Boxen in einer Eliteschule

Oleg Fertich trainiert nun an Bundesstützpunkt Brandenburg

Oleg Fertichs Boxer
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Oleg Fertichs neues Zuhause ist nun die Eliteschule des Sports in Frankfurt (Oder).

Kaufbeuren – Oleg Fertich zählt zu den Leistungsträgern des Boxclub Kaufbeuren. Jetzt geht es in seiner noch jungen sportlichen Karriere steil bergauf. Der 19-Jährige wurde in die Eliteschule des Sports in Frankfurt (Oder) aufgenommen. Fertich trainiert ab sofort am Bundesstützpunkt Brandenburg.

Ein Traum ist für den jungen Sportler in Erfüllung gegangen, auch wenn sein neues Zuhause rund 700 Kilometer weit entfernt ist. Seit über einer Woche ist Fertich nun dort. Der große Campus umfasst drei Internate, eine Mensa und zahlreiche Sporthallen. Alles fußläufig erreichbar. „Mein Training ist mit dem Schulstundenplan abgestimmt“, geht für den 19-Jährigen der Tag bereits um 7.15 Uhr los. Die erste Einheit erfolgt um 10 Uhr, die zweite ab 16.30 Uhr. Erst abends hat er Zeit für Hausaufgaben und Freizeitaktivitäten.

Zehn bis zwölf Einheiten sind von Montag bis Freitag angesetzt. Im Rahmen von Wettkampfvorbereitungen wird durchaus auch noch am Wochenende trainiert. Obwohl Fertich noch nicht dem Bundeskader angehört, sondern nur dem bayerischen Landeskader, hat er eine Sondergenehmigung erhalten, um in den beiden Boxsporthallen trainieren zu können. Zunächst einmal bis 2023 bleibt der Kaufbeu­rer nun in Frankfurt (Oder) an der Eliteschule. Danach hat er viele Möglichkeiten, um in den Sportfördergruppen von Bundeswehr, Polizei oder Feuerwehr aufgenommen zu werden.

Fertich ist mittlerweile der vierte Boxer aus der Talentschmiede des BC Kaufbeuren, der diesen Weg geht. Eduard Schmidt und Roman Boger wechselten genauso an den Olympiastützpunkt Heidelberg wie Artur Krischanowski, der seit 2014 dort beheimatet ist und zur Spitze der deutschen Boxer gehört. „Mit dem Wechsel von Oleg bestätigen wir weiterhin unsere super Arbeit. Die Mühen und Anstrengungen haben sich für ihn gelohnt. Ziel muss sein, dass er sportlich weiterkommt“, freut sich BCK-Vorstand Roman Slobodyanikov für den jungen Athleten.

Fertich hat beste Bedingungen am Bundesstützpunkt. In jedem Ring ist eine Kamera installiert, sodass nach den Einheiten jederzeit Videoauswertungen möglich sind. „Hier ist alles auf einem sehr hohen professionellen Niveau“, kommt Fertich beim Erzählen ins Schwärmen. „Wir haben schon viele Partnerübungen gemacht, Sparring, Übungen am Sandsack und Zirkeltraining.“ Während in der Früheinheit vorwiegend die Koordination im Fokus steht, folgen am Nachmittag dann die anstrengenden Einheiten. Das Rund-um-Sorglos-Paket bildet noch das Reha-Zentrum. Sportmediziner und Physiotherapeuten stehen den Sportlern jederzeit zur Verfügung.

Aufgrund der Corona-Situation ist derzeit nichts planbar. Fest steht, dass Fertich Ende Oktober bei den Deutschen Einzelmeisterschaften in Uhldingen-Mühlenhofen (Baden-Württemberg) in den Ring steigen wird. Ob der 19-Jährige schon im Mai bei der U22-EM in Italien mit dabei sein wird, ist noch offen. Roman Slobodyanikov freut sich aber schon auf eine Stippvisite seines Schützlings. „Wenn Corona vorbei ist, wir endlich wieder normal trainieren können, freuen wir uns auf ein Special-Training mit Oleg.“

Stefan Günter

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