Joker schlagen Tabellenführer

ESVK triumphiert

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Torhüter Stefan Vajs feierte am Sonntag seinen sechsten "Shutout" der Saison.

Kaufbeuren – Zwei Spiele gegen starke Gegner und beide Spiele souverän gewonnen: Der ESVK schwebt momentan auf einem Höhenflug. In Ravensburg gab es einen verdienten 4:1-Erfolg. Zwei Tage später wurde der Tabellenführer aus Bietigheim mit 3:0 auf den Heimweg geschickt.

Durch diese beiden Siege kletterten die Joker vorbei an Ravensburg auf Rang Sechs der DEL2 mit 54 Punkten aus 34 Spielen. Mit einem Torverhältnis von 91 zu 84 weisen die Kaufbeurer die zweitbeste Abwehr hinter dem Tabellenführer aus Bietigheim auf. ESVK-Torhüter Stefan Vajs konnte am Sonntagabend gar seinen sechsten „Shutout“ dieser Saison feiern.

Derbysieg in Ravensburg

Eindrucksvoll revanchierten sich die Kaufbeurer Joker bei den Ravensburgern für die im Hinspiel erlittene knappe Niederlage vor sechs Wochen. Mit einem am Ende doch klaren 4:1-Sieg vor 3347 Zuschauern, darunter gut und gerne 500 Fans der Kaufbeurer, entführten sie drei Punkte aus Oberschwaben.

Ohne Matthias Bergmann und Florin Ketterer, dafür wieder mit drei Spielern vom Kooperationspartner aus Ingolstadt, konnte ESVK-Trainer Andreas Brockmann vier Sturmreihen aufbieten. Torlos verlief das erste ausgeglichene Spieldrittel. Dann aber nutzten die Joker ihr Überzahlspiel und Sami Blomqvist erzielte die Kaufbeurer Führung. Noch im zweiten Durchgang fiel der Ausgleich der Gastgeber. Die Entscheidung vertagte sich auf das letzte Drittel und das stand klar im Zeichen des ESVK. Die nächste Strafzeit gegen die Tower Stars nutze wiederum Sami Blomqvist eiskalt zur 2:1 Führung. Sechs Minuten darauf erhöhte Joona Karevaara. Somit war die Entscheidung vor 3347 Zuschauern im Ravensburger Stadion gefallen. Einen letzten Konter in der Schlussminute setzte Sami Blomqvist mit einem satten Schlenzer ins lange Eck, vorbei an Ravensburgs Torhüter Langmann, zum verdienten 4:1-Auswärtssieg der Joker in die Maschen. Damit vollendete der finnische Neuzugang seinen Hattrick und hat nach sieben Spielen bereits sechs Treffer und sechs Assists auf seinem Konto.

Galavorstellung gegen die Steelers

Ein hochklassiges Eishockeymatch erlebten die 1851 Zuschauer am Sonntagabend in der Sparkassen Arena. Gegen die mit nur 15 Feldspielern angetretenen Gäste machten die Kaufbeurer von Anfang an mächtig Druck. Es zahlte sich auch aus, denn schon in der dritten Minute konnte Maximilian Schäffler einen Pass der Steelers abfangen und traf gekonnt zur Kaufbeurer Führung. Es sollte noch besser kommen, denn in Überzahl erhöhte Sami Blomqvist nur drei Minuten später nach einem sehenswerten Alleingang. Gleich zu Beginn des zweiten Drittels stellte Joona Karevaara mit einem Schuss aus spitzem Winkel auf 3:0. Im Anschluss noch einige gute Chancen der Joker, aber auch Glück bei einem satten Pfostenschuss der Gäste. Ein Aufbäumen des Tabellenführers folgte im letzten Drittel, aber Torhüter Stefan Vajs erwischte wieder einmal einen Sahnetag und sicherte den 3:0-Sieg. ESVK-Coach Andreas Brockmann lobte sein Team und war gerade von den ersten zehn Spielminuten begeistert. Die Steelers seien stets gefährlich gewesen, aber man habe wenig zugelassen.

ESVK gegen Heilbronn

Ein weiteres Heimspiel steht für die Kaufbeurer am Freitagabend an. Um 19.30 Uhr erwarten sie am Berliner Platz die Falken aus Heilbronn. Der lange zeit Tabellenletzte hat sich durch erfolgreiche Spiele in den letzten Spieltagen schon auf den drittletzten Rang vorgearbeitet. Am Wochenende überraschten sie mit einem 3:2 Sieg nach Verlängerung in Frankfurt und am Sonntagabend schlugen sie die Ravensburger Tower Stars mit 2:0 Toren. Während die Joker in Heilbronn mit 2:1 siegten, verloren sie zuhause Mitte Oktober mit 3:4.

DNL-Team holt fünf Punkte

EV Landshut hieß der Gegner in den letzten beiden Spielen am Wochenende. Vor 107 Zuschauern in der Landshuter Eishalle fiel die ganzen sechzig Minuten kein Tor. Erst in der Verlängerung gelang nach 57 Sekunden John Boger der goldene Treffer und damit zwei Punkte für den ESVK.

Fiel beim Spiel in Landshut nur ein Tor und nur drei Strafzeiten insgesamt, so wies das Rückspiel in Kaufbeuren genau das Gegenteil auf. Insgesamt neun Tore und 52 Strafminuten! Den Führungstreffer durch Markus Lillich egalisierten die Landshuter und schossen bis zur 22. Minute gar einen 1:3 Vorsprung heraus. Doch die Jungs von Trainer Juha Nokelainen drehten das Match anhand vier Treffer durch Marc Kramer, Marcus Lillich, Christoph Meier und Tim Wohlgemut. Spannend wurde es dann noch in den letzten sechs Minuten, als die Gäste auf 5:4 verkürzten. Doch die Kaufbeurer Jungs brachten trotz einer Strafe in den letzten Minuten den Sieg über die Zeit. Diese fünf gewonnenen Punkte sind umso wertvoller, da die Kaufbeurer krankheitsbedingt auf acht Spieler verzichten mussten.

von Werner Mayr

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