Ärgerliche Heimniederlage gegen Bad Tölz – Weißwasser zu stark

Für ESVK nur ein Punkt am Wochenende

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Sami Blomqvist (#71) rettete den ESVK zwar in die Verlängerung, dennoch verloren die Joker gegen Bad Tölz.

Kaufbeuren – Am vergangenen Wochenende gab es wenig Grund zum Jubeln für den ESVK. Zuhause gab das Team einen schon fast sicher geglaubten Erfolg über die Tölzer Löwen in den Schlussminuten leichtfertig aus der Hand und konnte wenigstens noch in die Verlängerung retten, doch dann zeigten die Löwen beim 3:4 nochmals ihre Kaltschnäuzigkeit und nahmen zwei Punkte mit aus Kaufbeuren. Beim Auswärtsmatch am Sonntag in Weißwasser gab es nichts zu holen, der Tabellendritte war zu stark und behielt den Platz dank eines 6:3-Erfolges in der Spitzengruppe der DEL2.

Da die Steelers aus Bietigheim erst am Dienstag in Bad Tölz antreten, haben die Joker noch drei Punkte Vorsprung auf den Sechsten Bietigheim.

Deshalb sind die Joker nun nach fünf Niederlagen in Folge noch auf Rang Fünf. Ärgerlich dabei vor allem die letzten Niederlagen gegen Bayreuth, Freiburg und Tölz. Allesamt wahrscheinlich Teams aus der Abstiegsrunde.

Heimpleite gegen Tölz

Beim Freitagheimspiel gegen die ebenfalls arg verletzungsgeplagten Tölzer Löwen sahen die 2846 Zuschauer ein kampfbetontes Match. Ohne Stefan Vajs, Simon Schütz, Denis Pfaffengut, Jonas Wolter und Steven Billich gingen die Kaufbeurer ins Match. Dafür stürmte Youngster Marvin Schmid. Zweimal konnten die Joker ihre Überzahlsituation im ersten Drittel ausnutzen und mit einer 2:0-Führung in die erste Pause gehen.

Banden Gracel und dann Joey Lewis waren die Torschützen. Zweimal rettete noch das Gestänge im weiteren Spielverlauf die Gäste. Ansonsten plätscherte das Spiel so dahin, ESVK-Torhüter Marc-Michael Henne und auf Tölzer Seite Ben Meisner hatten das Geschehen im Griff. Im letzten Drittel dann die große Gelegenheit für den ESVK bei zwei Minuten in doppelter Überzahl, aber kein Treffer fiel. Dies rächte sich kurz vor Ende, als die Gäste mit zwei Toren das Spiel auf den Kopf stellten. Wenigstens konnte Sami Blomqvist kurz vor Ende der regulären Spielzeit in Überzahl mit seinem Treffer zum 3:3 die Verlängerung erzwingen. Doch hier waren die Löwen wieder kaltschnäuziger und trafen zum 3:4-Endstand.

Verschlafenes erstes Drittel

Am Sonntag hütete Michael Güßbacher das Gehäuse der Joker gegen Weißwasser. Schon nach 38 Sekunden schlug es zum ersten Mal hinter ihm ein. 26 Sekunden später trafen die Füchse zum 2:0, damit war der Arbeitstag für den Kaufbeurer Goalie beendet. ESVK-Trainer Andreas Brockmann wechselte daraufhin den Keeper, jetzt kam Marc-Michael Henne. Auf der Gegenseite hatte dann Jere Laaksonen die Riesenchance zum Abschlusstreffer, scheiterte jedoch am Lausitzer Torhüter Franzreb. Der erste Block der Joker kam noch zu einigen Chancen, doch das nächste Tot fiel wieder zugunsten der Füchse. Mit diesem Treffer zum 3:0 nach 14 Spielminuten ging es auch später in die Kabine.

Die erste dicke Chance vergaben die Füchse noch, doch nach 22 Minuten fiel das 4:0, was bereits eine Vorentscheidung bedeutete. Zwar ging dieses Drittel an die Joker durch Treffer von Lubomir Stach, Sami Blomqvist und Daniel Oppolzer, bei einem weiteren Gegentreffer.

Im letzten Drittel fiel vor 2513 Zuschauern nur noch ein Treffer zum 6:3-Endstand. Abgesehen vom schwachen ersten Drittel hielten die Joker doch im fortlaufenden Spiel gut dagegen und kamen auch zu Chancen.

ESVK-Trainer Andreas Brockmann: „Wenn man so früh ins Hintertreffen gerät und nach dem ersten Drittel mit 3:0 Rückstand in die Pause geht, ist es schwer. Doch wir kamen zurück und konnten in der Folge dann gut mithalten. Ein Sprichwort heißt, wenn man am Boden liegt, dann steht man wieder auf. Das werden wir auch machen!“

Dresdner Eislöwen als Gäste

Gleich diesen Freitag haben die Kaufbeurer dazu Gelegenheit. Zum letzten Freitagheimspiel in der Hauptrunde empfangen die Kaufbeurer Joker am Freitag um 19.30 Uhr die Dresdner Eislöwen. Gegen die Sachsen gab es diese Spielzeit noch kein Erfolgserlebnis. Alle drei Spiele bisher endeten mit einer Niederlage. Der Tabellenzehnte verlor zuletzt am Sonntag ziemlich deutlich mit 6:1 Toren in Crimmitschau. Die Dresdner müssen aufpassen, dass sie nicht noch in die Playdowns abrutschen.

von Werner Mayr

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