„Es juckt in den Fingern“

Personelle Veränderungen bei den SG-Handballern aus Biessenhofen und Marktoberdorf

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SG-Abteilungsleiter Stefan Schaub hat wieder gut lachen: So langsam geht es wieder mit dem lockeren Training im Freien los.

Marktoberdorf/Biessenhofen – Die Handballer der Spielgemeinschaft Biessenhofen-Marktoberdorf können vorerst nicht in die Halle. Noch haben Gemeinde und Stadt keine Freigabe dafür erteilt. „Das ist nicht entscheidend“, hebt SG-Abteilungsleiter Stefan Schaub hervor.

Es sei viel wichtiger, dass die Mannschaft wieder zusammenkomme. „Sie haben sich lange genug nicht mehr gesehen.“ Jetzt wollen sich die Handballer am Anfang erst einmal im Freien austoben.

Seit rund drei Monaten herrscht in beiden Sporthallen Ruhe. Die Saison in der Bezirksoberliga endete für die SG abrupt. „Wir hätten gerne zu Ende gespielt“, sagt Schaub und verweist nach dem Lockdown auf eine für alle Beteiligten nervige Situation. Denn keiner wusste, wie es denn weitergehen würde. Am Ende stand fest: Das Herrenteam SG Biessenhofen-Marktoberdorf muss als Tabellenzehnter nicht absteigen und bleibt der BOL weiterhin erhalten. Das Damenteam schloss übrigens die nicht zu Ende gespielte Runde als Tabellenachter ab.

Getrennte Wege

Die Zeit des Nichtstuns wurde dennoch genutzt. So gibt es personelle Veränderungen. Nach zwei Jahren als verantwortlicher Trainer gehen Christian Klöck und das Landesliga-Damenteam fortan getrennte Wege. „Er hat eine gute Arbeit geleistet“, lobt Schaub dessen Engagement. Klöck wolle eine schöpferische Pause einlegen. Seine Nachfolge ist bereits geregelt. Vom Männerteam stößt Mario Scheffler zu den Damen. Für Schaub sei es die perfekte Lösung, eine „Win-Win-Situation“, weil Scheffler bereits die weibliche B-Jugend in der vergangenen Saison zusätzlich mitübernommen hatte. Allerdings ist seine Nachfolge dort noch nicht geklärt. Aktuell laufen noch Gespräche, wie Schaub gegenüber dem Kreisbote betonte. Während es bei den Männern punktuell einige Veränderungen geben wird, bleibt der Damenkader zum jetzigen Zeitpunkt unverändert. „Das ist insofern nicht so tragisch, weil wir bei den Männern weiterhin einen guten Kader haben“, macht der Abteilungsleiter deutlich.

Anderer Charakter

Nach den Lockerungen juckt es allen Sportlern wieder mächtig in den Fingern. Schließlich hatte die unerwartete Pause einen ganz anderen Charakter als sonst üblich. „Entscheidend wird sein, wie kommen wir durch die geplante Saison. Wann ist eine Runde überhaupt möglich? Werden wir mit oder sogar ohne Zuschauer spielen?“ Stefan Schaub selbst hält einen möglichen Beginn für Januar 2021 für realistisch. Der Abteilungsleiter macht sich derzeit keine Sorgen über mögliche Abwanderungen. „Das Mannschaftsgefüge ist gut. Coronabedingt hat es hier keine Veränderungen gegeben“, unterstreicht er dabei das ausgezeichnete Vereinsleben. „Ein Hallentraining hat jetzt nicht unbedingt Priorität. Es hängt somit nicht von der Halle oder vom Sportplatz ab.“

Stefan Günter

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