Ergebnisse aus der Fußball-Landesliga-Südwest und der Bezirksliga-Süd

Punkte für jede Mannschaft

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SVK-Schlussmann Bernd Grund war gegen den Aufsteiger wieder einmal in bestechender Form.

Landkreis – Befreiungsschlag für den SVO Germaringen, glücklicher Punktgewinn für den BSK Olympia Neugablonz und ein wichtiger Erfolg für die SpVgg Kaufbeuren: Die Ostallgäuer Fußball-Teams haben am Wochenende nicht verloren.

Erst in der Schlussminute gelang Yakup Sevimli der 1:1-Ausgleichstreffer für Neugablonz in Erkheim. Den wohl wichtigsten Erfolg feierte in der Bezirksliga-Süd Germaringen mit einem 1:0 über den TSV Schwaben Augsburg. 

Der SVO Germaringen ist wieder im Rennen um den Klassenerhalt. Die Ostallgäuer zwangen das favorisierte Team des TSV Schwaben Augsburg in die Knie. Das Team von Coach Michael Grigoleit holte sich in der Frühjahrsrunde nach vier nicht gewonnenen Partien endlich den ersten Dreier. Weil zudem die Verfolger Fellheim und Wildpoldsried nicht gewannen, hat der SVO auf einen Nichtabstiegsplatz Boden gut gemacht. Auf den TSV Mindelheim haben die Ostallgäuer nur noch drei Punkte Rückstand. Allerdings liegt Germaringen auch nur drei Punkte vor der Abstiegszone. 

Lucas Bergmann erzielte bereits in der 9. Spielminute das Tor des Tages aus Sicht des SVO: „Das war eine super Einzelleistung. Er wollte das Tor unbedingt erzielen. Das hat man ihm angesehen“, so die lobenden Worte von Coach Michael Grigoleit nach dem Schlusspfiff. Über die gesamte Spielzeit kämpfte und verteidigte der SVO seine frühe Führung. „Der Sieg ist voll verdient“, unterstreicht der Übungsleiter die klasse Leistung seiner Jungs. 

Waren sie in Mindelheim (0:1) und gegen Erkheim (2:2) doch ebenbürtig, so gelang ihnen in dieser Phase der wichtige Sieg. Was Germaringen auch zu Gute kam, war ihre Spielweise, die Schwaben Augsburg in keinster Weise lag. „Sie wollten schnell über die Außen kommen, waren nur über die Standards richtig gefährlich. Wir standen zudem sehr tief. Das gefiel ihnen natürlich überhaupt nicht“, zeigt sich Verteidiger Johannes Martin sichtlich erleichtert. 

Für Kapitän Patrick Gebler sei es der verdiente Lohn, den favorisierten Fuggerstädtern im eigenen Stadion den Schneid abgekauft zu haben. Schließlich konnte der SVO auch auswärts Schwaben beim 4:1-Sieg drei Punkte wegnehmen. „Ich spekuliere immer noch auf den Nicht-Relegationsplatz. Wir ziehen unser Ding durch. Dann schauen wir, dass wir es auf eigene Faust hinbekommen.“ Bereits am kommenden Freitag (24. April, siehe unten) kann Germaringen im Lokalderby beim BSK Olympia Neugablonz nachlegen. 

Die SpVgg Kaufbeuren bleibt in der Fußball-Landesliga-Südwest das Maß aller Dinge. Auch im sechsten Spiel in Folge konnte die SVK punkten. Beim Aufsteiger Planegg-Krailing holten die Wertachstädter einen 2:1-Auswärtserfolg. Alexander Schmidbauer gelang im Nachschuss die 1:0-Führung, nach dem er zuvor bei seinem Strafstoß an Planeggs Daniel Sturm scheiterte (19.). Der Aufsteiger und Gastgeber lief permanent. Doch die SVK stand sehr diszipliniert in der Abwehr und hielt die Oberbayern in Schacht. 

Nach dem Seitenwechsel gelang Planegg zwar der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich (61.), doch vier Minuten später traf Lukas Göttle aus rund 20 Metern zum viel umjubelten 2:1. In der Schlussphase fehlte Kaufbeuren die Kraft – bedingt durch das Nachholspiel am vorherigen Mittwoch gegen Mering – doch die Elf schaffte es dennoch, den Sieg über die Zeit zu retten.

 „Wow, das war ein enormer Kraftakt. Planegg hat über die gesamte Spielzeit Gas gegeben“, ist für SVK-Mittelfeldakteur Lukas Göttle der Sieg Balsam für die Seele. Zudem konnte man Planegg als Konkurrenten auf Distanz halten. HInzu kommt, dass Kaufbeuren im direkten Vergleich ebenfalls besser ist. „Es war ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel für uns“, wusste auch Kapitän Benjamin Kleiner im Vorfeld um die Bedeutung dieser Begegnung.

„Wichtig ist jetzt, dass wir uns weiter die nötigen Punkte holen, damit wir den Klassenerhalt vorzeitig fix machen“, ist für den 29-jährigen Abwehrchef der Tabellenplatz erst einmal zweitrangig. Kaufbeuren hat sich durch den weiteren Dreier auf den zehnten Rang vorgekämpft und gehört mit nunmehr 37 Punkten zu den Top 10 der Landesliga-Südwest. 

Eine gewisse Vorfreude gibt es bereits, wenn Kaufbeuren am kommenden Samstag (25. April) im Parkstadion einen weiteren bärenstärken Gegner mit dem TSV Kottern vor der Brust hat. Die Oberallgäuer liegen im oberen Tabellendrittel und spielen um den Aufstieg in die Bayernliga.

von Stefan Günter

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