Mann gegen Mann

Omid Safdari zu großem Muay Thai-Spektakel nach Erfurt eingeladen

+
Eine intensive, aber kurze Vorbereitungsphase hatte Omid Safdari (rechts) mit seinem Trainer Markus Lang.

Kaufbeuren – Der Kaufbeurer Omid Safdari geht nach seiner Ehrung zum „Sportler des Jahres“ an seine nächste Aufgabe heran. Im Rahmen der großen Erfurter Kampfsportnacht ist er am Samstag, 13. April einer von acht Teilnehmern des Muay Thai-Events „Welcome to the East“. Rund 1500 begeisterte Zuschauer werden im Steigerwaldstadion die Protagonisten anfeuern.

„Das wird kein Zuckerschlecken, für keinen der Teilnehmer“, verweist Markus Lang auf das starke Teilnehmerfeld in der thüringischen Hauptstadt. Bei diesem Spektakel werden nur A-Kämpfer nach der Krone greifen. Für den Trainer von Safdari dürfte die Kondition das A und O an diesem Abend sein. Denn um am Ende ganz oben auf dem Podest zu stehen, muss ein Athlet drei Siege haben. Lang ist überzeugt, dass durch die Ehrung zum „Sportler des Jahres“ auch bei seinem Schützling noch mehr Prozente freigesetzt werden. „Wichtig ist, dass ich von Beginn an Druck mache, um alles zu geben. Ein Taktieren oder Abwarten kann leicht ins Auge gehen“, sagt Safdari und deutet auf das besondere Reglement: Gekämpft wird 3 x 3 Minuten. Um siegreich hervorzugehen, muss der Kaufbeurer bei seinen Gegnern einen klassischen Knock­down (Niederschlag) herbeiführen, um den Kampf vorzeitig beenden zu können. Dafür hat er drei Runden Zeit. Geht keiner der Kämpfer zu Boden, entscheidet die vierte Runde. Hier gibt es dann nur eine reine Punktwertung. „Keiner wird hier mit angezogener Handbremse in den Ring steigen. Ich erwarte einen kräftezehrender Abend“, so Safdari. Ohne Kopfschutz und Schienbeinschoner müssen die Kämpfer ihre Duelle bestreiten. „Da spürst du jeden Schlag. Das geht extrem auf die Knochen.“

Der 25-jährige Kämpfer des Sugrib Gym Kaufbeuren konnte sich nicht ganz optimal auf dieses Event vorbereiten. Eine Ellbogenverletzung warf ihn etwas zurück. Eine Teilnahme an den Deutschen Muay Thai-Meisterschaften in Kirchheimbolanden (Rheinland-Pfalz) war daher nicht möglich. Zuletzt stand Safdari im Januar im Ring. Hier holte er sich beim Maximus-Cup in Prag den Turniersieg.

Nach Erfurt kann sich Omid Safdari nicht lange ausruhen. Vier Wochen später geht es für ihn in Herbrechtingen in einem Profikampf um die deutsche Muay Thai-Krone. Sein Gegner ist dann Jan Otterbein aus Wuppertal.

von Stefan Günter

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Turnverein Kaufbeuren zeichnet seine Sportler aus
Kaufbeuren
Turnverein Kaufbeuren zeichnet seine Sportler aus
Turnverein Kaufbeuren zeichnet seine Sportler aus

Kommentare