Die Personalie Peter Berger

SVK-Frauen: Steht die Vereinsführung noch hinter ihrem Trainer?

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Bleibt Peter Berger (links an der Seitenlinie) auch über die Saison hinaus Trainer der SVK-Frauen?

Kaufbeuren – Zwischen Peter Berger und der Vorstandschaft der SpVgg Kaufbeuren gibt es wohl unterschiedliche Auffassungen bei der sportlichen Ausrichtung der ersten Frauenmannschaft. „In einem Gespräch, welches ich mit den Herren Burzer und Homann vor etwa vier Wochen geführt habe, habe ich entnommen, dass die SVK ein jugendorientiertes Konzept eher vorziehen möchte“, erklärt Berger im Gespräch mit dem Kreisbote. Er dagegen wolle beim leistungsorientierten Konzept bleiben, wobei er deutlich macht, dass er nicht gegen die eigene Jugendarbeit sei.

„Eine gesunde Mischung ist hier sinnvoll, wobei die Mannschaft mir klar signalisiert hat, meinen sportlichen Weg weiter mitgehen zu wollen.“ Ob Peter Berger über die Saison hinaus nun weiterhin verantwortlicher Trainer bleiben werde, wollte Geschäftsführer Jens-Uwe Homann auf Anfrage des Kreisbote weder bestätigen, noch verneinen. Wörtlich heißt es: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die SpVgg Kaufbeuren derzeit keine Stellungnahme zu ihren Trainern abgibt. Grund ist, dass es derzeit nichts zu vermelden gibt.“ Man befinde sich in der Vorbereitung und Planung auf die neue Saison. Dazu würden zu gegebenen Zeit Gespräche mit allen an der Planung beteiligten Personen geführt, so Homann weiter. Peter Berger macht deutlich, weiterhin als Trainer zur Verfügung zu stehen. „Wenn Herr Berger seine Zukunft öffentlich ins Spiel bringt, kann er das tun. Die Entscheidung hierüber trifft aber der Vorstand“, äußert sich Homann schriftlich.

Berger will derweil keine Lippenbekenntnisse, sondern harte Fakten schaffen. „Die Vereinsführung soll sich doch mal öffentlich zur Frauenabteilung bekennen“, kritisiert er. „Ziel muss es doch sein, den Frauenfußballl in Kaufbeuren attraktiver zu gestalten, um auch neue Mitglieder gewinnen zu können. Wir brauchen auch ein Miteinander zwischen Herren- und Frauenabteilung.“ Geht es nach dem Wunsch des Landesliga-Trainers, sollen die Frauen in Zukunft zumindest im Allgäu eine Vormachtstellung haben. „Das haben sich die Spielerinnen durch ihren Einsatz und ihre Präsenz mehr als verdient.“

Niederlage gegen Ligaprimus

Derweil ist die kurze Serie von zwei gewonnenen Partien wieder gerissen. Die SVK verlor am Samstag ihr Heimspiel auf dem Kunstrasenplatz im Haken gegen den FC Ruderting mit 0:3. Damit schafften es auch die Frauen nicht, dem ungeschlagenen Ligaprimus einen Punkt abzutrotzen.

„Die Mannschaft hat alles versucht, doch gegen einen Tabellenführer kannst du auch verlieren“, macht der 53-jährige Übungsleiter deutlich. Zur Pause lag die Heimelf auf dem Kunstrasenplatz im Haken bereits mit 0:2 zurück. Insgesamt verursachte die SVK zwei Foulelfmeter. Die Gastgeschenke nahmen die Niederbayerinnen gerne an. Nach den beiden siegreich gestalteten Duellen gegen Amicitia München und SC Regensburg II hat Kaufbeuren wieder einen Dämpfer erlitten. Denn Obereichstätt und Wacker München II zogen mit Siegen an der SVK vorbei. Mit nunmehr 18 Punkten bleibt es weiterhin bei einem Vorsprung von siebten Punkten auf einen der drei Abstiegsplätze.

von Stefan Günter

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