupt nichts Positives abgewinnen. „Ich habe so eine Leistung in dieser Saison noch nicht gesehen. Darüber müssen wir sprechen.“

Pleite des SV Mauerstetten

Nicht nur Obergünzburg patzte am vergangenen Wochenende, auch Ligaprimus Sonthofen verlor überraschend in Erlangen mit 1:3 Sätzen. Hinzu kommt noch die Pleite des SV Mauerstetten auswärts gegen die Ballarinas Bamberg. Konnte der Aufsteiger Satz eins noch mit 25:16 für sich entscheiden, so gewannen die Oberfranken in der Folge die Sätze zwei bis vier mit 25:21, 25:21 und 25:23.

In der Tabelle konnte nur Obergünzburg etwas Boden gutmachen. Auf Spitzenreiter Sonthofen sind es nur noch drei Punkte Rückstand.

von Stefan Günter

Auch interessant

Meistgelesen

Ringen: Christopher Kraemer startet beim Großen Preis von Deutschland
Ringen: Christopher Kraemer startet beim Großen Preis von Deutschland
BSK: Nach 0:7-Klatsche in Babenhausen kommt Wiggensbach
BSK: Nach 0:7-Klatsche in Babenhausen kommt Wiggensbach

Kommentare