Personalsorgen beim BSK

Cheftrainer muss ganze Mannschaft ersetzen

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Die Sorgenfalten werden immer größer bei Günter Bayer, Coach des BSK Olympia Neugablonz.

Kaufbeuren-Neugablonz – Der BSK Olympia Neugablonz geht mit großen Personalsorgen in die Frühjahrsrunde der Fußball-Bezirksliga-Süd. Die Schmuckstädter absolvierten am vergangenen Wochenende ihren beiden letzten Testspiele ohnehin schon dezimiert. Nach dem 4:2-Sieg über den SV Stöttwang, folgte am Sonntag eine deutliche 1:6-Klatsche gegen den Bezirksligisten TSV Meitingen.

Mit Cenk Er (Knieverletzung) und Kapitän Eugen Erhart (Muskelfaserriss) fielen wieder zwei Leistungsträger aus. Ein Einsatz zum Punktspielstart ist mehr als fraglich. Hinzu kommt noch die Rote Karte gegen Torwart Dennis Starowoit wegen Handspiels außerhalb des Strafraums. Auf ihn wartet eine Spielsperre. Die Situation beim BSK ist vor dem Start am Samstag gegen den TSV Bobingen nicht gerade optimal. Der Kreisbote sprach mit Cheftrainer Günter Bayer.

Herr Bayer, die Generalprobe gegen Meitingen lief überhaupt nicht nach Ihren Erwartungen?

Bayer: Ja, das ist relativ ernüchternd. Man muss es in aller Deutlichkeit sagen, dass ich es mir so krass nicht vorgestellt habe. Wir haben personell schon einen gewaltigen Aderlass zu verkraften. Es ist der Wahnsinn, wer momentan alles nicht spielt. Ich stehe erneut vor einem absoluten Neuanfang.

Was meinen Sie damit?

Bayer: Die Situation ist so gravierend und schlimm, dass ich das Team mit Spielern aus der Zweiten auffüllen muss. Es gab ja schon in der Sommervorbereitung bereits einen großen Umbruch. Wenn man bedenkt, dass aus dem Relegationsspiel gegen Oberweikertshofen mit Dennis Starowoit nur noch ein Spieler aus diesem Team noch zur Verfügung steht, weiß jeder, dass es ernst ist. Wir können das überhaupt nicht wegstecken, geschweige kommen wir bedingt durch die jüngsten Ausfälle vom Wochenende jetzt wirklich auf dem Zahnfleisch daher.

Welche Spieler sind denn momentan auf der Ausfallliste?

Bayer: Neben Cenk Er und Eugen Erhart laboriert Alessandro Mormina seine Kreuzbandverletzung aus. Alexander Günter widmet sich noch aktuell dem Futsal, ehe er bei uns wieder einsteigt. Mit Julian Süß und Thomas Waltenberger fehlen zwei weitere wichtige Spieler wegen eines Kreuzbandrisses. Waldemar Schander ist in der Aufbauphase nach seinem Kreuzbandriss. Caner Schmitt fehlt wegen eines Muskelfaserrisses, Alexander Weber steht dem BSK wegen seines Studiums nicht mehr zur Verfügung, Benjamin Maier hat Trainings- und Spielrückstand, Rick Rogg plagt sich mit einer Viruserkrankung herum und die Brüder Agostino und Giuseppe Dellaira sind beruflich stark eingespannt. Es zieht sich alles wie ein roter Faden durch. Die Spieler aus der Zweiten zeigen enormes Engagement und hohen Einsatz, sie sind fleißig, haben aber leider nicht die Qualität für die Bezirksliga.

Dann dürfte Ihre Bilanz nach der Vorbereitungsphase wohl nicht rosig ausfallen?

Bayer: Das Spiel gegen den TSV Meitingen hat uns zum Abschluss gezeigt, wo wir nun wirklich stehen und was beim BSK los ist. Es fehlt eine komplette Mannschaft. Es sind keine rosigen Aussichten. Sicherlich liegt mir die Rote Karte, die der Schiedsrichter ausgesprochen hat, arg im Magen.

Sind denn die Neuzugänge Frederick Linke und Peter Knechtl eine Unterstützung?

Bayer: Bei Peter Knechtl sieht man schon, dass er Routine mitbringt. Er hat ein gutes Auge und ist enorm wichtig für unsere Abwehr. Fredi Linke lebt als Stürmer von den Bällen, die er bekommt. Wenn nun keiner da ist, der ihn mit Bällen füttert oder einen guten Pass spielt, tut auch er sich schwer. Wer mir gewaltig fehlt, ist Julian Süß. Eigentlich sollte er die Lücke nach den Abgängen von Mathias Franke, Yakup Sevimli und Alexander Schmidbauer etwas schließen, jetzt fällt er längerfristig aus.

Am Samstag steigt das erste Pflichtspiel daheim gegen den TSV Bobingen.

Bayer: Es ist ja noch nicht sicher, ob wir spielen können. Wenn, dann wollen wir nur im Waldstadion spielen. Entweder es geht oder nicht. Wir müssen abwarten, ob die Platzverhältnisse es überhaupt zulassen.

Das Interview führte Stefan Günter

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