BSK beendet Hinrunde

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BSK-Coach Günter Bayer musste in der bisherigen Saison auf viele Spieler verzichten.

Kaufbeuren-Neugablonz – Als Tabellenvierter hat der BSK Olympia Neugablonz die Hinrunde in der Bezirksliga-Süd abgeschlossen. Auf Spitzenreiter FC Kempten haben die Schmuckstädter bereits neun Punkte Rückstand, wobei die Oberallgäuer noch ein Nachholspiel vor der Brust haben.

Sechs Punkte sind es allerdings auch auf den Tabellenzweiten TV Erkheim, die Überraschungsmannschaft aus dem Unterallgäu. Acht Siege stehen drei Unentschieden und vier Niederlagen des BSK gegenüber. 28 Tore wurden erzielt, allerdings 25 Gegentreffer kassiert. Der Kreisbote zog mit Cheftrainer Günter Bayer eine Halbzeitbilanz.

Wie lautet denn Ihr Fazit?

Bayer: Mit dem vierten Rang müssen wir zufrieden sein. Im September und Oktober hatten wir schlimme sechs Wochen. Verletzungen, kranke Spieler und eine Spielsperre prägten das Bild. Bis dahin waren wir noch Tabellenführer. Ich hatte die Spieler an Bord. Doch nach und nach sind mir Wochenende für Wochenende zwischen vier und sechs Leistungsträger weggebrochen. Ich habe in 15 Partien 27 Spieler eingesetzt.

Hier kann auch keine Kontinuität entstehen.

Bayer: Das ist richtig: In jedem Spiel gab es eine andere Aufstellung. Nicht weil ich es so wollte, sondern weil mir die Spieler nicht zur Verfügung standen. Auch im Training fehlten die Spieler. Wir konnten keine Laufwege und Standardsituationen einstudieren. Es war unterm Strich eine schwere Vorrunde.

Was macht das Lazarett? Gibt es Licht am Horizont?

Bayer: Das ist ein Auf und Ab. Wir hatten Glück, dass uns Thomas Spannenberger in seinem Urlaub für drei Spiele ausgeholfen hat. Demnächst geht es für ihn wieder beruflich nach China. Zudem konnte uns auch Alexander Schmidbauer aushelfen, der auch beruflich stark eingeschränkt ist. Beide sind, obwohl sie nicht im Training stecken, gute und wichtige Spieler. Caner Schmitt ist wegen seiner Verletzung momentan kein Thema. Nach seiner Rotsperre kommt Dorijan Ozvald wieder zurück. Can Balcioglu hat zwar wieder gespielt, doch brach seine Verletzung wieder auf. Also musste ich ihn wieder auswechseln.

Bei den vier Niederlagen, die der BSK kassiert hat, fällt bei genauer Betrachtung auf, dass Neugablonz jeweils kein Tor geschossen hat. Kann man alle vier Spiele in eine Schublade stecken?

Bayer: Das kann man nicht. Jedes Spiel hat so seine Geschichte. Beim 0:4 gegen Erkheim haben wir daheim taktische Fehler gemacht. Wir sind ihnen buchstäblich ins offene Messer gelaufen. Gegen Wiggensbach und Heimertingen kamen wir personell auf dem Zahnfleisch daher. Es kamen noch viele Fehler dazu. Die Partie gegen Kempten gipfelte dahin, dass der Schiedsrichter fragwürdige Entscheidungen traf und wir bereits nach zehn Minuten wegen einer Roten Karte mit einem Mann weniger auf dem Platz standen.

Führt die Meisterschaft jetzt nur über Kempten?

Bayer: Sie haben eine enorm hohe Qualität und sind stark besetzt. Das lässt sich Kempten wohl nicht mehr nehmen. Für uns geht es noch im Endeffekt um Platz zwei. Doch da kommt es darauf an, wie wir bis zur Winterpause abschneiden werden.

Mit Kaufering, Ziemetshausen und Durach warten in den kommenden Partien Mannschaften, die gegen den Abstieg kämpfen. Das macht die Sache auch nicht leichter, oder?

Bayer: Wir befinden uns in der gleichen Situation wie im letzten Jahr. Es hängt davon ab, ob mir die Spieler zur Verfügung stehen. Wenn mir wichtige Spieler auf wichtigen Positionen ausfallen, kannst du auch gegen solche Teams kein Spiel gewinnen. Wenn die Spieler da sind, bin ich auch optimistisch. Wir müssen nur aufpassen, dass der Abstand zu Tabellenplatz zwei nicht zu groß wird.

Viel Glück weiterhin und vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Stefan Günter

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