Obergünzburger Volleyballerinnen schlagen München und Friedberg in Regionalliga

Perfekter Saisonstart

+
Freude nach dem erfolgreichen Auftaktwochenende bei Mannschaftsführerin Miriam Amann.

Obergünzburg – Mit zwei Siegen haben die Volleyballerinnen des TSV Obergünzburg die neue Spielzeit in der Regionalliga-Südost begonnen. Dem 3:0-Auswärtssieg gegen VCO München folgte tags darauf ein weiterer Erfolg gegen den TSV Friedberg.

„Das war ein ganz anderer Gegner. Auch das Spiel hatte eine andere Qualität“, bilanziert Juraj Misik. Der Cheftrainer zeigte sich nach Spielschluss zufrieden. „Wir konnten uns nach der Partie gegen München steigern“, lobt der Slowake die Leistung seiner Spielerinnen. Für Mannschaftsführerin Miriam Amann liefen die Mechanismen schon viel besser. „Dass wir auch unser zweites Spiel in Folge gewinnen, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet“, genießt sie den Glücksmoment in vollen Zügen. Gegen den Drittliga-Absteiger Friedberg sicherten sich die Günztalerinnen Satz eins und zwei jeweils mit 25:22. Obwohl das TSV-Team im dritten Durchgang mit einigen Problemen zu kämpfen hatte, schaukelten sie auch diesen Satz mit 25:20 nach Hause.

Schon der Auftakt gegen Liganeuling München war verheißungsvoll. Ohne zuvor ein Testspiel oder Turnier absolviert zu haben, wussten die Spielerinnen nicht, wie ihre Leistung einzuordnen ist. Das neu formierte Team stand zum ersten Mal unter Wettkampfbedingungen auf dem Parkett. Satz eins ging mit 25:20 an die Gäste aus dem Ostallgäu. „Wir haben etwas gebraucht, um ins Spiel zu finden“, erzählt Amann. Im zweiten Durchgang lief es dann wesentlich besser. Mit 25:15 wurde dieser Satz gewonnen. Jetzt war Obergünzburg im Spiel angekommen und dominierte auch den dritten Satz mit 25:16. Nach den beiden Siegen hat das Team von Cheftrainer Juraj Misik gleich die Tabellenführung übernommen. Bevor am Sonntag der TSV seine Heimpremiere gegen Bamberg um 14.30 Uhr feiert, führt die Fahrt am Samstag ins oberfränkische Neudrossenfeld. 

Chance und Herausforderung

Mit der Vizemeisterschaft in der Bezirksliga Schwaben und der Meisterschaft in der Kreisliga Süd konnten die Nachwuchsvolleyballerinnen des TSV Obergünzburg in der Saison 2016/17 eine der erfolgreichsten Spielzeiten verzeichnen. Lediglich der 3. Platz in den Relegationsspielen um den Aufstieg in die Landesliga bedeutete zunächst den Verbleib in der Bezirksliga. Im Frühling erreichte die 2. Mannschaft die Nachricht vom bayerischen Volleyballverband, als Drittplatzierter der Relegationsspiele in die Landesliga Südwest aufgestiegen zu sein.

Die Landesliga-Mannschaft der Volleyballabteilung des TSV Obergünzburg.

Seit Anfang Mai laufen die Vorbereitungen auf den Spielbetrieb in der höheren Liga. Für die 14- bis 23-jährigen Nachwuchsspielerinnen ist der Sprung um eine bzw. drei Ligen nach oben sowohl eine große Herausforderung als auch einmalige Chance, für die Volleyballabteilung des TSV Obergünzburg wird die Lücke zwischen der 1. Mannschaft in der Regionalliga Südost und dem Nachwuchs um eine Spielklasse kleiner. Standen im Sommer neben einmal Hallentraining pro Woche Beachvolleyball-Trainingseinheiten und Wettkämpfe im Vordergrund, hat die Mannschaft bis ausgenommen auf die Urlaubszeit im August seit Mitte Juli ihr Trainingspensum von zwei auf drei Einheiten pro Woche erhöht.

Auf Trainerseite kann die Nachwuchsmannschaft mit ihrem Trainer Walter Borst zudem kompetente Unterstützung verzeichnen: Mit dem Altusrieder Peter Schick konnte ein Trainer gewonnen werden, der bereits Landesliga-Erfahrung sammeln konnte. Trainerstationen des C-Lizenzinhabers Schick waren der TV Bad Grönenbach und der TSV Dietmannsried. Auf Verbandsebene bekleidete er mehrere Jahre lang zudem das Amt des Kreisvorsitzenden. Schick wird zusammen mit Head-Coach Borst die junge Mannschaft durch die Landesliga-Saison führen. Am Sonntag steigen die ersten Heimspiele ab 14.30 Uhr gegen TSV Königsbrunn und TSV Friedberg II.

von Stefan Günter/kb

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bittere Diagnose: Saisonende für Kapitän Sebastian Osterloh
Kaufbeuren
Bittere Diagnose: Saisonende für Kapitän Sebastian Osterloh
Bittere Diagnose: Saisonende für Kapitän Sebastian Osterloh

Kommentare